Auch Läufer müssen aufpassen
Süße Verführung: So entkommst du der Zuckerfalle

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Schokolade macht glücklich – sagt man. Vor allem macht sie aber dick. Auch wer regelmäßig läuft, kann sich Schokoriegel und Co nicht ohne Ende erlauben.

Schokolade macht glücklich – sagt man. Vor allem macht sie aber dick. Wer das ganze Jahr über regelmäßig läuft, mag denken, dass er sich Schokoriegel, Pralinen und Marzipan reichlich leisten kann. Ein Irrtum! Er kann es sich vielleicht etwas besser leisten als jemand, der nicht trainiert, mehr aber auch nicht.

Zucker - eine süße Verführung
© Manuel Wächter - Fotolia
Den täglichen Energiebedarf aber mit dem Verzehr von Süßigkeiten decken zu wollen, birgt eine Gefahr: Es entwickeln sich negative Essgewohnheiten, der Blutzuckerspiegel erfährt leistungsmindernde Schwankungen. Er geht steil hinauf und schnell wieder hinunter. Es besteht ein ständiges Hungergefühl. Sogar Heißhungerattacken können auftreten. Die süßen und aromatischen Verführer enthalten ferner reichlich Fett und viele Kilokalorien. 100 Gramm Vollmilchschokolade haben etwa 550 Kalorien. Übergewicht lauert. Dazu sind die Süßwaren vitamin- und mineralstoffarm. Bei allzu reichem Verzehr und wenn die Knabbereien dann auch noch gesunde Lebensmittel vom Speiseplan verdrängen, fehlen dem Körper die Zündstoffe für gute Laufleistungen.
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Aus dem Teufelskreis des Süßhungers heraus und hin zu einer gesunden Ernährung – das ist eine besondere Herausforderung. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker beträgt in Deutschland zirka 35 Kilogramm. 100 Gramm Zucker liefern 410 Kilokalorien. Damit nehmen wir rechnerisch täglich 400 Kilokalorien in Form der süßen weißen Kristalle zu uns. Und das bei einem durchschnittlichen Energiebedarf von nur 2000 Kilokalorien!  Ein Blick auf die Zuckerverstecke in Lebensmitteln erklärt diese Menge: Hinzu kommt: Zucker ist ein Geschmacksträger. Er schürt unser Verlangen nach mehr Nahrung. Ferner ist er ein bewährter Konservierungsstoff. Er verbirgt sich in vielen Lebensmitteln, die wir nicht als Süßigkeit einstufen, die wir aber tagtäglich verzehren. Zum Beispiel in Brot, Ketchup, Senf, Wurstwaren, Gemüsekonserven und Fertiggerichten.

Zucker lässt sich durch Alternativen vermeiden

Liest man die Etiketten auf den Lebensmittelumverpackungen, wird man fündig: Begriffe wie Saccharose, Fruchtzucker, Fructose, Glucose, Glucosesirup, Lactose, Milchzucker,  brauner Zucker, Dextrose, Maltodextrin, Honig, Maissirup, Rübensirup, Fruchtsirup sowie Traubenzucker, Apelsaftkonzentrat und Traubenfruchtsüße weisen auf Zucker hin. Wer mag, kann diesen Zucker durch die Auswahl günstigerer Alternativen meiden. Es gibt beispielsweise Brot, das aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz hergestellt ist. Ansonsten bleibt zum Zucker sparen noch die Möglichkeit, täglich selber zu kochen. Haushaltszucker sollte bewusst sparsam eingesetzt werden.

Beim Einkauf bieten auch die Bezeichnungen auf den Etiketten der Lebensmittel eine Orientierungshilfe. Als zuckerarme Lebensmittel dürfen laut einer EU-Verordnung solche bezeichnet werden, die weniger als fünf Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten. Zuckerfreien Lebensmitteln darf die Industrie dagegen höchstens ein halbes Gramm Zucker pro 100 Gramm zugesetzt haben. Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe dürfen in ihnen aber enthalten sein. Als Lebensmittel ohne Zuckerzusatz bezeichnet man solche, die weder Einfach- noch Zweifachzucker noch süßende Lebensmittel (wie zum Beispiel Fruchtsaftkonzentrat) enthalten.

Süßes reduzieren – die 10 besten Tipps

  • niemals Hunger mit Süßigkeiten stillen
  • Süßigkeiten stets bewusst und mit allen Sinnen genießen
  • Süßigkeiten stets im Schrank verschließen. Keine angebrochenen Packungen herumliegen lassen
  • Süßigkeitenvorräte zu Hause und am Arbeitsplatz gering halten
  • der Lust auf Süßes Raum geben: zum Beispiel zum Kaffee oder zum Nachtisch
  • Süßes möglichst in Verbindung mit einer Mahlzeit genießen
  • gehaltvolle Süßigkeiten kaufen
  • Heißhunger langsam und bewusst nachgeben. Diesen als Mahlzeit betrachten. Ein gutes Gewissen behalten
  • stets süß schmeckende Alternativen zur Schokolade bereit halten. Zum Beispiel Obst oder Trockenobst
  • auf süße Limonadengetränke verzichten. Besser sind Saftschorlen