Die Bilder zu den pfeilschnellen BIG 25 in Berlin

Die Äthiopierin Sutume Asefa Kebede sorgte für das Highlight des Tages bei den BIG 25 Berlin. Die 21-jährige Newcomerin lief über die 25-Kilometer-Distanz mit 1:21:55 Stunden die fünftschnellste jemals über diese Strecke gelaufene Zeit und stellte einen äthiopischen Rekord auf. Ihre Zeit ist ebenso wie die des Siegers eine Jahresweltbestleistung. Der Kenianer Abraham Cheroben gewann zum zweiten Mal in Folge das hochklassigste 25-Kilometer-Rennen der Welt. Er war  nach 1:12:31 Stunden im Ziel. Die schönsten Bilder aus Berlin findest Du in unseren zwei, jeweils gut 400 Bilder starken Galerien.

Bei kühlen und sehr windigen Wetterbedingungen hatten die beiden Sieger jeweils einen großen Vorsprung. Als Zweiter erreichte der Äthiopier Temesgen Daba Ejerssa in 1:13:28 Stunden das Ziel im Berliner Olympiastadion, Dritter wurde der Kenianer Kenneth Kipkemoi mit 1:14:18 Stunden. Als bester Deutscher erreichte Paul Schmidt (TSV Dresden) einen beachtlichen siebenten Platz in 1:18:48 Stunden.

Nach einem eindrucksvollen Sololauf hatte Sutume Asefa Kebede im Olympiastadion einen Vorsprung von gut vier Minuten auf die zweitplatzierte Winny Jepkorir, die nach 1:25:59 Stunden im Ziel war. Rang drei belegte Elizeba Cherono (beide Kenia) mit 1:26:59 Stunden. Schnellste deutsche Frau war Karsta Parsiegla (SCC Berlin) in 1:42:55 Stunden auf Platz neun. Für die 35. Auflage der BIG 25 Berlin hatten insgesamt 11.480 Läufer gemeldet.

Männerrennen zeitweise auf Weltrekordkurs

Das Rennen der Männer begann erwartungsgemäß sehr schnell, denn der erste Teil der Strecke führt leicht abwärts, und zudem hatten die Läufer bis Kilometer 10 hauptsächlich Rückenwind. So wurde eine Zwischenzeit von 28:30 Minuten gestoppt, die sogar im Bereich des Weltrekordes lag, den der Kenianer Dennis Kimetto 2012 mit 1:11:18 Stunden bei den BIG 25 Berlin aufgestellt hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren hinter einem Tempomacher noch vier Athleten im Rennen um den Sieg: Neben Cheroben, Ejerssa und Kipkemoi lag auch noch der Kenianer Frederick Ngeny in der Spitzengruppe.

Doch ab Kilometer 11 blies den Läufern der starke Wind ins Gesicht, der in Böen sogar bis Windstärke 7 vorhergesagt war. Entsprechend wurde das Tempo nun deutlich langsamer, zudem war der Tempomacher nicht mehr im Rennen. Ngeny fiel vor der 15-Kilometer-Marke (43:04 min) als erster Läufer aus der Spitzengruppe. Er wurde am Ende Vierter mit 1:14:49 Stunden. Während der Äthiopier Ejerssa das Tempo bestimmte, konnte nach 17 Kilometern auch Kipkemoi nicht mehr mithalten. Die Entscheidung in einem Zweikampf zwischen Ejerssa und Cheroben fiel dann kurz vor Kilometer 19. Hier löste sich Titelverteidiger Cheroben von seinem äthiopischen Konkurrenten entscheidend.

„Ich wollte versuchen, den Weltrekord anzugreifen. Aber bei dem starken Gegenwind auf der zweiten Hälfte war dies nicht möglich“, sagte der 22-jährige Abraham Cheroben und fügte hinzu: „Ich werde nächstes Jahr wiederkommen und es erneut versuchen!“

Äthiopischer Rekord durch Newcomerin Kebede

Ganz anders lief das Rennen der Frauen. Unmittelbar nach dem Start setzte sich die äthiopische Newcomerin Sutume Asefa Kebede von ihren Konkurrentinnen ab. Hinter einem Tempomacher lief die 21-Jährige ihr eigenes, extrem schnelles Tempo. Den 10-Kilometer-Punkt erreichte sie nach 31:05 Minuten – und damit lag sie deutlich unter dem Weltrekord. Auch diese Bestzeit wurde bei den BIG 25 Berlin aufgestellt: 2010 war Mary Keitany (Kenia) nach 1:19:53 Stunden im Ziel.

Doch auch Kebede, die in diesem Jahr nunmehr alle ihre sieben Rennen gewonnen hat, wurde bei den stürmischen Windböen auf der zweiten Hälfte langsamer. Trotzdem reichte es am Ende zu einer Weltklassezeit und einem äthiopischen Rekord. Mit 1:21:55 Stunden unterbot sie die bisherige Bestmarke, die Ejegayehu Dibaba 2011 in Chicago aufgestellt hatte, um 19 Sekunden. Wie stark ihre Leistung war, zeigt auch ihre Halbmarathon-Durchgangszeit während des 25-Kilometer-Rennens: Mit 68:23 Minuten war sie dabei rund zweieinhalb Minuten schneller als die Siegerin des Berliner Halbmarathons Ende März.

„Ich freue mich riesig über den äthiopischen Rekord, damit hatte ich nicht gerechnet. Im Sommer werde ich in Äthiopien zunächst über 5.000 Meter laufen und im Herbst dann bei weiteren Straßenrennen starten“, sagte Kebede, die bei den BIG 25 Berlin den bisher größten Erfolg ihrer Karriere feierte. Hinter den zweit- und drittplatzierten Kenianerinnen Jepkorir (1:25:59 h) und Cherono (1:26:59 h) erzielten auf den Rängen vier und fünf auch die Äthiopierinnen Helen Bekele Tola (1:27:39 h) und Zewdnesh Ayele Belachew (1:28:55 h) noch Zeiten unter 1:30 Stunden.

Weitere Infos und die Ergebnisse findest Du unter: www.berlin-läuft.de