Paris-Marathon: Nur New York ist noch größer

Einen Finisher-Rekord und ein Novum bei den Siegern produzierte der Paris-Marathon: Paul Lonyangata und seine Ehefrau Purity Rionoripo gewannen das Rennen an der Seine. Während Lonyangata nach hochklassigen 2:06:10 Stunden im Ziel war, stellte Rionoripo mit 2:20:55 sogar einen Streckenrekord auf. Beim größten Frühjahrs-Marathon der Welt zählten die Veranstalter genau 43.754 Starter, von denen über 42.500 das Ziel erreichten - so viele wie nie zuvor. 57.000 Athleten hatten für das Rennen gemeldet. Lediglich der New York-Marathon dürfte diese Zahlen in diesem Jahr noch übertreffen können.

Kenias Läufer dominierten das Männerrennen in Paris. Nachdem der 24-jährige Paul Lonyangata gut zehn Kilometer vor dem Ziel die Initiative ergriffen hatte, fiel ein Konkurrent nach dem anderen zurück. Am Ende gewann er das Rennen mit einer guten Steigerung seiner persönlichen Bestzeit. Vor zwei Jahren hatte er den Shanghai-Marathon in 2:07:14 gewonnen. Hinter Lonyangata belegten seine Landsleute Stephen Chebogut (2:06:58) und Solomon Yego (2:07:13) die Plätze zwei und drei. Dann folgten die Äthiopier Yitayal Atnafu (2:07:19) und Abayneh Ayele (2:07:40) auf den Rängen vier und fünf. „Dies ist mein größer Sieg bisher. Die Bedingungen waren perfekt“, sagte Paul Lonyangata.

Während der Streckenrekord von Kenenisa Bekele (Äthiopien), der 2014 in Paris mit 2:05:04 gewonnen hatte, außer Reichweite war, fiel die Bestmarke bei den Frauen. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 70:19 Minuten entwickelte sich auf den letzten sechs Kilometern ein Zweikampf zwischen Purity Rionoripo und ihrer Landsfrau Agnes Barsosio, die 2012 den Düsseldorf-Marathon gewonnen hatte. Mit nur zwei Sekunden Vorsprung setzte sich Rionoripo schließlich mit 2:20:55 vor Barsosio durch. Damit hatte die 23-jährige Siegerin, die mit einer Bestzeit von 2:24:47 ins Rennen gegangen war und sich deutlich steigerte, den Streckenrekord von Feyse Tadese um elf Sekunden unterboten. Die Äthiopierin war 2013 eine Zeit von 2:21:06 gelaufen. Rionoripo erreichte zudem die zweitschnellste in diesem Jahr bisher gelaufene Zeit in der Welt.

Auch das Frauenrennen stand im Zeichen Kenias: Fiomena Cheyech wurde in 2:21:22 Dritte, Rang vier belegte Visiline Jepkesho mit ebenfalls hochklassigen 2:21:36. Als Fünfte folgte mit Yebrgual Melese dann eine Äthiopierin, die nach 2:22:51 im Ziel war.