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Top-Technik 2016: Drei neue Laufschuhe im Test

| Redaktion laufen.de I Fotos: Hersteller
Asics MetaRun, Saucony Triumph ISO2 und Nike Free RN Distance: 2016 stehen drei brandneue Laufschuhe in den Regalen. Hier liest du, was sie können.

In Sachen Laufschuhe geht das Jahr gut los: Mit dem Asics MetaRun, dem Saucony Triumph ISO2 und dem Nike Free RN Distance stehen drei brandneue Modelle in den Regalen, die alle mit Top-Technologien daherkommen. Wir haben ausgiebig getestet, und hier liest du, was die Neulinge wirklich können.

ASICS-Flagschiff mit fünf neuen Technologien: Der Metarun

250 Euro - kann ein Laufschuh so viel wert sein? Asics-Europageschäftsführer Alistair Cameron erklärt den Preis so: „Wir wollten die Kern-Technologien eines Laufschuhs auf ein neues Niveau heben, und wir wollten das aktuell beste Material einsetzen. Daran haben rund 40 Entwickler in unserer Zentrale im japanischen Kobe sehr lange gearbeitet. Ein solcher Schuh müsste eigentlich viel teurer sein, wahrscheinlich das doppelte kosten, aber das ist nicht unser Ziel. Von diesen Entwicklungen werden alle Asics-Laufschuhe in Zukunft profitieren.“ Der Preis ist also eher ein Signal - seht her, dieser Laufschuh ist das Non-Plus-Ultra im Laufschuhbau. In Deutschland wird der MetaRun nur 2000-mal verkauft. Geld lässt sich damit direkt nicht verdienen.

Metarun

Asics

Metarun

Der Metarun von Asics vereint fünf brandneue Technologien in sich. FlyteFoam ist das leichteste Mittelsohlenmaterial, das Asics je entwickelt hat. 55 Prozent leichter als Standard-EVA. Das neue High-Tech-Gel X-Gel sorgt in besonderer Positionierung für eine ganz gezielte Dämpfung. Das neue und sehr leichte Obermaterial Jacquard Mesh/MetaClutch verhindert Reibung und verbessert die Passform durch optimale Anpassung an den Fuß. AdaptTruss ist das patentierte Herzstück des MetaRun aus einer Kohlenstoff-Faser-Konstruktion, die dann Stabilität bietet, wenn der Läufer sie benötigt. Die Mittelsohle Sloped Duomax unterstützt eine dynamische Fortbewegung und erhöht bei Bedarf adaptiv die Stabilität.
305 Gramm (US9) | 10 mm Sprengung

250 €

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Unser Urteil zum Metarun von Asics

Die Passform ist Asics-typisch hervorragend und erinnert an den aktuellen GEL-Kayano. Einziger Unterschied: Das Obermaterial sitzt etwas fester als beim Kayano. Rund 300 Gramm Gewicht ist für einen solchen Technologie-Träger enorm leicht. Mit der FlyteFoam-Mittelsohle spürt man noch sehr gut den Untergrund. Die Dämpfung ist alles andere als weich, sie fühlt sich eher straff, aber immer bequem an.

Auffällig gut ist der Grip der Außensohle. Unauffällig verhält sich die adaptive Stabilitätskontrolle (AdaptTruss). Und so soll es ja auch sein. Wir waren nur selten länger als 15 Kilometer mit dem MetaRun unterwegs, aber bei diesen langen Läufen gab uns die neue Technik die nötige Unterstützung bei Müdigkeit. Und auf den ersten 15 Kilometern ist es ein dynamischer, straff gedämpfter, leichter Laufschuh mit toller Passform. Am Ende muss jeder für sich entscheiden, ob er für das technologische All-Inclusive-Paket 250 Euro ausgeben möchte.

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Saucony präsentiert ganz neue Dämpfungstechnik: Der Triumph ISO2

Everun – so nennt Laufschuh-Spezialist Saucony sein neues Dämpfungssystem. Wir haben getestet, ob die Technologie wirklich für so viel mehr Komfort sorgt wie versprochen.

