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R5K-Tour in Dresden
Auftaktsiege für Jakob Dieterich und Luise Brzoska

| von Christian Ermert (Text) und Norbert Wilhelmi (Bilder)

Jakob Dieterich (Franconia Athletics) und Luise Brzoska (Eintracht Frankfurt) haben das Auftaktrennen der R5K-Tour 2026 beim Novaled Citylauf Dresden gewonnen.

Jakob Dieterich feierte mit 14:07 Minuten seinen zweiten Sieg in Dresden. Wie bereits 2025 gewann er das Fünf-Kilometer-Rennen überlegen. Er war 19 Sekunden schneller als vor einem Jahr und verwies Jonas Kulgemeyer (Osnabrücker TB/14:32) auf den zweiten Platz.

Jakob Dieterich: „Der schönste Straßenlauf, den ich kenne“

„Ich hatte gehofft, auf der superflachen Strecke noch ein bisschen schneller zu laufen, aber weil ich von Anfang an allein laufen musste, war es härter als erwartet. Es war ein tolles Event und von der Kulisse her der schönste Straßenlauf, den ich kenne“, schwärmte der 21-Jährige, der jetzt die Favoritenrolle für den Gesamtsieg in der R5K-Tour übernommen hat. Nach dem Auftaktrennen in Dresden wird die Serie von fünf Fünf-Kilometer-Rennen dieses Frühjahr in Paderborn (4. April) und Hannover (11. April) fortgesetzt, bevor dann die Entscheidung im Herbst in Hamburg (6. September) und in Berlin (26. September) fällt.

16 Jahre alte Luise Brzoska am schnellsten

Der Gesamtsieg beim weiblichen Nachwuchs ging in Dresden an die erst 16 Jahre alte Luise Brzoska von Eintracht Frankfurt. Mit 16:24 Minuten lief sie die drittschnellste Zeit, die in der R5K-Tour bisher von einer unter 20-Jährigen erzielt wurde. Damit ließ sie auch alle bis zu sechs Jahre älteren U23-Athletinnen hinter sich. „Auf dieser schönen Strecke hat es sehr viel Spaß gemacht“, meinte die Frankfurterin nach ihrem Sieg auf der Fünf-Kilometer-Runde, die an fast allen wichtigen Sehenswürdigkeiten Dresdens vorbeiführte. Semperoper, Zwinger, die Elbbrücken – beim Novaled Citylauf zeigte sich Dresden bei herrlichem Wetter von der schönsten Seite.

Lennox Gyulai genießt U20-Heimsieg in Dresden

Besonders genossen hat das U20-Sieger Lennox Gyulai vom Dresdner SC, der in der R5K-Tour für Laufszene Athletics startet: „Es war ein Super-Lauf. Da ich Dresdner bin, hat mich Dresden wie immer überzeugt“, meinte er, nachdem er das Rennen in 15:04 Minuten gewonnen hatte. Hinter ihm entbrannte ein Dreikampf um den zweiten Platz, den am Ende Christian Ache aus Nidderau in 15:13 Minuten für sich entschied. Dritter wurde mit der gleichen Zeit Til Stephan (LAC Erfurt) vor David Bohr (SG Egelsbach/15:15 min).

Insgesamt erlebte Dresden einen tollen Auftakt der R5K-Tour, die 2026 zum vierten Mal von German Road Races gemeinsam mit dem DLV veranstaltet wird. Beim 36. Novaled Citylauf, in den das Rennen eingebettet war, starteten insgesamt mehr als 6000 Läuferinnen und Läufer. Neuer Rekord. Den Hauptlauf über zehn Kilometer entschieden die Favoriten für sich. Domenika Mayer von der LG Telis Finanz Regensburg gewann in starken 32:33 Minuten vor Kristina Hendel (Marathon Team Berlin/34:24 min). Bei den Männern setzte sich der Äthiopier Kefyalew Kifle in 28:37 Minuten gegen Jan Lukas Becker (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal/29:21 min) und Sebastian Hendel (Marathon Team Berlin/29:49 min) durch.

Zur R5K-Tour 2026 zählen Rennen in fünf deutschen Städten: Auf Dresden folgen die Rennen beim Paderborner Osterlauf (4. April), beim ADAC Marathon Hannover (11. April), dem CURREX Alsterlauf in Hamburg (6. September) und am Ende das große Finale beim BMW BERLIN-MARATHON am 26. September in der Hauptstadt.

Um in der Gesamtwertung vorn zu landen, reicht es nicht, einmal schnell zu sein. Mindestens drei Starts sind Pflicht. Einer davon muss beim Finale in Berlin sein. Am Ende gewinnt, wer in der Addition des Ergebnisses von Berlin mit den beiden schnellsten Zeiten bei den vorhergehenden R5K-Läufen die schnellste Zeit hat (2+1-Regel). Alle Rennen sind offen für ambitionierte Läuferinnen und Läufer von 15 bis 22 Jahren. Gesamtwertung, Preisgelder und Trainingslager gibt es aber nur in der U20 und U23 der 18- bis 22-Jährigen – das sind 2026 die Jahrgänge von 2004 bis 2008.