Sabrina Mockenhaupt läuft beim 10.000-m-Europacup auf Rang vier

36 - und noch immer Feuer und Flamme für schnelle Zeiten: Sabrina Mockenhaupt hat beim 10.000-Meter-Europacup in Minsk Platz vier belegt. Mit 32:46,37 Minuten verpasste sie zwar die WM-Norm um rund 30 Sekunden, doch damit konnte "Mocki" gut leben.

Sabrina Mockenhaupt (LT Haspa Marathon Hamburg) hat beim 10.000-Meter-Europacup im weißrussischen Minsk den vierten Platz belegt. Die 36-jährige erreichte in ihrem ersten Rennen für Deutschland seit den Militär-Weltmeisterschaften 2015 damit eine gute Platzierung. Mit einer Zeit von 32:46,37 Minuten steigerte sie ihre eigene Saisonbestzeit um gut 22 Sekunden, jedoch war die deutsche Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften, die bei 32:15 steht, außer Reichweite.

Allerdings hatte Sabrina Mockenhaupt bereits frühzeitig erklärt, dass sie nach langen Verletzungsproblemen in diesem Jahr nicht mit Macht einer WM-Norm hinterherlaufen will. Denn das große Ziel ist die Qualifikation für die Europameisterschaften in Berlin 2018 über die Marathondistanz. Hier will sie im Herbst bei einem City-Marathon die entsprechende Norm angreifen. "Wenn man mir das vor sechs Monaten gesagt hätte, dass ich dieses Jahr zwei deutsche Meistertitel abstaube, einen Halbmarathon schon wieder unter 1:11 laufen kann, hätte ich es nie für möglich gehalten. Und genau darauf kann ich mit Ruhe und Vernunft aufbauen und freue mich jetzt erstmal zwei Wochen etwas zu verschnaufen und dann geht die Vorbereitung auf einen Herbstmarathon los", schrieb die 36-Jährige auf Facebook.

In Minsk setzte sich die Portugiesin Sara Moreira mit 32:03,57 Minuten souverän durch. Hinter ihr folgte Volha Mazuronak (Weißrussland) als Zweite mit 32:13,73. Rang drei belegte die Titelverteidigerin Esma Aydemir (Türkei), die mit 32:41,03 Minuten gut fünf Sekunden vor Sabrina Mockenhaupt im Ziel war.

Bei den Männern dominierten die Spanier das Geschehen über die 10.000 m in Minsk. Sie gewannen gleich alle drei Medaillen: Antonio Abadia siegte in 28:31,16 Minuten vor Juan Perez (28:35,69) und Carlos Mayo (28:48,41). Als Vierter folgte der hoch eingeschätzte türkische Crosslauf-Europameister Aras Kaya. Der aus Kenia stammende Läufer hatte mit 29:03,13 jedoch einen klaren Rückstand auf die Medaillenplätze. Bei den Männern waren keine deutschen Läufer am Start.

Schon die EM 2018 im Blick