So läufst du der Erkältung davon

Kaum sinken die Temperaturen, schnieft, hustet und niest es um uns herum. Im Herbst und Winter sind Erkältungen an der Tagesordnung. Manche Menschen springen daher im tiefsten Winter nackt in den See, und meinen, sich damit abzuhärten. Ganz so weit musst du nicht gehen.

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Es gibt vor allem zwei Faktoren, die sich gut steuern lassen, um unseren Körper in der kalten Jahreszeit fit gegen Krankheitserreger zu machen: eine ausgewogene Ernährung und körperliche Bewegung.

Unstrittig ist der positive Einfluss von Sport auf die Abwehrkräfte: „Moderates Training – also Schwimmen, Radfahren oder Joggen – stärkt das Immunsystem“, sagt Karsten Krüger vom Institut für Sportwissenschaft an der Universität Gießen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit jedem Training das Immunsystem ein bisschen reizen und dadurch stimulieren. Dann funktioniert es besser.“

Nichts tun ist der falsche Weg

„In den Lymphknoten treffen die Immunzellen auf die Erreger“, erklärt Hajo Haase vom Institut für Immunologie an der Uniklinik der RWTH Aachen. Lymphflüssigkeit werde aber nur durch die Muskelbewegungen transportiert. „Inaktivität ist deshalb schlecht. Konstante 22 Grad und Sitzen sind vollkommen atypisch und nicht der Normalzustand, für den das Immunsystem entworfen wurde.“

Ein positiver Effekt lässt sich auch durch Saunagänge erzielen: „Wer regelmäßig in die Sauna geht oder Kaltwasserbäder nimmt, bekommt eine bessere Thermoregulation“, erklärt Krüger. Dadurch kühle der Körper im Sommer leichter ab und schone im Winter seine Wärmekapazitäten. „Dazu gehört aber mehr, als im Regen spazieren zu gehen. Der Effekt wird wissenschaftlich erst sichtbar, wenn man in die Extreme geht.“

Verzichte auf zu lange Pausen

Was die Ernährung angeht, musst du dir gar nicht allzu viele Gedanken um einzelne Nährstoffe machen: Eine normale, ausgewogene, gesunde Mischkost hat einen positive Effekt auf das Immunsystem, denn sie versorgt den Körper mit allem was er braucht.

Auch wenn Laufen dir hilft, Erkältungen vorzubeugen – auf eines solltest du verzichten, wenn es draußen kalt ist: auf lange Verschnaufpausen. Dann besteht die Gefahr, dass dein Körper zu stark auskühlt. Deshalb solltest du auch sofort nach dem Laufen in trockene, warme Klamotten schlüpfen. Außerdem solltest du beim Laufen möglichst durch die Nase atmen. So wird die kalte Luft in den oberen Atemwegen erwärmt und es gelangt weniger kalte Luft in die Lungen, die die Bronchialschleimhaut austrocknen.

Bei Krankheit ist Laufen tabu!

Aber was machen, wenn die Erkältung doch schneller war? Wer sich fit genug fühlt, darf auch bei laufender Nase, leichtem Husten oder Kratzen im Hals laufen gehen. Wettkämpfe und hartes Training sind dann zwar tabu, lockere Dauerläufe sind aber in Ordnung.

Anders sieht es aus, wenn Fieber und Gliederschmerzen im Spiel sind, oder du dich schlapp fühlst und dein Puls erhöht ist: Laufen ist dann nicht angesagt, langsame Spaziergänge aber okay. Mit dem Laufen solltest du erst wieder beginnen, wenn die Symptome abgeklungen sind – am besten gibst du dem Körper aber noch ein paar Tage mehr Zeit. Sonst riskierst du einen Rückfall oder im schlimmsten Fall sogar eine Herzmuskelentzündung.