Laufkinderwagen im Check – Gewinn Bugaboo Runner

| Text: Olaf Kaiser | Fotos: Andreas Schwarz, Hersteller

Kind schläft, Mama läuft, Papa entspannt. Oder umgekehrt. Oder beide laufen. Ein Laufkinderwagen ist ideal, um Sport auch in eng getakteten Familienzeitplänen unterzubringen. Wir verlosen einen Bugaboo Runner.

Für wen lohnt sich ein Laufkinderwagen?

Für gemeinsame Sporteinheiten ist ein Laufkinderwagen ideal. Allerdings lohnt er sich wegen der hohen Anschaffungskosten nicht, wenn man nur einmal im Monat joggen geht. Wer jedoch regelmäßig längere Strecken läuft und den Nachwuchs mitnehmen möchte, kommt um ein solches Modell nicht umhin.

Aber kann man nicht mit einem normalen Kinderwagen laufen gehen?

Theoretisch ja. Allerdings sind die kleinen, meist ungefederten Räder für schnelleres Tempo kaum geeignet, erst recht nicht im Gelände. Zudem sind normale Kinderwagen schwerer und schwergängiger, so dass man deutlich mehr Kraft einsetzen muss, um sie vor sich herzuschieben. Der Griff eines normalen Kinderwagens ist außerdem deutlich kürzer, so dass man unter Umständen gegen die Räder stoßen würde. Wichtig ist auch die Handbremse, die die meisten normalen Wagen nicht haben.

Und taugt ein Laufkinderwagen für den Alltag?

Bedingt, das sagen selbst die Hersteller. Christoph Bartusch, Store Manager des einzigen deutschen Bugaboo Flagship Stores in Berlin und Account Manager des Unternehmens für Ostdeutschland sagt: „Dafür sind unsere Laufkinderwagen nicht konzipiert.“ Wegen der starren Räder und des breiten Radstands sind Kurven schwerer zu nehmen als mit einem normalen Kinderwagen mit Schwenkrädern.

Eine Sicherungsschlaufe und Handbremse machen den Bugaboo Runner sicher

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Ab welchem Alter dürfen Kinder im Laufkinderwagen mitgenommen werden?

Frühestens ab einem Alter von neun Monaten, sagt Christoph Bartusch, wenn die Rückenmuskulatur des Kindes so stark ausgeprägt ist, dass es den Rücken gerade halten kann. „Es sollte auf dem Hochstuhl nicht mehr zusammensacken,“, so Bartusch. Der Bugaboo Runner ist TÜV-zertifiziert und bis 17 Kilo ausgelegt – also etwa, bis das Kind vier oder fünf Jahre alt ist.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Ein wichtiges Kriterium – neben Sicherheit und Stabilität – ist die Variabilität des jeweiligen Modells. Der Bugaboo Runner beispielsweise bietet neben einer höhenverstellbaren Schiebestange auch einen zurücklehnbaren Sitz mit drei unterschiedlichen Sitzpositionen fürs Kind. Außerdem kann das Kind entweder nach vorne blicken oder die Eltern anschauen. Das Modell lässt sich zudem mit wenigen Handgriffen zusammenklappen.

Der Bugaboo Runner kann einfach und kompakt zusammengeklappt werden

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Wie findet man die richtige Griffhöhe?

Der Griff sollte idealerweise ungefähr auf Höhe der Hüfte sein. Die Arme sollten leicht nach unten zeigen, keinesfalls nach oben. Einige Modelle wie der Bugaboo Runner haben eine höhenverstellbare Schiebestange, die sich mit wenigen Klicks anpassen lässt.

Was ist das Besondere an den Reifen?

Die Reifen eines Laufkinderwagens sind luftgefüllt und laufen deshalb leichter als die eines herkömmlichen Kinderwagens. „Man muss den Wagen eigentlich nur noch ganz leicht anschieben, dann rollt er quasi von selbst“, sagt Christoph Bartusch. Sie sind auch größer, beim Bugaboo Runner zum Beispiel vorne 14 und hinten 16 Zoll, was sie ruhiger laufen lässt. Der Luftdruck in den Reifen sollte stets so sein, dass man mit den Fingern noch etwas hineindrücken kann, ansonsten sind sie zu hart. „Und man sollte sie nicht an der Tankstelle aufpumpen, denn dann platzen sie“, warnt Bartusch. Es genügt eine herkömmliche Luftpumpe.

Wie bequem ist ein Ausflug mit dem Laufkinderwagen fürs Kind?

Dank der Federung bekommt das Kind von den Erschütterungen im Gelände nur wenig mit. Beim Bugaboo Runner ist neben den Achsen zusätzlich auch noch das Rückenteil des Sitzes gefedert – das Kind sitzt dort bequem wie in einer Hängematte oder in einem Tragetuch. Zudem ist die Befestigung des Sitzes nicht starr, sondern hat etwas Spiel. „Das ist bewusst so, um Stöße abzufangen“, erklärt Bartusch.

Wie sicher sind Laufkinderwagen?

Wichtig ist, dass das Kind jederzeit angeschnallt ist. Bei Bugaboo setzt man auf ein Fünf-Punkt-Gurtsystem, in dem der Nachwuchs sicher fixiert ist. Eine vernünftige Bremse ist ebenfalls Pflicht. Bei Bugaboo verläuft die Handbremse über den gesamten Griff und ist dadurch leicht erreichbar. Zusätzlich gibt es eine Sicherungsschlaufe. „Wir empfehlen diese jederzeit zu benutzen“, sagt Bartusch.

Mit einem Fünf-Punkt-Gurtsystem werden die Kinder sicher fixiert

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Kann ein Laufkinderwagen umkippen?

Eher unwahrscheinlich. Durch die langgezogene Form des Wagens liegt sein Schwerpunkt extrem tief, das sorgt für mehr Stabilität. Bei Bugaboo sind zudem die Hinterräder leicht schräg angebracht – auch das soll ein Kippen verhindern.

Sollte man einen Laufkinderwagen vor dem Kauf im Gelände testen?

„Wir empfehlen das unseren Kunden sogar“, sagt Christoph Bartusch. Interessenten könnten sich den Bugaboo Runner für einen Tag lang ausleihen und im Gelände ausgiebig testen – dabei darf er auch dreckig werden. „Einen normalen Kinderwagen hat wohl jeder schon mal geschoben, aber mit einem Laufkinderwagen haben nur wenige schon Erfahrung gemacht“, so Bartusch. Deshalb sollte man das Modell vorher intensiv ausprobieren.

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