Berlin-Marathon: Eliud Kipchoge will den Weltrekord

Zum ersten Mal in der Geschichte des BMW Berlin-Marathons wird ein Olympiasieger im Männer-Elitefeld an den Start gehen: Der Kenianer Eliud Kipchoge will am 24. September in Berlin den Weltrekord über die klassischen 42,195 km brechen.

Kommt es zum Duell mit Kenenisa Bekele?

Eliud Kipchoge ist der derzeit beste Marathonläufer der Welt. Der Olympiasieger von Rio 2016 möchte auf der schnellen Berliner Strecke die Zeit seines Landsmannes Dennis Kimetto unterbieten. Dieser hatte vor drei Jahren das Rennen in der nach wie vor aktuellen Weltrekordzeit von 2:02:57 Stunden gewonnen.

Nicht ausgeschlossen ist unterdessen, dass es in Berlin zum Duell der derzeit besten Marathon-Läufer der Welt kommt. Wie laufen.de erfuhr, verhandeln die Berliner um Renndirektor Mark Milde derzeit noch um einen Start von Vorjahressieger Kenenisa Bekele. Der Äthiopier hält die Weltrekorde auf der Bahn über 5000 und 10.000 Meter und gewann den Berlin-Marathon 2016 in 2:03:03 Stunden – der zweitschnellsten je auf einer regulären Marathonstrecke gelaufenen Zeit über 42,195 Kilometer.

Eliud Kipchoge hatte Kimettos Marke beim London-Marathon 2016 mit 2:03:05 Stunden nur um acht Sekunden verpasst. Wenige Monate später wurde er überlegen Olympiasieger. Die Berliner Strecke kennt der Kenianer sehr gut: 2015 gewann er trotz eklatanter Probleme mit den Innensohlen seiner Laufschuhe sicher in 2:04:00 Stunden. Zwei Jahre zuvor hatte er ebenfalls in Berlin mit 2:04:05 Stunden den zweiten Platz hinter seinem Landsmann Wilson Kipsang belegt, der damals in 2:03:23 einen Weltrekord aufstellte.

Die schnellste Zeit überhaupt erzielt

Anfang Mai dieses Jahres hatte Eliud Kipchoge in einem „Laborversuch“ unter Spezialbedingungen auf der Formel-1-Rennstrecke von Monza (Italien) mit 2:00:25 Stunden die schnellste jemals erzielte Zeit über die Marathondistanz von 42,195 km erzielt - allerdings unter irregulären Bedingungen. So wurden zum Beispiel wechselnde Tempomacher eingesetzt.

Eliud Kipchoge zu seinem Vorhaben in Berlin: „In Monza war ich sehr dicht dran, die Zwei-Stunden-Barriere zu durchbrechen. Jetzt glaube ich, dass der BMW Berlin-Marathon der perfekte Ort ist, um den offiziellen Weltrekord anzugreifen“, sagt Eliud Kiochoge.

Der 33 Jahre alte Kenianer blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Langstreckenläufer zurück. Er war Weltmeister über 5.000 m (2003), gewann über diese Distanz Silber und Bronze bei Olympischen Spielen (2004 und 2008) und ist der amtierende Olympiasieger im Marathon (Rio 2016).

Beim BMW Berlin-Marathon, der zu den Abbott World Marathon Majors (WMM) gehört, wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (drei von Frauen, sieben von Männern) - so viele wie bei keinem anderen Marathonrennen. Die letzten sechs Weltrekorde der Männer (seit 2003) wurden alle auf der Berliner Strecke erzielt.