Great 10 K in Berlin hochklassig besetzt

Einmal mehr sehr gut besetzt ist das Zehn-Kilometer-Rennen in Berlin am Sonntag. Die Veranstaltung, die in den letzten Jahren meist die hochklassigsten Resultate auf deutschem Boden über zehn Kilometer produzierte, firmiert unter dem neuen Namen Great 10. Im Rennen der Männer sind auf der flachen Strecke an der Spitze internationale Topzeiten von unter 28 Minuten zu erwarten. Richard Ringer, Alina Reh und Katharina Heinig führen die deutschen Starterfelder an. Diese sind breiter als üblich, da im Rahmen der Great 10 das Finale des Nachwuchscups des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) stattfindet.

Der schnellste Läufer auf der Startliste ist der erst 19-jährige Mathew Kimeli. Der Kenianer lief Anfang September beim hochkarätigen Zehn-Kilometer-Rennen in Prag als Zweiter eine starke persönliche Bestzeit von 27:11 Minuten. Dies ist zugleich eine Jahresweltbestzeit im Juniorenbereich. Und damit war er in Prag eine Sekunde schneller als der Berliner Streckenrekord, den Leonard Komon (Kenia) 2010 aufstellte. Mit Amos Mitei (Kenia) ist ein weiterer Läufer dabei, der bereits unter 28 Minuten gelaufen ist (27:42). Zu beachten sind auch Robert Mwei (Kenia/28:05) sowie die Newcomer Faraja Damasi (Tansania) und Haile Bekele Telahun (Äthiopien).

Gespannt sein darf man, wie sich Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) gegen die starke afrikanische Konkurrenz schlagen wird. Beim ISTAF in Berlin hatte er Ende August mit einer 5000-Meter-Zeit von 13:13,46 Minuten überzeugt, nachdem er zuvor bei der WM das Finale verpasst hatte. Die 10-km-Bestzeit von Richard Ringer ist bereits fünf Jahre alt und steht bei 29:44. Er wird am Sonntag unter anderen auf den Deutschen Meister über zehn Kilometer treffen: Amanal Petros (SV Brackwede) ist bereits 28:49 gelaufen. Er ist auch der Favorit im Nachwuchscup der unter 23-Jährigen. Zudem ist der Österreicher Valentin Pfeil im Rennen.

Bei den Frauen kommt die Favoritin aus Uganda: Stella Chesang weist eine Bestzeit von 32:10 Minuten auf. In diesem Jahr erreichte sie bisher 32:13. Sehr gute Platzierungschancen hat Alina Reh (SSV Ulm), die zudem auch im Nachwuchscup der unter 23-Jährigen gewertet wird. Die 20-Jährige hat bisher eine Bestzeit von 33:09. Diese könnte sie am Sonntag deutlich unterbieten. Vor dem Mainova Frankfurt-Marathon, der am 29. Oktober stattfindet, testet Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) bei den Great 10 ihre Form. Sie geht mit einer Bestzeit von 33:04 ins Rennen.