Sportlich durchstarten ohne Risiko

Der Jahresauftakt ist bestens geeignet, um sportliche Vorsätze anzugehen. Damit der Körper von der sportlichen Aktivität auch wirklich profitiert, gilt es, das Training individuell abzustimmen – und Gesundheitsrisiken abzuklären. Denn: Eine Überlastung kann vielfältige negative Folgen für die Gesundheit haben.

Dazu können Gelenk- und Sehnenschmerzen, ein erhöhter Ruhe- und Belastungspuls, Schlafstörungen, eine Leistungsreduktion und eine erhöhte Infekt- und Verletzungsanfälligkeit gehören. Experten empfehlen deshalb, vor dem Sport gesundheitliche Risiken im Rahmen eines Sportler-Check-up abzuklären – vor allem, wenn Sie lange pausiert oder sich in 2018 ein ehrgeiziges sportliches Ziel, wie die Teilnahme an einem Marathon gesetzt haben.

Während Profi-Athleten routinemäßig medizinisch überwacht werden, trainieren viele Freizeitsportler, ohne vorherigen Check durch einen Sportmediziner und somit ohne zu wissen, wie es um ihre Gesundheit steht. „Grundsätzlich sollte jeder über 35 Jahre vor Trainingsaufnahme eine sportmedizinische Untersuchung einschließlich eines Belastungs-EKGs wahrnehmen“, erklärt Prof. Dr. med. Rüdiger Reer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bewegungswissenschaft der Universität Hamburg. „Das gilt auch für all jene mit manifesten Vorerkrankungen wie etwa Diabetes mellitus, Herzerkrankungen oder schwerwiegenden orthopädischen Einschränkungen“, so der Experte.

Basis-Check-up und mehr

Den Sportler-Check-up gibt es in zwei Varianten. In der Basis-Variante wird die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten analysiert und untersucht, ob Risikofaktoren bei sportlicher Belastung vorliegen, dazu gehören die Anamnese, eine Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustands sowie ein Ruhe-EKG. Bei der erweiterten Untersuchung für Sportler mit Risikofaktoren oder hohen Leistungsambitionen führt der Sportmediziner zusätzlich ein Belastungs-EKG durch, überprüft die Lungenfunktion und kann über eine Laktatbestimmung hilfreiche Tipps zur Trainingsgestaltung geben.

Wer zahlt den Sportler-Check-up?

Krankenkassen

Wer zahlt den Sportler-Check-up?

Die Untersuchung beim Sportmediziner wird bislang nur von wenigen gesetzlichen Krankenkassen wie der BKK Mobil Oil übernommen. Sie erstattet alle zwei Jahre die entstehenden Kosten der Untersuchung – das heißt bis zu 70 Euro für den Basis-Check-up und bis zu 130 Euro für den erweiterten Check-up. Weitere Informationen und eine Liste der Sportmediziner in Ihrer Nähe findest du, indem du hier auf "mehr erfahren" klickst.

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Sicher beim (Wieder-)Einstieg: Die 10 besten Tipps

1. Sportmedizinisch checken lassen

Jedem (Wieder-)Einsteiger wird empfohlen, sich vor dem ersten Training von einem Sportmediziner untersuchen zu lassen. Im Fokus hierbei: der Ausschluss von Herz- und Kreislaufproblemen – der häufigsten Ursache für Spätfolgen durch Überbelastung.

2. Nicht von 0 auf 100

Auch wenn gesundheitliche Risiken durch einen Sportler-Check-up ausgeschlossen wurden, solltest du dem untrainierten Körper nicht zu viel zumuten. Sporteinsteiger beginnen besser mit kurzen Trainingseinheiten und steigern sich dann Schritt für Schritt.

3. Mentale Kräfte mobilisieren

Viele sportliche Spitzenleistungen entstehen nicht zuletzt auch durch mentale Stärke. Wecke den eigenen Kampfgeist zum Beispiel indem du in sportlichen Zielen immer in erster Linie die positive Herausforderung siehst, die es zu meistern gilt – nicht die damit verbundene Anstrengung.

4. Realistische Zieletappen vor Augen haben

Es ist psychologisch erwiesen, dass eine konkrete Vorstellung des Ziels hilft, die Anstrengungen auf dem Weg dorthin wegzustecken. Fasse daher kleine Etappen ins Auge: Male dir die die nächstgrößere Laufrunde oder die Teilnahme am nächsten Stadtlauf aus.

5. Balance halten

Im Alltag wie im Sport ist die Balance zwischen Belastung und Erholung wichtig. Nach einer intensiven Trainingseinheit ist die anschließende Regenerationszeit für den Körper mindestens genauso wichtig. Es ist also sinnvoll, sich gleichzeitig mit dem Sporttraining auch ein gezieltes Entspannungsprogramm zu überlegen. Am besten eignen sich dafür kleine Belohnungen, wie etwa eine wohltuende Massage oder ein Entspannungsbad.

6. Gleichgesinnte suchen

Viele Sportler sind mit noch mehr Freude bei der Sache, wenn sie sich einem Verein oder einer Gruppe anschließen. Vom Lauftreff bis zur Wassergymnastik gibt es ein breites Angebot – zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse und körperlichen Möglichkeiten. In Hamburg und München haben Läufer zum Beispiel die Möglichkeit, sich den wöchentlichen, kostenlosen Lauftreffs der BKK Mobil Oil anzuschließen. Mehr erfährst du hier.

7. Mit ausgewogenem Sport-Mix zum Ziel

Nach einer längeren sportlichen Pause mangelt es oft an Kondition. Darum empfiehlt es sich, Ausdauersportarten wie Joggen oder Radfahren gezielt durch Krafttraining zu ergänzen. Denn trainierte Muskeln stützen die Gelenke und machen beweglicher. Außerdem verbessert gesteigerte Muskelkraft die Energiebilanz: Ein muskulöser Körper verbraucht selbst in Ruhe mehr Kalorien.

8. