Die Fotos vom Darmstadt-Cross: Pfeiffer stark, Benitz feiert Comeback

Bei der 31. Auflage der Cross-Wettbewerbe in Darmstadt wurden am Sonntag weitere Starter für die Cross-EM in Toulon (Frankreich; 13. Dezember) gefunden. Besonders Hendrik Pfeiffer deutete in der U23 an, dass mit ihm nicht nur auf der Straße zu rechnen ist. Timo Benitz gab nach seiner Verletzungspause ein gutes Wettkampf-Comeback. Die schönsten Bilder vom Cross-Klassiker findet ihr in unserer Bildergalerie mit mehr als 200 Fotos.

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Wie auf der Straße übernahm Hendrik Pfeiffer auch im Männer-Cross über 9.100 Meter, das ein Feld von über 130 Startern umfasste, mutig die Führung. Von der Spitze weg ging der Wattenscheider die ersten Runden an, ehe die Afrikaner um Vorjahressieger Patrick Ereng (27:18,30 min) voraus liefen und ordentlich aufs Tempo drückten. Am Ende waren es zwei U23-Athleten, die dem Kenianer aber den Hattrick vereitelten: Der Äthiopier Dejene Gonfa (27:07,80 min) überquerte als Erster vor Tola Belete Adere (BC Running Vettelschloß; 27:08,10 min) die Ziellinie.

Als Dritter der U23-Wertung und Sechster des Gesamtfeldes hinterließ Hendrik Pfeiffer (28:01,00 min) einen starken Eindruck. Der neue Deutsche U23-Rekordler im Halbmarathon zeigte ein beherztes und doch lockeres Rennen und sammelte nebenbei noch den Titel des Deutschen Hochschulmeisters ein. Seine Bilanz fiel dementsprechend überraschend positiv aus. „Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht. Ich bin absolut zufrieden.“ Als Straßenläufer kam ihm entgegen, dass die Strecke in Darmstadt sehr flach war. Auf die Cross-Europameisterschaften in Toulon blickt der 22-Jährige bei der Dichte an guten DLV-Läufern hoch motiviert: „Ich hoffe auf eine Mannschaftsmedaille“, sagte Hendrik Pfeiffer nach der Siegerehrung.

Timo Benitz meldet sich zurück

Auf den weiteren Plätzen im U23-Wettbewerb - und damit auf Rängen, die auf ein Ticket für die Cross-EM hoffen lassen - kamen Marc Steinsberger (TV Zell; 28:24,90 min), Frederik Unewisse (LG Region Karlsruhe; 29:03,70 min) und Konstantin Wedel (LAC Quelle Fürth; 29:07,80 min). Amanal Petros (TSVE Bielefeld), der in Pforzheim zuletzt erfolgreich war, musste frühzeitig aufgeben.

Mit im Rennen war auch 1.500-Meter-Spezialist Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald; 28:57,00 min). Der Deutsche Meister von 2014 absolvierte seinen ersten Wettkampf nach seiner Verletzungspause als Elfter – mit einem sehr positiven Fazit: Der Fuß hält. „Es ist ein seltenes Gefühl schmerzfrei zu laufen, das ist eine ganz andere Freude beim Laufen.“ Sein Arzt aus Berlin, der mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt in Verbindung steht, habe ihn wieder fit gemacht. Derzeit macht er vor allem schnelle Dauerläufe.

Bei den Frauen waren auf dem 6.700-Meter-Kurs drei afrikanische U23-Läuferinnen eine Klasse für sich. Es siegte Chaltu Shuna Kekabo (BC Running Vettelschloß; 23,19,70 min), erst 17 Jahre alt, vor Emebet Woldemekel (Äthiopien; 23,31,60 min) und Betty Chepkwony (Kenia; 23:38,20 min). Als beste deutsche Teilnehmerin lief Melina Tränkle (23:42,50 min) auf den vierten Platz. „Ich habe versucht, mein Tempo zu laufen und mich am Ende nach vorne zu kämpfen“, erzählte die Karlsruherin, die sich im Frühjahr wieder auf den Halbmarathon konzentrieren will.

In der U20 ging es ebenfalls um die Cross-EM. Das Rennen der männlichen Jugend über 6.700 Meter machte mit klarem Vorsprung Julien Wanders (20:45,20 min) aus der Schweiz. Er dürfte auch in Toulon weit vorne zu finden sein. Die Verfolger-Gruppe lief um die DLV-Startplätze. Patrick Karl (TV Ochsenfurt; 21:23,10 min), der schon in Pforzheim siegreich war, konnte sich im Endspurt absetzen und auf Rang zwei laufen. Der U20-Vize-Europameister über 3.000 Meter Hindernis zog sich im Eifer des Gefechts eine Schnittwunde am Bein zu und musste anschließend im Krankenhaus genäht werden.

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Die Gäste dominierten den Darmstadt-Cross: Die Top 5 im Mänerrennen kamen aus Afrika, als bester Europäer rannte der Wattenscheider Hendrik Pfeiffer auf Platz sechs. (© Ingo Kutsche)

Nur einige Meter nach ihm kam der zwei Jahre jüngere Markus Görger (LC Breisgau; 21:24,00 min) ins Ziel, der auch von Gerangel und kleinen Spikes–Schürfwunden erzählte. Der U18-WM-Teilnehmer von Cali (Kolumbien) über 3.000 Meter hat damit den zweiten Start im Nationaltrikot klar gemacht. „Aus meiner Sicht ist es perfekt gelaufen“, berichtete der Nachwuchsathlet. Mit abwartender Taktik konnte er wie geplant gegen Ende des Laufs nochmal Kräfte mobilisieren und unter die Top Drei durchstarten - und damit in Richtung Toulon: „Für mich ist es ein Riesenerfolg teilzunehmen, ich will dabei sein und Spaß haben.“

In der weiblichen U20 gewann auf der wesentlich kürzeren Strecke (4.400 m) Franziska Reng (14:50,05 min). Die Regensburgerin kann damit sicher für die Cross-EM planen. „Ich bin froh, Darmstadt ist für mich bisher noch nie so gut gelaufen. Dass es mit der Quali jetzt geklappt hat, ist super“, sagte sie nach dem Wettkampf. In Pforzheim konnte sie wegen einer Erkältung noch nicht an den Start gehen. Ihre Ziele für Toulon: „Erfahrungen sammeln und mich so gut wie möglich für die Mannschaft präsentieren.“

Auch die Zweitplatzierte Anna Gehring (SC Itzehohe; 14:51,70 min) hat in Darmstadt sicher das Ticket für die Cross-EM gelöst. Im Qualifikationsrennen in Pforzheim hatten sich in der Vorwoche Konstanze Klosterhalfen (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Alina Reh (TSV Erbach) als Erst- und Zweitplatzierte für das DLV-Team empfohlen. Während im später ausgetragenen Rennen der männlichen Jugend konstant die Sonne schien, hatten die Nachwuchsläuferinnen mit einem kurzen Schneeschauer zu kämpfen. Teils noch außer Atem ging es für die Teilnehmer direkt nach den Läufen zur Siegerehrung auf eine Bühne gegenüber dem Zieleinlauf.

Alle Ergebnisse vom 31. Darmstadt-Cross findest du hier!