Laufuhr im Langzeit-Test: Die M200 von Polar

Mit der M200 hat Polar einen günstigen Trainingscomputer mit GPS und Pulsmessung ohne lästigen Brustgurt auf den Markt gebracht. Wir haben das Teil monatelang getestet. Hier liest du, wie uns die nur 150 Euro teure Laufuhr mit integriertem Activity-Tracker gefällt. 

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Alle wichtigen Funktionen, supereinfache Bedienung, günstiger Preis

Die M200 von Polar ist ein ganz besonderer Trainingscomputer. Nicht dass sie jetzt besonders innovative Funktionen oder ein aufregendes Design zu bieten hätte – nein, das nicht. Sie überzeugt aber mit einem extrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das sie zu einer perfekten Lauf-Uhr für Laufeinsteiger macht.

Aber nicht nur die schwärmen von dem nur 150 Euro teuren Gerät, das die Herzfrequenz superzuverlässig am Handgelenk misst und so ohne Brustgurt auskommt. Auch für erfahrene und ambitionierte Sportler, die beim Laufen nur die Basic-Daten brauchen, ist die M200 erste Wahl. Und außerdem macht sie auch als Alltagsuhr eine gute Figur – sie ist nicht zu groß und überzeugt mit einem zurückhaltenden, schlichten aber sportlich-eleganten Äußeren.

Das fängt schon bei der supereinfachen Bedienung an. Mit zwei Knöpfchen hat man das Gerät im Griff. Der rechte dient dazu, ein Training in den verschiedenen Sportarten zu starten. Einmal lang draufdrücken und Laufen wählen. Schon beginnt das Gerät Puls und Satelliten für die GPS-Funktion zu suchen. Der Puls ist schnell gefunden und wird immer korrekt angezeigt. Beim GPS-Signal geht’s nicht ganz so fix, aber es dauert auch nicht viel länger, bis Laufbereitschaft hergestellt ist. Noch mal lang draufdrücken, und die Aufzeichnung wird gestartet. Gestoppt und unterbrochen wird sie mit der linken Taste. Die Uhr lässt sich natürlich auch so einstellen, dass bei jedem Stopp – beispielsweise an einer roten Ampel – die Aufzeichnung automatisch unterbrochen wird.

Günstiger Trainingscomputer vor allem für Einsteiger

Die M200 von Polar

Günstiger Trainingscomputer vor allem für Einsteiger

Die M200 von Polar ist eine speziell für Einsteiger kreierte Laufuhr mit GPS-Funktion und Acitivity Tracking, die deinen Puls zuverlässig am Handgelenk misst. Auf einen Brustgurt kannst du so getrost verzichten.

149,95 €

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Während des Laufens zeigt die M200 immer zwei Parameter in einer Ansicht an. Beispielsweise Pace pro Kilometer und aktuelle Herzfrequenz, was für die meisten Läufer die sinnvollste Kombination sein dürfte. Drückt man während des Laufens den rechten Knopf erneut, wechselt die Ansicht zu zwei weiteren Lauf-Parametern – beispielsweise gelaufene Strecke und Zeit. Eine Spielerei, die wir als unnötig empfanden, ist die letzte Ansicht: Sie zeigt den Abstand zum Marathon-Weltrekord an. Aber was bringt es mir, zu wissen, dass ich gerade pro Kilometer 2:50 Minuten mehr brauche als der Marathon-Weltrekordler, der jeden seiner 42,195 Kilometer in 2:55 Minuten läuft?

Besser ist da schon das motivierende Signal, das die Uhr mir gibt, sobald ich mein geplantes Tagespensum an Bewegung geschafft habe. Denn die Polar M200 ist auch ein Activity Tracker. Trägt man sie ständig, weiß man anschließend, wie viel Zeit man im Liegen, Sitzen, Stehen, Gehen oder beim Laufen verbracht hat.

Ermittelt wird das durch einen Bewegungssensor, die Uhr misst nicht dauerhaft den Puls. Sie zeigt an, wie viel Prozent der täglichen Bewegung, die man sich vorgenommen hat, schon erreicht ist. Dazu dient ein mit Prozentzahlen von 10 bis 100 versehener Kreis rund ums Display, der immer voller wird, je mehr man sich bewegt. Sehr motivierend! Und wenn man sich – beispielsweise im Büro vor dem Computer – zu lange nicht bewegt, ermahnt die M200, mal ein paar Schritte zu gehen.

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Bewegungs- und Trainingsdaten komfortabel am Smartphone anschauen

Ansehen kann man sich alle Daten erst, nachdem man die Uhr entweder mit der Polar Flow App via Bluetooth auf dem Smartphone oder über das mitgelieferte USB-Kabel auf dem Computer und im Web unter flow.polar.com synchronisiert hat. Auf der Uhr selbst werden lediglich die während des Laufens aktuellen Daten angezeigt. Uns hat das beim Test gar nicht gestört – das Anschauen und Analysieren der Daten macht ja auf dem deutlich größeren Smartphone oder am Computer mehr Spaß.

Und dass man die M200 vor dem ersten Training mit dem Smartphone oder mit dem Computer individuell einstellen muss, weil man direkt an der Uhr keine Einstellungen vornehmen kann, ist auch kein Problem, solange man das weiß. Ein nettes Detail: Die Uhr lässt sich ganz einfach aus dem mitgelieferten hochflexiblen und perfekt sitzenden Armband lösen. Und so kann man mit einer anderen Armband-Farbe als dem Standard-Schwarz oder -Rot, in dem die Uhr geliefert wird, einen neuen Akzent setzen. Polar bietet Wechselarmbänder für 19,95 Euro in den Farben Weiß, Schwarz, Blau, Rot und Gelb an.