Mitku Seboka gewinnt 10-km-Premiere in Chemnitz

Mitku Seboka und Victoria Brandt haben die Premiere des Internationalen Chemnitzer Citylaufes gewonnen. Der Äthiopier, der für den LAC Quelle Fürth startet, war in dem 10-km-Rennen nach 30:05 Minuten im Ziel, Victoria Brandt (SCC Berlin) lief 35:18. Bei der ersten Auflage der Veranstaltung, die aus dem Chemnitz-Marathon hervorgegangen ist, beteiligten sich 480 Läufer.

Bei kühlen, aber insgesamt guten Wetterbedingungen entwickelte sich auf der dreimal zu durchlaufenden Rundstrecke ein abwechslungsreiches Männerrennen. Dabei ergriffen zunächst der Geher Carl Junghannß (Erfurter LAC), der bei den Europameisterschaften der unter 23-Jährigen im Sommer Silber im 20-km-Gehen gewonnen hatte, und der Äthiopier Abdi Uya die Initiative. Sie erliefen sich in der ersten Runde einen kleinen Vorsprung auf die Favoriten. Doch in Runde zwei forcierte Mitku Seboka das Tempo und überholte das Führungs-Duo. Danach war der 29-Jährige nicht mehr einzuholen und lief noch zu einem souveränen Sieg in 30:05. Als Zweiter folgte Tobias Schreindl (LG Passau) mit 30:39, Dritter wurde Philipp Reinhardt (LC Jena/30:41). Junghannß erreichte als Vierter das Ziel (30:48), Uya (31:12) und Philipp Baar (ART Düsseldorf/31:15) belegten die Ränge fünf und sechs.

„Ich bin leicht erkältet ins Rennen gegangen, deswegen habe ich mich in der ersten Runde etwas zurückgehalten“, sagte Mitku Seboka, für den es bereits der zweite Sieg in Serie in Chemnitz ist. Im vergangenen Jahr hatte er den Chemnitzer Viertelmarathon gewonnen, der im Rahmen des Marathons stattfand.

Eine klare Angelegenheit war das Rennen der Frauen für Victoria Brandt. Nach der verletzungsbedingten Absage der österreichischen Olympia-Starterin Jennifer Wenth lief die Berlinerin zu einem ungefährdeten Sieg in 35:18 Minuten. Mit großem Abstand folgte Ramona Richter (Asics Frontrunners/39:30) auf Platz zwei.

„Es war eine gelungene Premiere mit guter Stimmung. Natürlich hatten wir auf mehr Teilnehmer gehofft, aber wir sehen für die Zukunft Potenzial für deutlich größere Starterfelder. Wir wollen dieses Rennen weiter entwickeln und dabei auch spitzensportliche Akzente setzen“, sagte Organisationschef Alexander Pohle, der auch den Charity-Charakter des Chemnitzer Citylaufes beibehalten möchte. Im Rahmen des Chemnitz-Marathons hatten die Veranstalter seit 2008 fast 85.000 Euro für gemeinnützige Organisationen und Projekte gesammelt. Nach der 10-km-Premiere werden Spenden in Höhe von 3.300 Euro an gemeinnützige Vereine verteilt.