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Solo-Lauf über 100 Kilometer
Die krasse Art, in Corona-Zeiten zu sich selbst zu finden

| Gesponserter Beitrag | Text: Christian Ermert

Der 38-Jahre alte PR-Manager Björn Sturm will am 11. April 100 Kilometer laufen. Ganz allein auf einer 2,4-Kilometer-Runde. Es ist nicht sein erster Solo-Lauf über diese Distanz.

In diesen Corona-Zeiten lassen sich die Menschen ja viel einfallen, damit ihre Gedanken nicht ständig um Themen wie Krankheit, finanzielle Sorgen, unsichere Zukunft und Alltagsstress kreisen. Aber was sich dieser Marathonläufer aus der Nähe von Schweinfurt ausgedacht hat, um den Kopf freizukriegen, ist einfach krass. Am 11. April will Björn Sturm 100 Kilometer am Stück laufen. Ganz allein. Ohne Begleitung. Ohne jeden Wettkampfgedanken. Auf einer 2,4-Kilometer-Runde um den Schweinfurter Baggersee. „Ich bin ein Kopfmensch, der sich viele Gedanken um alles macht. Diese langen Läufe sind für mich perfekt, um abzuschalten und auch mal meine Gefühle zu spüren“, sagt er. laufen.de wird am 11. April über den Lauf berichten.

Dabei spricht er aus Erfahrung. Denn der 100-Kilometer-Lauf am 11. April wird nicht seine erste ultralange Solo-Erfahrung. Im Corona-Jahr 2020 hat er bereits zwei Hunderter allein absolviert. Beide Läufe waren auch Reisen in die eigene Vergangenheit. Beim ersten hat er Schweinfurt erkundet. Die Stadt, in der er vor fast 20 Jahren Abitur gemacht hat, und in deren Nähe er mit seiner Frau ein Haus baut, in dem die Familie mit den drei Kindern bald wohnen soll.

Eine festgelegte Route hatte er dabei nicht. „Ich bin einfach morgens aufgestanden, habe gefrühstückt, ein paar Gels und ein bisschen Geld eingepackt und bin losgelaufen.“ Erst ging es auf seine Halbmarathontrainingsstrecke und dann immer weiter, kreuz und quer, bis am Ende 100 Kilometer auf der Uhr waren. Verpflegung und Getränke wurden an Tankstellen eingekauft. Dann lief er vorbei am Haus seines besten Kumpels bis zum Gymnasium, wo er einen Toilettenstopp auf dem Schulklo einlegte, das er noch aus Schülerzeiten kannte. Klar, dass in den circa zehn Stunden, die er allein unterwegs war, viele Erinnerungen und Gefühle wieder aufkamen, die lange vergessen waren.

An der alten Wohnung kommt die Trauer um den geliebten Stiefvater wieder hoch

Bei seinem zweiten Solo-Hunderter wurde es dann noch viel emotionaler. Sein Weg führte ihn zu dem Haus in der Nähe von Bamberg, in dem er mit seiner Mutter und seinem Stiefvater gewohnt hatte, der 2004 viel zu früh gestorben ist. Mit Anfang 40 an einem Herzinfarkt. „Wir sind nach Bamberg gezogen, als ich 15 war, und er war mein Herzenspapa.“ Als er gut 20 Jahre später mit über 50 harten Kilometern in den Beinen zu der Wohnung hochschaut, in der die Familie damals gewohnt hat, schießen ihm die Tränen in die Augen. Er muss auch an seinen besten Freund aus diesen Tagen denken, der schon mit Ende 20 gestorben ist. „Aber trotz der Trauer tut es gut, an die schönen gemeinsamen Zeiten zu denken“, sagt Björn Sturm.

Denn diese intensiven Gefühle zu erleben, macht für ihn den Reiz der ganz langen Läufe aus. In der körperlichen Extrembelastung liegen gegensätzliche Empfindungen ganz nah beisammen. „In einem Moment könntest du heulen, und kurz danach ist die Euphorie wieder da, weil du die Krise überwunden hast und weitergelaufen bist.“
Dieses intensive Erleben des Körpers und der eigenen Gefühlswelt sorgt dafür, dass es Björn bei seinen Ultraläufen nichts ausmacht, allein unterwegs zu sein. Für seinen nächsten Lauf am 11. April hat er die Herausforderung, der er sich stellen will, sogar noch mal vergrößert: Statt auf einer abwechslungsreichen Strecke durch seine fränkische Heimat, will er die kompletten 100 Kilometer auf einer nur 2,4 Kilometer langen Runde um einen Baggersee bei Schweinfurt absolvieren.

