Pflieger und Heinig stark in Barcelona

Der Äthiopier Mule Wasihun sorgte mit einem Streckenrekord von 59:44 Minuten für den spitzensportlichen Höhepunkt beim Barcelona-Halbmarathon, bei dem eine Reihe von deutschen Läufern überzeugen konnten. Mit einer persönlichen Bestzeit von 63:44 belegte Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg) Platz elf. Während Tejitu Daba (Bahrain) das Rennen der Frauen in 68:36 gewann, wurde Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) Zehnte mit einer Steigerung auf 73:21, und Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) lieferte auf Platz 15 mit 74:18 den Leistungsnachweis für ihren Marathon-Start bei den Europameisterschaften in Berlin im Sommer. Rund 16.500 Läufer hatten für den Barcelona-Halbmarathon gemeldet.

Bei den Männern gab es zum ersten Mal bei dem Rennen in Barcelona eine Zeit unter einer Stunde. Während bei den Frauen in den vergangenen Jahren gleich zweimal ein Weltrekord gefallen war, stand der Streckenrekord bei den Männern seit 2013 bei 60:04 Minuten. Diese Zeit war der Kenianer Eliud Kipchoge gelaufen, der inzwischen Marathon-Olympiasieger ist. Jetzt verbesserte der 24-jährige Mule Wasihun diese Marke auf 59:44 und erzielte damit auch eine persönliche Bestzeit. Hinter ihm folgten der aufstrebende Schweizer Julien Wanders, der mit 60:09 Minuten einen Landesrekord aufstellte und seine persönliche Bestzeit gleich um über eineinhalb Minuten steigerte, und Moses Kurong (Uganda/60:10).

Nach einem verkorksten Jahr 2017 gab es für Philipp Pflieger endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Der 30-Jährige unterbot seine drei Jahre alte Bestzeit um sieben Sekunden und war nach 63:44 Minuten im Ziel. Pflieger wird im Frühjahr voraussichtlich noch einen weiteren Halbmarathon laufen und dann beim Hamburg-Marathon am 29. April starten. Ein Stück hinter ihm folgten in Barcelona mit Dominik Notz auf Platz 17 in 64:23 und Tim Ramdane Cherif auf Rang 22 in 64:53 noch zwei weitere deutsche Läufer der LG Telis Finanz Regensburg.

Bei den Frauen entschied Tejitu Daba (Bahrain) einen spannenden Zweikampf in 68:36 mit einer Sekunde Vorsprung vor Dibaba Kuma (Äthiopien/68:37) für sich. Dritte wurde Salome Nyirarukundo (Ruanda) mit 68:48. Um gut 40 Sekunden verbesserte Corinna Harrer auf Rang zehn mit 73:21 ihre persönliche Bestzeit. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als Katharina Heinig den Leistungsnachweis für den WM-Start erst im letzten Augenblick noch erbringen konnte, hakte sie das Thema EM-Qualifikation nun frühzeitig ab. Auf Platz 15 blieb sie mit 74:18 zwölf Sekunden unter dem Limit. Auf Rang 23 folgte Isabelle Teegen (SC Rönnau/77:10), Platz 26 belegte Victoria Brandt (SCC Berlin/77:53).