Herrenvariante

Laufschuh im Test
Der 4D FWD von Adidas

Ein Laufschuh, der vertikale Aufprallkräfte in Energie umwandelt, die dich nach vorn treibt. Und der dazu nachhaltiger produziert wird als viele vergleichbare Modelle: Der ganz neue 4D FWD von Adidas.

Das zeichnet den 4D FWD von Adidas aus

Der Name des 4D FWD ist Programm: Das 4D steht dafür, dass mit der Zwischensohle das wichtigste Element des neuen Adidas-Schuhs aus dem Drucker kommt. FWD steht für „Forward“, was bedeutet, dass dich der Schuh mit jedem Schritt nach vorn treibt. „Jeder Lauf soll sich leicht und nach Fortschritt, nach Leistungsentwicklung anfühlen“, erklärt Alberto Uncini Manganelli, der als Vizepräsident bei Adidas den Bereich Running verantwortet.

Dafür wurde bei Adidas eine ganz spezielle Gitterstruktur entwickelt, die der Zwischensohle ihre Eigenschaften verleiht: Die bei jedem Schritt auftretenden Aufprallkräfte, die auf den Körper wirken, werden deutlich reduziert. Und ein Teil dieser Kräfte wird beim Abrollen in Antrieb nach vorn umgewandelt. „Dieses biomechanische Prinzip ermöglicht es uns, mit dem 4D FWD 13 Prozent der vertikalen Kräfte in Vortrieb umzuwandeln“, sagt Stephan Scholten, der als Global Director für die Schuhentwicklung bei Adidas zuständig ist.

Insgesamt ist Adidas mit dem 4D FWD ein Schuh gelungen, der zu großen Teilen aus dem 3D-Drucker kommt, einen großen Schritt nach vorn in Sachen Nachhaltigkeit macht und der 23 Prozent mehr Dämpfung bietet als seine Adidas-Vorgängermodelle aus der 4D-Serie. Das spürt man bei jedem Schritt, wie wir bei unserem Vorab-Test des Schuhs festgestellt haben: Der 4D FWD sorgt tatsächlich für ein ungemein angenehmes Abrollen bei jedem Schritt. Salopp gesagt: Er geht nach vorn. Und Skeptiker können wir auch beruhigen: In der Gitternetzsohle verfängt sich höchstens mal das eine oder andere sehr kleine Steinchen – und fällt dann auch wieder raus, ohne dass man das beim Laufen überhaupt bemerkt.

Die ersten Exemplare des Adidas 4D FWD sind in limitierter Stückzahl ab dem 15. Mai exklusiv über die Adidas-App erhältlich. Interessenten können sich dafür zwischen dem 5. und 15. Mai über das kostenlose Vorteilsprogramm Creator’s Club in der Adidas-App registrieren, um die Chance zu erhalten, ein Paar zu kaufen. Aufgrund der hohen Dehnbarkeit des Obermaterials empfiehlt Adidas, den 4D FWD eine halbe UK-Größe kleiner zu wählen als deine übliche Laufschuhgröße.

Die Daten des Adidas 4D FWD auf einen Blick

für feste Naturwege geeignet
für Asphalt geeignet
komfortable Dämpfung
führt den Fuß kaum in der Abrollbewegung
erlaubt ein flottes Lauftempo
lässt dich den Boden kaum spüren
Preis: 200,00 Euro | Gewicht: 333 g (Mustergröße) | Sprengung: 11 mm

Für wen ist der 4D FWD von Adidas geeignet?

Die grundlegenden biomechanischen Prinzipien, die dem Adidas 4D FWD zugrunde liegen und den Vortrieb erzeugen sollen, funktionieren bei Läufern mit neutralem Abrollverhalten am besten. Die 4D-Technologie soll es künftig aber auch erlauben, solche Schuhe aufgrund individueller Daten an die unterschiedlichsten Läufertypen und Abrollverhalten angepasst zu designen. Bisher wird er allerdings für Läufer mit starker Überpronation nicht empfohlen.

Einzigartige Gitterstruktur sorgt für Vortrieb und Dämpfung

Einen Schuh wie den 4D FWD kann Adidas produzieren, weil man in Herzogenaurach jahrelang biomechanische Athletendaten gesammelt hat. Aus denen haben die Entwicklungsteam bei Adidas ermittelt, was ein Schuh leisten muss, damit er dieses Gefühl von leichtem und dynamischem Laufen erzeugt. Aus den Daten wurde eine Vorlage erzeugt, die durch die modernen Möglichkeiten des 3D-Drucks in der Zwischensohle exakt umgesetzt werden kann.

„Digital Light Synthesis“ nennt sich der Prozess, mit dem beim Adidas-Partner Carbon aus flüssigem Material, das zu 39 Prozent aus biologisch gewachsenen Substanzen besteht, der flexible Stoff wird, der in einer einzigartigen Gitterstruktur dann die Zwischensohle bildet. Damit die Flüssigkeit an exakt den richtigen Stellen den perfekten Härtegrad erreicht, der für die Eigenschaften der Mittelsohle benötigt wird, kommt Laserlicht zum Einsatz, das die Flüssigkeit zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle verhärten lässt.

Aber nicht nur bei der Mittelsohle und dem eingesetzten Biomaterial setzt Adidas auf Nachhaltigkeit: Das Primeknit-Obermaterial besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester und erfüllt so den Adidas-Anspruch, möglichst viele Produkte aus wiederverwertetem Plastikmüll herzustellen. In das Design des Obermaterials flossen – wie bei der Zwischensohle – jede Menge Athletendaten aus den vergangenen Jahren ein, um die perfekte Passform und das ideale Zusammenspiel zwischen den einzelnen Bestandteilen des 4D FWD zu gewährleisten.

© Adidas/Lukas Schulze

Athletinnen wie Miriam Dattke waren an der Entwicklung beteiligt und sind vom Ergebnis begeistert

Und das bestätigen neben unseren Testern auch die Top-Athletinnen, die den Schuh bereits im Training ausprobieren konnten: „Der Adidas 4D FWD ist sehr leicht und flexibel. Und das in guter Kombination mit Stabilität. Das Laufen mit ihm ist eine komplett andere Erfahrung als mit meinen anderen Laufschuhen“, sagt Miriam Dattke, die im Frühjahr 2021 eine Jahresweltbestzeit im Zehn-Kilometer-Straßenlauf aufgestellt hat. Sie trägt den Schuh vor allem bei lockeren Läufen im Training und schwärmt: „Er macht es leicht, sich nach vorne abzudrücken.“

Und auch Sprinterin Dafne Schippers aus den Niederlanden ist begeistert: „Wir absolvieren ja einen Großteil unseres Trainings in Spikes, da ist es gut, fürs Ein- und Auslaufen sowie fürs allgemeine Training einen Schuh zu haben, der sich etwas weicher anfühlt und der das Laufen einfach angenehm macht“, erklärt die 200-Meter-Weltmeisterin von 2015 und 2017.

Darüber hinaus wurde der Adidas 4D FWD im Rahmen einer biomechanischen Testreihe an der Universität von Calgary getestet. Untersucht wurden hier spezifische Aspekte wie die Vorwärtsdynamik, die Bremskraft und die Laufökonomie.