Richtig oder falsch? 3 Lauf-Mythen im Check

Ganz klar: Wer langsamer läuft, nimmt schneller ab. Oder etwa doch nicht? Und durch weniger Schlaf steigt das Risiko krank zu werden. Ist da wirklich was dran? Wir haben drei Lauf-Mythen genauer unter die Lupe genommen und auf ihren Wahrheitsgehalt gecheckt - hier liest du das Ergebnis.

Wer wenig schläft, wird schneller krank?

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Absolut richtig! Das hat ein Forscherteam der University of California in San Francisco herausgefunden. Speziell wurde untersucht, wie sich ein Schlafdefizit auf das Erkältungsrisiko auswirkt. 164 Erwachsene nahmen an der Studie teil. Mit Sensoren wurde eine Woche lang das Schlafverhalten, sowie die Schlafdauer gemessen. Die Probanden wurden anschließend mit Erkältungsviren infiziert und in einem Hotel isoliert. Die anschließenden Untersuchungen der waren eindeutig. Probanden, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schliefen, waren 4,2 Mal so anfällig für eine Erkältung wie eine Person mit mindestens sieben Stunden Schlaf. Bei denjenigen, die sogar nur fünf Stunden pro Nacht schliefen, war das Erkältungsrisiko sogar bis zu 4,5 Mal erhöht. Das Schlafdefizit wirkt sich damit sogar stärker auf die Gesundheit aus, als beispielsweise Alter, Stress oder Ernährung.

Schwitzen ist gesund, also ziehe ich mich beim Laufen warm an?

Bitte nicht! Lieber beim Loslaufen zwei Minuten leicht frieren als vermummt auf die Strecke gehen. Denn wer beim Laufen seine Körpertemperatur durch dicke Klamotten über Gebühr steigert, erhöht zwar den Kalorien-Verbrauch für eine kurze Zeit, wird sich aber bald so unwohl fühlen, dass er nicht so lange läuft, wie er es mit der richtigen Bekleidung könnte. Meist verlieren die dick Vermummten auch die Lust am Laufen und erleben nie den Abnehmerfolg, den Laufen mittelfristig im Zusammenspiel mit der richtigen Ernährung bringen kann. Und die Nachricht, dass die Zeit der Baumwollfasern endgültig vorbei ist, sollte ja bei allen Läufern längst angekommen sein. Moderne Funktionstextilien aus Mikrofasern leiten den Schweiß nach außen ab, die Haut bleibt angenehm trocken. Ein leichtes Lauffleece hält im Winter warm, eine Membranjacke schützt bei schlechtem Wetter vor Regen und Wind. Unser Tipp zur Auswahl der Lauftextilien für die kalte Jahreszeit: mehrere Schichten aus Funktionstextilien. Mache es wie die Zwiebelschale – Schicht für Schicht. Aber: ist eine Schicht nicht aus Funktionsfasern, funktioniert das gesamte Klimamanagement nicht. So einfach ist das.

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Wenn ich langsam laufe, nehme ich mehr ab?

Eindeutig: Unsinn! Abnehmen funktioniert ganz einfach: Du musst mehr Kalorien (z.B. durch Laufen) verbrauchen als du über die Nahrung aufnimmst. Beispiel: ein 80 Kilo schwerer Läufer verbraucht bei einer Stunde Dauerlauf zirka 800 bis 900 Kilokalorien. Es liegt anschließend an ihm, wie viel er wieder zuführt. Die ganz ruhigen Läufe erhöhen zwar den Anteil des Fettstoffwechsels an der Energiebereitstellung und dein Körper lernt,  Energie sehr effektiv bereit zu stellen. Aber die Pfunde purzeln eben erst richtig durch das Verbrennen von Kalorien. Und die Regel lautet: je höher die Intensität, desto größer der absolute Kalorienverbrauch. Deshalb sollten es schon drei oder vier Läufe pro Woche mit möglichst vielen verbrannten Kilokalorien sein, wenn man sein Körpergewicht reduzieren möchte – Ernährungsplan inklusive. Aber Vorsicht: Betreibe keinen Raubbau am eigenen Körper in Form von täglichen Laufeinheiten bei gleichzeitiger Mangelernährung durch eine Diät.