Motivation: Und deshalb läufst du doch

Dein innerer Schweinehund ist stark? Besonders wenn es regnet oder kalt ist? Irgendeine Ausrede fällt dir immer ein? Wir helfen dir, stärker zu sein und dich regelmäßig zum Laufen zu motivieren - denn nur so erreichst du deine Ziele. Also, Laufschuhe an und los. Warum? Unsere Experten verraten's dir!

„Weil du deinen Fortschritt im Trainingstagebuch sehen willst"

Jan Fitschen
Jan Fitschen

...zählte bis zu seinem Karriereende im Oktober 2015 zu den besten deutschen Läufern der vergangenen Jahre. 2006 war er Europameister über 10.000 Meter, 2012 „Läufer des Jahres" und schnellster deutscher Marathonläufer.

Besonders als Einsteiger sind die ersten Erfolge sehr schön zu erkennen. Zwar ist der Anfang meistens hart, doch dann geht es irgendwann wunderschön vorwärts. Und nichts motiviert so sehr wie der eigene Erfolg! Du musst übrigens nicht mehr Laufdauer und Distanz akribisch auf einem Blatt Papier notieren und archivieren. Das macht deine GPS-Uhr oder die App auf dem Smartphone ganz automatisch für dich. Uhr wie App loben dich fürs gemeisterte Training und sorgen so für eine Prise Extra-Motivation. Außerdem kannst du deine Läufe mit anderen bei Facebook & Co teilen. Denn es gibt noch so viele andere dort draußen, die sich genauso aufraffen müssen wie du. So unterstützt und motiviert man sich gegenseitig. Jedes „Like" bringt dich voran.

„Weil eine Stunde Laufen das Leben um mehr als drei Stunden verlängert"

Prof. Wilfried Kindermann
Prof. Wilfried Kindermann

...war über viele Jahre Arzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft und betreute die deutsche Olympia-Equipe. Er ist ein hochangesehener Mediziner mit jahrelangen Erfahrungen in verschiedenen Sportarten.

Regelmäßige sportliche Aktivität verlängert das Leben um durchschnittlich zwei Jahre! Das haben zahlreiche Studien belegt. Dafür muss nur jeden zweiten Tag zwischen 30 und 60 Minuten trainiert werden. Und: Man gewinnt mehr an Lebenszeit, als Zeit in den Sport zu investieren. Eine Stunde moderater Sport, beispielsweise Walking, bringt knapp drei Stunden mehr an Lebenszeit - beim Laufen ist der Effekt sogar deutlich größer. Gibt es einen besseren Grund, um mit dem Laufen zu beginnen?

„Weil du ein Ziel und einen Plan hast, wie du es erreichen wirst"

Carsten Eich
Carsten Eich

...war über Jahre die deutsche Nummer eins auf der Straße. Seit 1993 hält er mit 60:34 Minuten den deutschen Halbmarathon-Rekord. Seit dem Ende seiner Karriere ist der laufen.de-Experte als Coach tätig und gibt sein Wissen an Freizeitläufer weiter.

Such dir ein Ziel, bei dem der zeitliche Aufwand zu deinem Alltag passt. Du darst bei der Anzahl der Trainingseinheiten pro Woche nicht übertreiben. Wichtig ist: Das Ziel muss realistisch sein. Ein Anfänger wird nicht in drei Monaten einen Marathon laufen. Eine Stunde am Stück zu laufen, ist in dieser Zeitspanne selbst für Einsteiger machbar. (Hier geht's zu unseren Einsteiger-Trainingsplänen) Auf dem Weg dorthin solltest du dir auf jeden Fall Zwischenziele setzen. 5, 15, 30 Minuten sind wichtige Punkte auf dem Weg zur vollen Laufstunde. Tipp für den Winter: In der kalten und dunklen Jahreszeit darfst du ruhig im warmen Fitnessstudio trainieren. Erst powerst du dich auf dem Laufband und an den Gerät aus, dann belohnst du dich mit einem Saunagang.

„Weil du Freunde hast, die auf dich warten"

Friederike Feil
Friederike Feil

...zählt zu den besten Obstacle-Läuferinnen Deutschlands. Die Ernährungsexpertin gewann unter anderem den Strongmanrun und den Tough Guy.

Es ist viel einfacher, sich in einer Gruppe zu motivieren als alleine. Ich verabrede mich immer mit Freunden zum Training. Jede Woche, gleicher Tag, gleiche Uhrzeit. Das ist Routine. Da kostet es kaum Überwindung, sich zum Training aufzuraffen und den Schweinehund zu überwinden. Du hast keine Freunde, die laufen? Kein Problem! Hier findest du alle Lauftreffs in deiner Nähe!

„Weil der Stress nachlässt, sobald du läufst"

Bernhard Koch
Bernhard Koch

...entwickelt neue Workouts, unterrichtet und ist Inhaber von Sportart. Die Firma bietet Training und Trainingsprogramme an.

Auf der Laufstrecke verschwinden negative Emotionen. So werden aus Wut, Ärger und Anspannung prima Faktoren, die jeder (in jeder Jahreszeit) als Antreibsmotivation nutzen kann. Belohnt wird man nach dem Training mit mehr Gelassenheit und einem freien Kopf. Aus der eigenen und der Erfahrung mit Trainierenden habe ich den Schluss gezogen, dass die Wirkung noch größer ist, wenn draußen trainiert wird. Die Natur hat einen wesentliche Einfluss auf unser inneres Gleichgewicht.

„Weil du deine Ziele erreichen wirst, wenn du sofort etwas dafür tust"

Frank Busemann
Frank Busemann

...war 1996 Olympia-Zweiter im Zehnkampf. Seit dem Ende seiner sportlichen Karriere nutzt er die Erfahrungen des Leistungssports, um sie als Buchautor, Coach und Referent in den Alltag zu transportieren. Marathon gelaufen ist der laufen.de-Experte auch schon.

Machen! Einfach anfangen! Und sich dann bewundern für das, was man tut: regelmäßig und mit Muße ein bisschen trainieren. Das verspricht nachhaltigen Erfolg. Denn: Jeder gemeisterte Lauf ist eine Belohnung. Und als solche nimmst du sie auch wahr. Rund drei Monate braucht der Körper für die Umstellung von Couch-Potato zum Läufer. Hast du diese Zeit überstanden, wird das Laufen zum Genuss. Ganz wichtig: Sobald du den Entschluss gefasst hast, mit dem Laufen zu beginnen, darfst du nicht zögern! Untersuchungen zeigen, dass Ziele, mit deren Umsetzung in den ersten 72 Stunden nach der Formulierung begonnen wird, mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit erreicht werden. Also: Worauf wartest du?