Läufer und Hund: Unangenehme Begegnungen vermeiden

Unangenehme Begegnungen mit Hunden - fast jeder Läufer kennt sie: Nichts ahnend läufst Du Deine morgendliche Runde und stehst auf einmal einem bellenden Vierbeiner gegen­über, von dem Du nicht weißt, ob er beißt oder nicht. Hundepsychologe Martin Rütter, bekannt aus Fernsehsendungen wie „Der Hundeprofi“ (VOX) oder „Eine Couch für alle Felle“ (WDR), erklärt, warum Jogger und Hunde manchmal  Probleme miteinander haben und wie du dich in solch einer Situation richtig verhältst.

Begegnung von Läufer und Hund

„Die natürlichen Kommunikationssignale von Hunden und Menschen unterscheiden sich völlig voneinander", erklärt der Experte. Daher gibt es einige Regeln, die das Zusammentreffen von Hund und Jogger für beide entspannen. Während der Mensch hauptsächlich über akustische Signale kommuniziert, ist für den Hund vor allem Körpersprache Kommunikationsmittel. Und das ist für uns Zweibeiner teilweise etwas gewöhnungsbedürftig.

Nie in die Augen schauen

„Die erste Regel, an die sich ein Jogger bei der Begegnung mit fremden Hunden halten sollte, ist den Hund nicht zu beachten. Schauen Sie den Hund nicht an, so wirken Sie weder bedrohlich für ihn (er könnte Ihr Anschauen als bedrohliches Fixieren auffassen), noch animieren Sie ihn, sich Ihnen zu nähern.“ Denn auch ein freundliches Anschauen kann von einem Hund als Aufforderung zu näherem Kontakt ausgelegt werden. Martin Rütter rät: „Laufen Sie einen leichten Bogen, so signalisieren Sie dem Hund, dass Sie nicht auf eine Konfrontation mit ihm aus sind und auch keinen weiteren Kontakt wünschen.“ Tatsächlich kann man dieses Verhalten auch an Hunden untereinander beachten. Immer ruhig bleiben

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Was aber, wenn der Hund nun doch auf den Jogger zugelaufen kommt? Rütter: „Bleiben Sie in jedem Fall ruhig!“ Im besten Fall: Tempo verringern und stehenbleiben. „Reißen Sie nicht Ihre Arme hoch, denn das könnte den Hund erst recht dazu motivieren, Sie anzuspringen.“ Hektische Bewegungen, hysterisches Schreien oder aggressives Verhalten wirken kontraproduktiv. Rütter gibt folgenden Rat: „Drehen Sie sich vom Hund weg und unterbrechen Sie somit den Blickkontakt, so signalisieren Sie dem Hund, dass Sie weder Kontakt noch Konfrontation wünschen.

„Hunde nutzen die Körpersprache, um ihre Stimmung zu signalisieren. Ob ein Hund gerade freundlich gelaunt auf den Menschen zustürmt oder aber gerade einen Angriff starten möchte, kann bereits an der Körperhaltung erkannt werden. „So wird ein Hund, der auf Konfrontation aus ist, eher langsam mit niedrig gehaltenem Kopf und fixierenden Blick auf Sie zukommen. Ein freundlicher Hund dagegen kommt eher aufgerichtet und mit wedelnder Rute, bei der sich auch der ganze Körper des Hundes mitbewegt.“