Silvesterläufe: Klein und Klosterhalfen überragend

Über 100 Silvesterläufe gab es 2017 im deutschsprachigen Raum. Wir berichten von dort, wo Deutschlands Top-Läufer am Start waren.

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Trier: Konstanze Klosterhalfen unwiderstehlich

Als Titelverteidigerin angetreten, gewann Konstanze Klosterhalfen erneut den Silvesterlauf in Trier. Die erst 20-jährige Läuferin von Bayer Leverkusen war in dem 5-km-Rennen nach 15:34 Minuten im Ziel und hatte damit einen klaren Vorsprung auf Salome Nyirarukundo (Ruanda/15:50) und Melat Yisak Kejeta (Äthiopien/15:51). Zu dem erhofften deutschen Zweikampf zwischen Konstanze Klosterhalfen und Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) kam es nicht, denn die deutsche Rekordlerin über 3.000 m Hindernis hat noch deutlichen Trainingsrückstand. Krause kam auf Platz 13 in 16:39 in Ziel. Den 8-km-Wettkampf der Männer entschied der Marokkaner Zouhair Talbi in 23:09 Minuten klar vor James Sugira (Ruanda/23:11) und Alfred Cherop (Kenia/23:13) für sich. Bester deutscher Läufer war Martin Sperlich (VfB LC Friedrichshafen), der als Fünfter 23:44 lief.

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Backnang: Hanna Klein läuft 32:28 Minuten über zehn Kilometer

Nach einem studienbedingten Umzug nach Köln und vielen Trainingseinheiten in Fernregie waren Hanna Klein (SG Schorndorf 1846) und Trainer Uwe Schneider selbst nicht sicher, in welcher Verfassung die WM-Finalistin über 1.500 Meter beim Silvesterlauf in Backnang antreten würde. Nach dem Zieleinlauf war klar: Die 24-Jährige ist nach wie vor in Top-Form. In 32:28 Minuten steigerte sie ihren eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr um 47 Sekunden und sortierte sich damit zum Jahresende auf Rang zwei der deutschen Bestenliste ein.

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Hannover: Fate Tola wird Favoritenstellung gerecht

Fate Tola gewann erwartungsgemäß den Silvesterlauf in Hannover. Über die 5,8-Kilometer-Distanz war die einzige Eliteläuferin im Starterfeld nach 20:20 Minuten im Ziel. Schnellster Mann war am Maschsee Haftom Weldaj (TSV Pattensen), der im Vorjahr Platz vier belegt hatte. Er erreichte eine Zeit von 17:27 Minuten. Für Fate Tola war es der letzte Start im Trikot der LG Braunschweig. Die derzeit schnellste deutsche Marathonläuferin, die 2017 den Hannover-Marathon in 2:27:48 gewonnen hatte, läuft künftig für die Hannover Athletics. Am 8. April wird sie als Titelverteidigerin beim HAJ Hannover-Marathon starten.

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Bietigheim: Laura Hottenrott triumphiert über 11,1 Kilometer

Die 37. Auflage des Silvesterlaufes in Bietigheim gewannen Simon Boch und Laura Hottenrott. Über die 11,1 km lange Strecke lief Titelverteidiger Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) zu einem souveränen Sieg in 33:12 Minuten vor Fabian Clarkson (SCC Berlin/33:55) und Marc Steinsberger (Therapie Reha Bottwartal/34:05). Gut eine Minute Vorsprung hatte im Ziel Laura Hottenrott (GSV Eintracht Baunatal). Sie gewann in 38:26 vor Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg/39:32) und Victoria Brandt (SCC Berlin/39:37). Die Veranstalter hatten kurzfristig die Absagen ihrer beiden Star-Läufer hinnehmen müssen: Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal) musste aufgrund eines grippalen Infektes passen, Alina Reh (SSV Ulm) leidet an einer Knöchelverletzung und konnte daher nicht laufen. Unglücklich riss damit ihre Siegserie in Bietigheim, nachdem sie zuletzt viermal in Folge gewonnen hatte.

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Bozen: Agnes Tirop bricht Kathrin Weßels Streckenrekord

Agnes Tirop sorgte für das Highlight beim wohl bestbesetzten Silvesterlauf: Die Kenianerin brach im italienischen Südtirol den 26 Jahre alten Streckenrekord der Berlinerin Kathrin Weßel, die 1991 unter ihrem Mädchennamen Ullrich mit 15:35 Minuten gewonnen hatte. Agnes Tirop war am Sonntag beim Boclassic über 5 km genau fünf Sekunden schneller und siegte mit 15:30 überlegen. Bei den Männern triumphierte Muktar Edris bereits zum dritten Mal nach 2014 und 2016. Der Äthiopier war in dem 10-km-Rennen nach 28:45 Minuten im Ziel und hatte einen deutlichen Vorsprung. Der auf der Startliste stehende Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) sollte aus Äthiopien anreisen, kam jedoch aus bisher ungeklärten Gründen nicht in Bozen an. So war Thorben Dietz (LG Vulkaneifel) auf Platz zwölf mit 30:39 Minuten bester deutscher Läufer.

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Fabienne Amrhein und Amanal Petros dominieren das Rennen von Werl nach Soest

Der 36. Internationale Silvesterlauf von Werl nach Soest stand ganz im Zeichen von Amanal Petros. Der 22-jährige Langstreckler des SV Brackwede legte die 15 Kilometer lange Distanz entlang der Bundesstraße 1 in 45:51 Minuten zurück und hatte bei seiner Ankunft auf dem Marktplatz in Soest einen sicheren Vorsprung vor Julius Scherr (LG Dorsten, 46:12 min) und Christoph Uphues (TV Wattenscheid, 47:07 min). Bei den Frauen hatte sich die Siegerin von 2015 und 2016, Laura Hottenrott (GSV Eintracht Baunatal), für den Silvesterlauf in Bietigheim entschieden, sodass der Weg frei war für Fabienne Amrhein (MTG Mannheim). Die 25-Jährige lag in 53:03 Minuten deutlich vor Sigrid Bühler (LAZ Puma Rhein-Sieg, 57:47 min) und Lena Hollmann (USC Bochum, 58:45 min).