Auf dem Laufband durch die kalte Jahreszeit

| Alena Staffhorst I Foto: Technogym

Die Tage werden kürzer, das Wetter rauer – nicht jeder hat Lust, im Dunkeln bei Regen und Wind sein Training durchzuziehen. Das muss auch nicht sein, denn es gibt eine Indoor-Alternative: das Laufband. Unser Experte Carsten Eich verrät euch, was es dabei zu beachten gibt und warum er selbst gerne mal auf dem Laufband trainiert. Auch stellen wir euch das neue Luxus-Laufband MyRun von Technogym vor, das drei von euch sogar selbst mal vier Wochen lang zuhause testen dürfen - einfach bei unserem Gewinnspiel mitmachen!

„Ich selbst bin in den fast 20 Jahren meiner Profikarriere geschätzte 150.000 Kilometer gelaufen und sicher waren da auch jede Menge auf dem Laufband dabei. Es gibt einige Gründe, die für die eine oder andere Trainingseinheit auf dem Laufband sprechen.“

Wie fühlt es sich an, auf einem Laufband zu laufen?
Am Anfang fühlt man sich etwas unsicher, schaut ständig auf den Boden. Dabei hat man immer das Gefühl, dass man auf dem Laufband zu weit nach hinten kommt und runterfallen könnte. Also läuft man möglichst weit vorn und berührt dadurch die fordere Begrenzung. Doch relativ schnell stellt sich eine gewisse Sicherheit ein. Der Laufstil sollte sich nicht deutlich vom Laufen im Wald oder auf der Straße unterscheiden.

Was muss man beachten?
Ganz allgemein gesagt, ist das Laufen auf einem Laufband etwas einfacher als das „normale“ Laufen, weil man im Prinzip nur die Beine heben muss. Sobald der Fuß vorn aufsetzt, wird er durch den beweglichen Untergrund nach hinten gefahren, wo er wieder vom Band gehoben wird. Dadurch hat man eine gewisse Kraft- und Energieersparnis, welche durch eine leichte Steigung zwischen 0,5 und 1,5% ausgeglichen werden kann. Grundsätzlich sollte man sich beim Training auf einem Laufband nicht vollkommen ausbelasten, damit die Sicherheit immer noch im Mittelpunkt steht.

Was sind Vorteile im Vergleich zum Laufen draußen?
Ein eindeutiger Vorteil ist, dass man beim Training auf dem Laufband vollkommen wetterunabhängig wird. Aber auch die Möglichkeit des Einbauens von Steigungen ins Training ist ein Vorteil. Gerade beim Laufen im profilierten Gelände oder mit Intervallprogrammen am Berg trainiert man die laufspezifische Kraft am effektivsten. Das kann man mit dem Laufband simulieren und so den inneren Schweinehund besser überwinden.

Laufband-Thinkstock
Laufbänder sind eine gute Alternative für die kalten Monate. ©Thinkstock
Ist es sinnvoll, ausschließlich auf dem Laufband zu trainieren?Rein theoretisch geht das. Doch wo bleiben da die positiven Eindrücke des Laufens in der Natur? Ich laufe doch auch, um jede Menge Sauerstoff aufzunehmen und den Kopf mal wieder frei zu bekommen. Das Laufband stellt eine echte Alternative für einige Trainingseinheiten dar, sollte aber nicht als einzige Laufstrecke genutzt werden. Wann immer es geht, sollte man aber seine Laufschuhe schnüren und raus gehen, denn Laufen ist und bleibt eine Outdoor-Sportart.

MyRun von Technogym

Perfekter Laufstil
Das MyRun ermittelt die ideale Schrittfrequenz in Relation zur Laufgeschwindigkeit – berücksichtigt dabei aber auch den Körperschwerpunkt des Sportlers. Dank der „Running Rate“ – einem Algorithmus, der vom Technogym Forschungszentrum entwickelt wurde - erhält der Läufer so permanent interaktives Feedback zur Schrittfrequenz, Schrittlänge und Verlagerung auf sein iPad.

MyRun
laufen.de-Redakteurin Alena Staffhorst hat das MyRun von Technogym in der Mittagspause ausgiebig getestet - und ist begeistert. ©Jörg Schüler
Individuelle LaufflächeAbhängig vom Nutzer ändert die Laufoberfläche des MyRun automatisch ihre Dämpfung und Rückfederung. Laufanfänger profitieren von einer weicheren Oberfläche, die stark abdämpft und Stöße absorbiert. Profis hingegen genießen eine festere Oberfläche, die einen maximalen Abdruck unterstützt und so ein hohes Tempo ermöglicht.
Wir sagen:Ein rundum gelungenes Laufband, das allerdings auch seinen Preis hat. Besonders die Musik-Funktion ist ein toller Ansporn, da das Gerät bei den schnelleren Parts automatisch zu Liedern mit einer höheren Taktfrequenz wechselt. So machen die kurzen Einheiten wirklich Spaß. Das Laufgefühl ist sehr angenehm und die Lauffläche groß genug, sodass man entspannt laufen kann.

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