Klosterhalfen krönt Hallen-DM mit U23-Rekord

Als Solistin in die Rekordlisten: Konstanze Klosterhalfen hat die Hallen-DM in Leipzig gekrönt. Mit 4:04,91 Minuten über 1500 Meter stellte die Leverkusenerin einen neuen deutschen U23-Rekord auf.

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Am Samstag feierte Deutschlands Lauf-Juwel seinen 20. Geburtstag. Am Sonntag beschenkte sich Konstanze Klosterhalfen selbst. Mit einem famosen Solorennen lief die Leverkusenerin über 1500 Meter nicht nur zu Gold, sondern in 4:04,91 Minuten auch einen neuen deutschen U23-Rekord. Bei Deutschen Hallenmeisterschaften war nie eine Läuferin schneller. Ohnehin war nur eine Deutsche überhaupt unterm Hallendach flotter: Brigitte Kraus (ASV Köln) bei ihrem deutschen Rekord von 4:03,64 Minuten vor 32 (!) Jahren!

Gleichzeitig war die Studentin bei ihrem Rekordlauf exakt zwei Sekunden schneller als bei ihrer Freiluftbestzeit im vergangenen Jahr. Die Zwischenzeiten auf dem Weg zur U23-Bestleistung lauteten: 400 Meter 63,85 sec, 800 Meter: 2:10,91 min, 1200 Meter: 3:17,22 min.

Rekord und Highlights im Video

Auch bei der Hallen-EM 1500 Meter

„Ich hätte niemals gedacht, dass ich in diesen Bereich laufen kann. Es war eine so tolle Stimmung in der Halle. Die hat mich getragen“, jubelte Konstanze Klosterhalfen nach dem goldenen Rekordrennen. Nun hat die Studentin die Qual der Wahl. Denn bei der Hallen-EM in zwei Wochen in Belgrad (Serbien) muss sie sich zwischen den 1500 und den 3000 Metern entscheiden. „Ich werde das mit meinem Trainer Sebastian Weiß in Ruhe besprechen“, sagte die neue deutsche U23-Hallenrekordlerin. Das tat sie: Wie am Tag nach dem Finale bekannt wurde, wird die 20-Jährige in Belgrad über 1500 Meter antreten. Mit 4:04,91 Minuten rangiert sie auf Platz zwei der europäischen Bestenliste hinter der Niederländerin Sifan Hassan (4:03,05 min). Das endgültige deutsche Aufgebot für die Hallen-EM wird am Mittwoch (22.2.) bekannt gegeben.

Das Tempo Konstanze Klosterhalfesn an der Spitze des Leipziger Rekord-Rennens nahm die Konkurrenz nicht an. Mit Respektsabstand folgte das restliche Finalfeld. Dort kontrollierte Klosterhalfens Vereinskameradin  Lena Klaassen das Rennen und holte sich mit einem beherzten Auftritt in 4:26,07 Minuten Bronze. Lediglich die spurtstarke Wattenscheiderin Denise Krebs (4:25,34 min) konnte sie auf der Zielgeraden nicht halten. Das Rennen über 1500 Meter der Männer entschied Marius Probst zu seinen Gunsten. Der Wattenscheider blieb mit 3:41,40 Minuten dank eines starken Spurts exakt eine Zehntel unter der Hallen-EM-Norm.

3000 m: Reh und Ringer siegen

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Gesa Felicitas Krause (Silvesterlauf Trier) stand eigentlich gar nicht auf der Startliste. Doch die "Läuferin des Jahres" entschied sich am Samstag spontan zum Hallen-DM-Start. Dem 3000-Meter-Rennen drückte allerdings eine andere ihren Stempel auf: Alina Reh. Die Ulmerin setzte sich von Beginn an die Spitze, schüttelte eine nach der anderen Gegnerin ab und stürmte in 8:53,56 Minuten zu Gold. Ihre Bestzeit steigerte die U20-Europameisterin damit um sieben Sekunden. Ihre Kilometer-Abschnitte lauteten 2:58,80 - 2:59,07 - 2:56,69 Minuten. Alina Reh lief also sehr gleichmäßig und konnte auf den letzten Runden sogar noch einmal beschleunigen!

„Die Atmosphäre in der Halle hat mich so pepusht. Da habe ich einfach das Heft in die Hand genommen“, sagte die 19-Jährige. Zu Silber spurtete Gesa Krause in 8:56,13 Minuten, Hanna Klein (SG Schorndorf) lief in 8:57,86 Minuten (Bestzeit) zu Bronze. Das Trio blieb damit deutlich unter der Hallen-EM-Norm von 9:04,00 Minuten.

Bei den Männern setzte sich am Samstag der Favorit durch. Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) zog einen langen Spurt an und gewann in 7:59,68 Minuten den Titel. Den Spurt um Silber gewann Titelverteidiger Florian Orth (LG Telis Finanz Regenburg; 8:01,10 min) vor 1500-Meter-Sepzialist Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald; 8:01,31 min).

Richard Ringer im Larasch-Video-Interview nach seinem Sieg

800 m: Lokalmatador und Favoritin vorn

Es war das engste Lauf-Finale der Hallen-DM. Doch am Ende hatte mit Robert Farken (SC DHfK Leipzig) der Lokalmatador über 800 Meter die Nase vorn. Früh hatte der 19-Jährige das Kommando übernommen und gab die Führung bis zum Ziel nicht mehr her. In 1:49,78 Minuten rettete der Schüler drei Hundertstelsekunden Vorsprung auf Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) ins Ziel. Bronze ging an Titelverteidiger Jan Riedel (Dresdner SC; 1:50,06 min).

Deutlich klarer war die Angelegenheit bei den Frauen. Dem schnellen Tempo der Titelverteidigerin Cristina Hering wollte niemand folgen. Sie lief in 2:06,52 Minuten vor ihrer Vereinskameradin Mareen Kalis (LG Stadtwerke München; 2:07,41 min) zu Gold. Über Rang drei jubelte die Leverkusenerin Rebekka Ackers (TSV Bayer 04 Leverkusen, 2:08,93 min).

Alle Infos zur Hallen-DM auf www.leichtathletik.de