Power für die Sprints: Der Schuh der Stars

Die drei schnellsten Frauen der Welt sind am Wochenende beim 100-Meter-Finale in Rio im gleichen Spike-Schuh über die Ziellinie gelaufen. Mitz dem "Zoom Superfly Elite“ von Nike. Damit wurde eine lange Erfolgsgeschichte des Schuhs fortgeschrieben, den schon Carl Lewis in den 80ern und Michael Johnson in den 90ern getragen hat. Auch Dafne Schippers, die in der Nacht zum Donnerstag auf einen Erfolg im Finale über 200 Meter hofft, vertraut auf die neueste Generation des Schuhs.

Der Sprint Spike ist seit jeher ein Paradebeispiel für die enge und fruchtbare Zusammenarbeit von Athleten und Produktdesignern des US-Sportartikelherstellers Nike. Gerade beim Sprint entscheiden nicht selten Hundertstelsekunden über Sieg oder Niederlage. Daher gilt es, jedes noch so kleine Detail zu beachten, jedes Gramm Gewicht sprichwörtlich auf die Goldwaage zu legen. An der Weiterentwicklung des „Zoom Superfly Elite“ war ein ganzes Team, bestehend aus Designern, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Athleten, beteiligt. Neue Technologien und Materialien, neue Erkenntnisse aus der Forschung und die individuellen biomechanischen Voraussetzungen der Athleten sorgen dafür, dass die Entwicklung niemals zum Stillstand kommt.

Ein Schuh speziell für Shelly-Ann Fraser-Pryce

2016 Nike Zoom Superfly Elite
Ein Beispiel der erfolgreichen Zusammenarbeit ist die jamaikanische Sprinterin Shelly-Ann Fraser-Pryce. Die 100-Meter-Olympiasiegerin von 2008 und 2012 und Dritte von Rio läuft mit einer sehr hohen Schrittfrequenz, wodurch sie auf den ersten 70 Metern fast unschlagbar ist. Doch ihr Problem ist es, dieses Tempo auch über die kompletten 100 Meter durchzuhalten. Und genau bei dieser Erkenntnis fing die Geschichte des Nike Zoom Superfly Elite an.
 
Ein Team von Nike wertete alle Daten der Sprinterin aus, analysierte ihren Laufstil und entwickelte anhand der Erkenntnisse einen Schuh, der optimal auf sie zugeschnitten ist und ihr – wenn nach 70 Metern die Kraft nachlässt – Energie zurückgibt.

Die Wurzeln des Schuhes liegen in den 60er-Jahren

Die Geschichte des Nike Track Spikes geht zurück bis in die 60er-Jahre. Seitdem haben die Designer die Schuhe nach und nach – mithilfe von Sportlern, Videoaufnahmen, alten Schuhen und anderen Daten – immer weiterentwickelt. Heute sind die Lager von Nike gefüllt mit unzähligen verschiedenen Modellen, die immer ein bisschen besser sein wollen als ihr Vorgänger und aus den Athleten – vom 100-Meter- bis hin zum 10.000-Meter-Läufer – das volle Potenzial rausholen wollen.

1996: Michael Johnson holt Doppel-Gold mit goldenem Spike von Nike

Michael Johnson
Mit den goldenen Spikes holt Michael Johnson 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta gleich zwei Goldmedaillen.
Der viermalige Goldmedaillen-Gewinner und achtmalige Weltmeister Michael Johnson, der in Rio seinen 400-Meter-Weltrekord an Wayde van Niekerk aus Südafrika verloren hat, gilt als einer der besten Sprinter in der Geschichte. Mit dem goldenen Spike, entworfen von Tobie Hatfield, hat er bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf den 200 sowie den 400 Metern Gold geholt. Den 200-Meter-Lauf beendete mit einer Zeit von 19,32 Sekunden sogar mit einem Weltrekord – der erst zwölf Jahre später von Usain Bolt gebrochen wurde.