Triumph ISO2

Saucony

Triumph ISO2

Saucony verbaut in seinen neuen Modellen ein Dämpfungsmaterial, das die beim Laufen  auftretenden Kräfte bei Landung und Abdruck reduziert. Das Material kommt nicht nur – wie üblich – in der Mittelsohle zum Einsatz, sondern auch als drei Millimeter dicke Dämpfungseinheit direkt unter der Einlegesohle. Je nach Modell ist die „Everun Topsole“ über die gesamte Länge des Schuhs eingearbeitet – wie beim von uns getesteten Triumph ISO2 – oder nur im Fersenbereich.
290 Gramm | 8 mm Sprengung

170 €

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Unser Urteil zum Triumph ISO2 von Saucony

Wer immer diese Idee gehabt hat, sie ist geradezu genial! Everun erinnert aufgrund seiner Struktur auf den ersten Blick an das von Adidas entwickelte Boost Material – ist aber eine komplett eigene Entwicklung aus verschiedenen Kunststoffen. Ebenso innovativ ist die Art und Weise, wie Saucony diese neue Technologie einsetzt. Auf Anhieb spürt man die hohe Rückstellfähigkeit von Everun. Bei jedem Schritt wird das zur Dämpfung eingesetzte Material zusammengepresst, nur wenn es in minimaler Zeit wieder seine Ausgangseigenschaft erreicht, ist der nächste Schritt ebenfalls optimal gedämpft. Everun reagiert hier deutlich schneller als herkömmliches EVA. Und die Platzierung direkt unter dem Fuß fühlt sich auf Anhieb richtig gut an.

Dabei sorgt die zusätzliche Dämpfung nicht für ein weiches Laufgefühl, da Everun sehr reaktiv ist. Der Saucony Triumph ISO 2, der bei insgesamt 30 mm Dämpfungsmaterial unter der Ferse und 22 mm vorn (Sprengung also 8 mm) ein absolut komfortabler Laufschuh ist, gibt dennoch eine direkte Rückmeldung. Besonders bei längeren Laufeinheiten spielt Everun seine Stärken aus. Wenn die Muskulatur ermüdet und die Belastung der Gelenke steigt, bleibt der Triumph in der Komfortzone. Die Passform ist dank des verbesserten Isofit-Obermaterials ideal, die Zehen haben ausreichend Platz, die Ferse steht sicher im Schuh.

Der erste Free für lange Läufe: Nike Free RN Distance

Natürliches Laufgefühl und stabiler Tragekomfort auf längeren Distanzen - das verspricht der neue Nike Free RN Distance. Das neue Free-Modell überzeugt durch das bewährte Natural-Running-Prinzip, das in Kombination mit der Lunarlon-Technologie für ein besonders natürliches Laufgefühl auch auf längeren Strecken sorgt.

Free RN Distance

Nike

Free RN Distance

Der erste Nike Free hat vor gut zehn Jahren die Lauf-Szene durch das Natural-Running-Prinzip revolutioniert. Der Ansatz, den Fuß in seinem natürlichen Bewegungsablauf zu unterstützen, hat sich längst etabliert und wurde Jahr für Jahr von den Nike-Designern weiterentwickelt und verfeinert. Die Modelle der Nike Free-Kollektion sind eine optimale Ergänzung im Lauftraining und sorgen durch die spezielle Konstruktion für einen positiven Trainingseffekt im Bereich der unteren Bein- und Fußmuskulatur. Durch die Stimulierung der Fußmuskulatur ist der Nike Free bisher vor allem als Trainingsschuh für kurze bis mittlere Distanzen zu empfehlen; mit dem Nike Free RN Distance wird das natürliche Laufgefühl nun auch auf längeren Distanzen vermittelt.
250 Gramm | 4 mm Sprengung

130 €

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Unser Urteil zum Free RN Distance von Nike

Endlich: Ein Nike Free, der speziell für längere Laufstrecken entwickelt wurde. Der Schuh gibt im Vergleich zu den herkömmlichen Free-Modellen den Tacken mehr Dämpfung, den man braucht, um mit einem Natural Running-Schuh auch dann unterwegs zu sein, wenn der Lauf länger als eine Stunde dauern soll. Die extrem leichte Lunarlon-Dämpfung erzeugt während des Laufs ein sanftes, federndes Laufgefühl. Und dennoch bleibt das freetypische, natürliche Laufgefühl erhalten. Es bleibt natürlich ein Free-Modell, mit dem vor allem solche Läufer länger laufen sollten, die nicht zu den Schwergewichten gehören und über eine trainierte Fuß- und Unterschenkelmuskulatur verfügen. Die Flexkerben in der Sohle unterstützen den natürlichen Bewegungsablauf des Läufers. Die Schuhkonstruktion folgt der Bewegung des Fußes, nicht umgekehrt. Und der flache Aufbau des Schuhs mit einer Sprengung von 4 Millimetern sorgt für ein direktes Laufgefühl mit gutem Kontakt zum Untergrund. Für einen so leichten Schuh bietet der Free RN Distance auch erstaunlich viel Halt: Dafür sorgen Flywire-Fasern, die in die Schnürung integriert sind und den Fußrücken umschließen, im Zusammenspiel mit dem einlagigen Strickgewebe des Obermaterials, das zudem super atmungsaktiv ist und für ein angenehmes Klima im Schuh sorgt.