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Björn Sturm hat den idealen Schuh für seinen Hunderter gefunden

Das hat allerdings auch damit zu tun, dass er bei seinem dritten Hunderter nicht ganz so auf sich allein gestellt sein wird wie bei den beiden ersten. Durch seinen Blog ideale-gerade.de und den dazugehörigen Instagram-Account ist der Läufer mit dem jungen deutschen Laufschuhhersteller True Motion in Kontakt gekommen. Und hat festgestellt, dass deren Model Aion für ihn ein perfekter Begleiter auf den ganz langen Strecken ist.

Für das Unternehmen ist sein Lauf auch ein Härtetest für den Aion. Deshalb wird True Motion dabei sein, wenn Björn Sturm die hundert Kilometer läuft. Und die Organisation des Laufes wird eben viel leichter, wenn der Läufer auf einem Rundkurs alle knapp 15 Minuten an derselben Stelle vorbeikommt. Das gibt seinen Unterstützern die Möglichkeit, immer auf dem neuen Stand zu sein, wie es Läufer und Material geht.

Der Aion verfügt über das einzigartige, von True Motion entwickelte U-Tech-Element unter der Ferse. Diese U-förmige Struktur in der Sohle des Aion bewirkt, dass die Ferse bei jedem Schritt ein wenig einsinkt. Dadurch werden die auftretende Aufprallkräfte bei jedem Bodenkontakt sehr schnell zentriert und als Folge wirken weniger Drehkräfte aufs Kniegelenk. Das soll Verletzungen vorbeugen.

Mehr Informationen über die U-Technologie von True Motion findest du hier.

Dass diese Technik für ihn funktioniert, hat Björn schon in der Vorbereitung auf seinen Hunderter bemerkt. In anderen Schuhen hatte er auf ganz langen Strecken öfter Probleme mit dem Bewegungsapparat. Besonders bei seinem zweiten Hunderter im November 2020 traten nach 70 Kilometern Schmerzen in den Oberschenkeln auf. „Bis zu einem gewissen Grad gehören Schmerzen bei ultralangen Läufen dazu“, sagt er, „aber was ich da erlebt habe, ging darüber hinaus. Nach 65 Kilometern hat der Oberschenkel so dicht gemacht, dass ich den Lauf auch hätte beenden können.“ Das kam nicht in Frage. Björn ist weitergelaufen, hat sich aber Zeit gelassen und Gehpausen eingelegt.

Die Schmerzen hatten auch damit zu tun, dass bei diesem Lauf auf den ersten gut 40 Kilometern ein Kumpel von Björn dabei war, der seinen ersten Marathon laufen wollte. „Das hat dazu geführt, dass wir am Anfang zu schnell waren“, sagt der 38-Jährige. Und dafür bezahlt man auf so langen Strecken eben hinten raus. Aber er ist auch überzeugt, dass die Probleme nicht so stark geworden wären, wenn er damals schon mit dem True Motion-Schuh gelaufen wäre. Dafür sprechen seine Erfahrungen, die er bei langen Trainingsläufen mit dem Schuh gemacht hat. „Ich regeneriere schneller, wenn ich in diesem Schuh gelaufen bin. Nach einem Marathon kann ich schon am nächsten Tag wieder zügige zehn Kilometer laufen“, beschreibt er seine Erfahrungen.

Professor Gert-Peter Brüggemann liefert die biomechanische Begründung zu den Erfahrungen des Läufers

Diese Erfahrungen bestätigt auch Biomechaniker Professor Gert-Peter Brüggemann, der seit Jahrzehnten zu den führenden Wissenschaftlern in der Laufschuhforschung zählt und zu den Gründern von True Motion gehört. „Der Aion ist gleich aus drei Gründen so gut für ultralange Laufstrecken geeignet. Da ist zunächst mal der speziell entwickelte TPU-Schaum, der in den U-Elementen der Mittelsohle verwendet wird. Er zählt zu den technisch besten und gleichzeitig langlebigsten Materialien, die ich bei Laufschuhen überhaupt je gesehen habe“, sagt der Wissenschaftler. Tests hätten gezeigt, dass es bei der Zwischensohle des Schuhs auch nach 1000 Kilometern nur zu ein bis zwei Prozent Materialermüdung kommt. „Das ist einzigartig“, sagt Brüggemann. 100 Kilometer am Stück sind für diesen Schuh natürlich gar kein Problem.

