So halten sich Vegetarier & Co. fit

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Ob vegetarisch oder vegan, viel Rohkost oder Slow Food - die Liste der verschiedenen Ernährungsformen ist lang. Hier erfährst du, worauf du besonders achten musst, wenn du ein alternatives Ernährungskonzept verfolgst.

Der Vegetarier

Grundsätzlich lehnen Vegetarier Lebensmittel von toten Tieren ab. Dabei gibt es jedoch kleine aber feine Unterschiede: Der Ovo-Lacto-Vegetarier verzichtet auf Fleisch, Geflügel und Fisch, nicht aber auf Eier oder Milchprodukte. Der Ovo-Vegetarier schließt alle tierischen Produkte aus, verzichtet aber nicht auf das Frühstücksei. Der Lakto-Vegetarier hingegen isst keine Eier,  konsumiert dafür aber Milchprodukte. Im Allgemeinen legen die Anhänger des Vegetarismus Wert auf Vollwertkost und einen abwechslungsreichen Speiseplan.

Darauf solltest Du achten: Ausreichend Eisen und Zink aufnehmen

Besonders Vegetarier sollten täglich eine Handvoll Nüsse essen, um im Mineralien- und Spurenelementhaushalt im Lot zu bleiben. Darüber hinaus sollte das Vollkornbrot immer einen Sauerteiganteil haben, damit die Spurenelementaufnahme verbessert ist. Tausche normales Flockenmüsli gegen einen Frischkornbrei aus, die Eisen- und Zinkversorgung wird dadurch deutlich verbessert. Vegetarier, die keinen Fisch essen, sollten regelmäßig Omega- 3 fettsäurereiches Speiseleinöl über den Salat aufnehmen.

Der Veganer

Vegane Ernährung bedeutet, sich ganz ohne tierische Lebensmittel zu ernähren. Veganer lehnen daher neben Fleisch und Fisch ebenso Milch, Eier und Honig strikt ab.

Die exakte Definition von Veganismus erfährst du hier.

Darauf solltest Du achten: Hafer-, Soja- oder Reismilch trinken

Eiweißreiche Hülsenfrüchte sollten bei jeder Mahlzeit dabei sein – also auch morgens. Zu den Hülsenfrüchten zählen  Linsen, Erbsen, Bohnen und Sojaprodukte wie z.B. Tofu. Eine optimale Möglichkeit wäre ein morgendlicher Stoffwechselaktivierungsdrink auf Hafer-, Soja- oder Reismilchbasis mit Obst, Gewürzen, Tofu und einem Teelöffel Speiseleinöl.

Trennkost

Ein Brot mit Käse? Kartoffeln mit Quark? Mit dem Prinzip der Trennkost gilt dies als unvereinbar. Eiweißhaltige Nahrungsmittel wie Milchprodukte und Fleisch sollten demnach nicht zusammen mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Getreide verzehrt werden. Täglich sollte zwei Drittel der Nahrung mit Basen bildenden und zu einem Drittel mit Säure bildenden Lebensmitteln zu decken. Obst und Gemüse werden dabei zu den basischen, stärke- und zuckerhaltige Produkte wie Kartoffeln sowie eiweißreiche Nahrungsmittel wie Wurst, Fleisch und Fisch zu den Säure bildenden Produkten gezählt.

Darauf solltest Du achten: Besser ist die Kombination aus Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten

Die Trennkost hat keine wissenschaftliche Basis. Wir können gleichzeitig Kohlenhydrate und Eiweiß verwerten. Ich empfehle Trennkost deshalb nicht. Bei jeder Mahlzeit sollte immer ein Eiweißanteil kombiniert sein mit Fett und Kohlenhydraten. Komplette Mahlzeiten sättigen besser. Abends verschieben wir die Relationen weg von den Kohlenhydraten und hin zu mehr Eiweiß und hin zu mehr aktivierenden Fettsäuren. In meinen Büchern „Die Lauf-Diät“ sowie „Die Lauf-Diät, das Kochbuch“ sind über 120 leckere und zackige Rezepte mit der richtigen Nährstoffrelation aufgeführt, die allesamt den Stoffwechsel aktivieren und durch den hohen Kräuter- und Gewürzanteil stark basisch sind.

Slow Food

Slow Food steht für gesunde Ernährung und bewusstes Genießen regionaler Lebensmittel. Die Anhänger dieser Ernährungsweise vertrauen darauf, dass eine gesunde Ernährung nicht nur gut für Seele und Wohlbefinden ist, sondern sich zudem positiv auf die Verdauung und den Darm auswirkt. Hunger und Sättigungsgefühl werden bewusster wahrgenommen. Es werden ausschließlich Lebensmittel konsumiert, die auf natürliche und ursprüngliche Art und Weise hergestellt werden. Dadurch werden regionale Hersteller und deren Produktionsweisen unterstützt, Massentierhaltung und Gentechnik dagegen vermieden.

Darauf solltest Du achten: Auf das Essen konzentrieren

Slow-Food ist äußerst empfehlenswert. Essen sollte viel mehr genossen werden, deshalb sollten während der Mahlzeiten Fernseher und Radio ausgeschaltet sein, damit Du Dich auf das Essen und auf die Tischgespräche konzentrieren kannst. Slow-Food allein sagt jedoch nichts darüber aus, wie ausgewogen eine Mahlzeit zusammengesetzt ist. Wer erfahren will, wie er seine Mahlzeiten deutlich wertvoller gestalten kann, sollte sich im Internet kostenlos informieren. Hier hilft der Rezeptsanierer.

Rohkost

Nach Meinung vieler Rohköstler entsprechen durch Erhitzen zubereitete Speisen nicht der natürlichen Ernährungsweise des Menschen. Das Prinzip der Rohköstler besteht daher darin, ausschließlich ungekochte Lebensmittel zu essen. Doch selbst Rohkost-Puristen ernähren sich nicht ausschließlich von Ungekochtem: Je nach Ernährungs-Programm können 100 Prozent oder auch nur 50 bis 70 Prozent der Nahrung aus rohen Lebensmitteln bestehen. Rohköstler sind auch nicht unbedingt Vegetarier.

Darauf solltest Du achten: Gemüse mit Fettanteil verzehren

Das gilt es besonders zu beachten: Nicht alle Menschen vertragen Rohkost – deshalb solltest Du immer auf Deine eigene Befindlichkeit achten. Manche Nährstoffe sind im kurz angebratenen oder leicht gekochten Zustand besser für den Körper verwertbar als im rohen: so kann der Körper mehr Lycopin aus dem Tomatenmark als aus einer frischen Tomate aufnehmen. Gemüse sollte immer mit einem Fettanteil verzehrt werden. Eine rohe Karotte sollte also mit einem Stück Käse oder mit einem ölhaltigen Salatdressing kombiniert werden.

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