So findest Du den perfekten Laufschuh

| Redaktion laufen.de

perfekter Laufschuh
Die Passform ist beim Schuhkauf das entscheidende Kriterium. Sicher wird der Fachverkäufer Dir mehrere Modelle zeigen, die für Dich infrage kommen. Entscheide Dich für den Laufschuh, in dem Du Dich auf Anhieb am wohlsten fühlen. Idealerweise solltest Du die Gelegenheit haben, ein paar Schritte in dem Laufschuh Deiner Wahl zurückzulegen. Selbst zu laufen, ist dabei besser als auf dem Laufband „gelaufen zu werden“. Frage nach, ob Du den Schuh ein paar Meter auf der Straße zur Probe laufen dürfen.

Ein guter Laufschuh ...

  • ... muss eine individuell gute Passform haben
  • ... darf keine Druckstellen verursachen
  • ... muss fest an der Ferse sitzen
  • ... sollte für guten Bodenkontakt sorgen
  • ... muss ausreichend Platz in der Zehenbox bieten

Wie viel Führung brauchst Du?

Es gibt Laufschuhe, die Deinen individuellen Laufstil wenig beeinflussen, und welche, die Deinen Fuß bewusst führen wollen. Der Laufschuhverkäufer beim Händler Deines Vertrauens orientiert sich bei seiner Vorauswahl in erster Linie an den Ergebnissen der Laufbandanalyse. Dort glaubt er, erkannt zu haben, dass Du beim Abdruck vom Fuß sehr stark nach innen abknickst oder eher normal abrollst.

Das kann man auf dem Laufband durchaus erkennen, aber nicht jeder, der etwas nach innen knickt (man spricht hier von leichter Überpronation), benötigt einen Schuh mit starker Führung. Viel wichtiger ist es, dass der Laufschuh einen festen Halt bietet, er darf nicht „schlappen“. Vor allem an der Ferse muss er fest sitzen.

Die Fersen-Führung wird durch eine relativ feste Fersenkappe erreicht, welche vor allem an der Seite stützen soll. Die meisten Läufer fühlen sich in Schuhen wohl, die ihnen beim Laufen einen guten Seitenhalt geben, sich aber trotzdem leicht anfühlen.

Auf welchem Untergrund läufst Du?

Entscheidend für die Wahl der richtigen Sohle ist der Untergrund, auf dem Du hauptsächlich trainierst. Vor allem Berg- und Geländeläufer benötigen eine profilierte Sohle, die zudem vor (spitzen) Steinen schützt. Das Gros der Läufer wechselt zwischen Wald- oder Feldwegen und Asphalt. Für die meiste Zeit des Jahres gilt: Mit einem klassischen Straßenlaufschuh kommst Du auch auf ebenen Wald- oder Forstwegen gut zurecht.

Eine gute Dämpfung im Fersenbereich des Laufschuhs ist zum Auffangen der Kräfte beim Aufsetzen empfehlenswert. Die Dämpfung des Schuhs wird hauptsächlich durch die Zwischensohle erreicht, deren Gestaltung zu Deinem individuellen Lauf- und Belastungsstil passen sollte. Dabei ist von entscheidender Bedeutung, ob Sie mit der Ferse, dem Mittelfuß oder dem Vorfuß zuerst aufsetzen.

Nicht zu viel Dämpfung

Wie stark und wie weich ein Schuh gedämpft sein sollte, ist ebenso umstritten wie die Frage, ob Läufer tatsächlich Schuhe benötigen, die durch unterschiedliche Materialhärten in der Mittelsohle den Fuß führen können. Angesehene Ärzte und Biomechaniker raten heute von einer zu starken und weichen Dämpfung eher ab, weil der Fuß dadurch instabil werden kann.

Lediglich den selten anzutreffenden Supinierern, bei denen der Fuß nach dem Aufsetzen hauptsächlich über die Außenkante abrollt, werden etwas stärker gedämpfte Schuhe empfohlen, weil ihnen die natürliche Dämpfung durch das Fußgewölbe fehlt.

4 Tipps für den Laufschuh-Kauf

  1. Wähle im Zweifel immer den größeren Schuh.
  2. Probiere und vergleiche mehrere Modelle.
  3. Entscheide Dich nicht nach Marke, Optik oder Preis, sondern nach Gefühl.
  4. Legen Dir ein zweites Paar Laufschuhe zu, falls Du dreimal oder öfter in der Woche läufst.

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