Hinzu kommt, dass die Aion-Sohlenkonstruktion mit den U-Tech-Elementen Muskelermüdung vorbeugt. Die Belastung der Wadenmuskulatur wird etwas verringert und sie kann langsamer arbeiten. Der Schuh reduziert darüber hinaus die im Knie- und Hüftgelenk, aber auch im Sprunggelenk, auftretenden unphysiologischen Dreh- und Kippkräfte. Das gewährleistet die Zentrierung der Kräfte durch die U-Technologie unter der Mitte des Fußes – ohne jede Stütze. Bei anderen Schuhen muss die Muskulatur das Stabilisieren leisten, der Aion nimmt den Muskeln diese Arbeit zum großen Teil ab, sodass der Energieaufwand für die Muskeln beim Laufen mit dem Aion bei jedem Schritt verringert wird. „Gerade auf sehr langen Strecken summiert sich das zu deutlich weniger muskulärer Ermüdung", so der Wissenschaftler.

Der dritte Faktor sei die hohe Rückstellkraft und gleichzeitige Weichheit des Mittelsohlenschaums beim Aion. „Der Schuh fühlt sich sehr komfortabel an, und trotzdem speichert das Material bei jedem Schritt einen großen Teil der Aufprallenergie und gibt sie dann an den Läufer zurück." Brüggemann vergleicht den Effekt mit einem Trampolin, das den Springer ja auch zunächst bremst und dabei die Aufprallenergie speichert, bevor es sie dann zurückgibt, sodass der Springer viel höher fliegt als ohne Trampolin. „Bei einem Laufschuh bedeutet das: Man läuft leichter, mit weniger Aufwand und ermüdet nicht so schnell."

Mehr Informationen zu Professor Gerd-Peter Brüggemann, dem von ihm mitgegründeten Unternehmen True Motion und dessen Laufschuhe findest du hier.

Früher ging's für Björn Sturm um „Bier, Bier, Bier“. Jetzt läuft er den Marathon in 2:47 Stunden

Auch Björn Sturm weiß, wovon er spricht, wenn's um das Thema Laufschuhe geht. Für seinen Blog ideale-gerade.de testet er regelmäßig Laufschuhe der verschiedensten Hersteller. Sportlich war er schon immer, als Jugendlicher spielte er in der Bayernliga Fußball, träumte zeitweise sogar von einer Profi-Karriere. Doch als seine Schulleistungen zu sehr unter seinem großen Einsatz für den Sport litten, entschied er sich gegen den Fußball auf ganz hohem Niveau. Danach stand sein BWL-Studium und später der Job im Vordergrund. Und er ließ kaum eine Party aus. „Bier, Bier, Bier“, erinnert er sich an diese Zeiten.

Dann nahm ihn zum ersten Mal ein Kumpel zum Laufen mit. In Hallen-Fußballschuhen lief er ein paar Kilometer und merkte, dass er das gar nicht so schlecht konnte. 2012 lief er dann zum ersten Mal zehn Kilometer im Wettkampf – und war gleich schneller als 40 Minuten. Da hat er noch geraucht. Im Mai 2014 finishte er seinen ersten Marathon in 3:38 Stunden – immer noch als Raucher.

Ein knappes Jahr später änderte er dann sein Leben, hörte mit dem Rauchen auf und die Partys wurden viel seltener. „Ich habe gemerkt, dass mir das alles nicht mehr guttat und mich nicht mehr weiterbrachte“, erinnert er sich. Ganz im Gegensatz zum Laufen, das fortan zu einem ganz wichtigen Teil seines Lebens wurde. Und er wurde immer schneller, wie seine Bestzeiten zeigen, die er allesamt kurz vor der Pandemie 2019 und 2020 aufstellte: 35:38 Minuten über zehn Kilometer, 1:18:25 Stunden im Halbmarathon und 2:47:32 Stunden im Marathon zeigen, wie stark er auch über die kürzeren Strecken ist. Und das wird ihm dabei helfen, am 11. April für die 50-fache Umrundung des Schweinfurter Baggersees deutlich weniger als zehn Stunden zu benötigen.