Frühaufsteher oder Nachteule? Es kommt auf den eigenen Biorhythmus an

Frühaufsteher oder Nachteule
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Kommst Du morgens kaum aus den Federn? Dann gehörst Du zur Gruppe der Nachteulen. Dein Gegenpart ist der Frühaufsteher, die Lerche, die schon morgens ihren 10-Kilometer-Lauf absolviert.  Doch welche Trainingszeit eignet sich am besten für Eulen und Lerchen? Hier findest Du die besten Tipps.

Dass Du nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit gleich leistungsbereit bist und Deine persönliche Bestzeit laufen kannst, weißt Du sicher zu gut. Das liegt zum einen daran, dass Herz- und Atemfrequenz, Körpertemperatur, Blutdruck, bei Frauen die Menstruation, Wach- und Schlafphasen einem bestimmten Rhythmus unterliegen, der für uns ohne großen Aufwand zu erkennen ist. Zum anderen spielen sich auch viele andere Rhythmen im Körper ab, die uns verborgen bleiben, hierzu gehören beispielsweise viele hormonelle Veränderungen.

Beim Aufwachen und Aufstehen steigt unser Cortisolspiegel (Stresshormon) stark an und wir stoßen eine große Menge an Katecholaminen (Adrenatlin und Noradrenalin) aus. Hierdurch wird unser Körper auf die Belastung des Tages vorbereitet: Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen an, das Herz schlägt kräftiger und damit steigt auch der Sauerstoffverbrauch des Herzens.

Die beste Zeit fürs Training

Auf Grund dieser biologischen Leistungsbereitschaft lassen sich zwei günstige Zeitspannen für das Training festlegen: Ein Maximum der Leistungsbereitschaft findet sich zwischen 8 und 10 Uhr, ein Tief gegen 15 Uhr und ein zweites Hoch zwischen 17 und 19 Uhr. Wenn Du zu der Gruppe der Frühaufsteher gehörst und schon morgens vor Tatendrang strotzt, solltest Du überwiegend morgens Dein Ausdauertraining absolvieren.

Nicht wenige Menschen, insbesondere Frauen, leiden morgens unter einem sehr niedrigen Blutdruck, was es schwer macht „in die Gänge zu kommen“, diese Menschen gehören zur Gruppe der Eulen. Selbst wenn Du zu dieser „Spezies“ zählst, kann es trotzdem sinnvoll sein, das Training am Morgen zu absolvieren. Denn oft beobachtet man zwei typische Reaktionen:

Die einen werden durch die körperliche Betätigung aktiviert und fühlen sich danach den ganzen Tag über frisch und dynamisch, die anderen fühlen sich nach dem morgendlichen Sport schlaff und lethargisch. Hast Du also subjektiv das Gefühl, dass Du Dich auch nach mehreren Versuchen nicht mit einem Training in den Morgenstunden anfreunden kannst, verschiebe Deine Ausdauereinheit auf den späten Nachmittag oder Abend.

Trainingsphysiologisch scheint es sogar etwas günstiger zu sein am späten Nachmittag oder frühen Abend zu trainieren. So gibt es zum Beispiel Studien, die zeigen, dass ein Nachmittagstraining - unabhängig vom „Menschen-Typ“-am effektivsten sein soll. Du hast ausschließlich mittags Zeit und fühlst Dich dann auch leistungsbereit? Kein Problem, lauf los!