Nach Dopingsperre und Comeback: Marcin Blazinski will für Deutschland starten

Der Metro Marathon Düsseldorf war für deutsche Marathonläufer immer wieder ein gutes Pflaster. Das gilt auch für den aus Polen stammenden Marcin Blazinski (LG Farbtex Nordschwarzwald), obwohl er sich am Sonntag bei schwierigen Wetterbedingungen mit 2:17:10 Stunden zufrieden geben musste. Immerhin war es eine deutsche Jahresbestzeit und Platz fünf für den 28-Jährigen, der sich am Rhein nach 21-monatiger Dopingsperre aufgrund von drei verpassten Tests zurückmeldete. Das mittelfristige Ziel von Marcin Blazinski ist es, für Deutschland an den Start zu gehen.

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Für Marcin Blazinski, der seit Oktober 2011 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, war es am Sonntag bereits der vierte Start beim Metro Group Marathon Düsseldorf. Nirgendwo anders startete er so oft über die klassische Distanz von 42,195 km. 2012 war er Zwölfter in 2:17:19 Stunden, 2013 lief er in Düsseldorf mit 2:14:45 Stunden seine nach wie vor aktuelle  persönliche Bestzeit und belegte Rang zehn. Zwei Jahre später war er am Rhein Dritter in 2:16:08 Stunden. Am Sonntag lief er als bester Deutscher in 2:17:10 Stunden auf Rang fünf.

Kurz danach allerdings war seine Karriere für 21 Monate auf Eis gelegt. Drei verpasste Dopingproben führten zu einer Sperre des 28-Jährigen. Marcin Blazinski fühlte sich hilflos und im Stich gelassen, denn die entsprechenden Aufforderungen und den Schriftverkehr konnte er mangels Deutschkenntnissen nicht verstehen. Offenbar gab es damals keine entsprechende Unterstützung oder der Läufer hatte sich nicht richtig um Hilfe bemüht, weil er die Situation nicht verstanden hatte. Im Doping-Verfahren wurde seine damalige Lage teilweise berücksichtigt, so dass die normalerweise zweijährige Sperre um drei Monate gekürzt wurde. Sie lief im März ab. Dadurch konnte Marcin Balzinski in Düsseldorf starten.

Auch heute spricht Marcin Blazinski kaum Deutsch, ist jedoch dabei, die Sprache zu lernen. Die LG Farbtex Nordschwarzwald bietet ihm und seiner Familie ein neues Umfeld und entsprechende Unterstützung. „Mein Ziel war es eigentlich, meine persönliche Bestzeit zu unterbieten. Bis zur Halbmarathonmarke lief auch alles gut“, erklärte Marcin Blazinski, der die erste Hälfte in Düsseldorf in 66:44 Minuten lief. „Dann wurde es aber auch wegen des Windes schwer, das Tempo zu halten.“

„Ich werde mich jetzt erholen und dann sicherlich bei einem Herbst-Marathon einen neuen Versuch für eine Bestzeit starten“, kündigte Marcin Blazinski an, der in Schramberg (zwischen Stuttgart und Freiburg) wohnt und von Jörg Müller trainiert wird. Sollte er das Ziel eines persönlichen Rekordes erreichen, könnte dies auch eine erfolgreiche Qualifikation für die Europameisterschaften im nächsten Jahr in Berlin bedeuten. „Ich möchte international für Deutschland an den Start gehen“, sagt Marcin Blazinski. Auf dem Weg zur EM nach Berlin könnte am 29. April 2018 auch wieder der Metro Marathon Düsseldorf eine Rolle spielen. Denn im nächsten Jahr sind die Deutschen Meisterschaften in das Rennen integriert.

Mehr als 250 Fotos vom Metro Düsseldorf Marathon 2017 findest du hier!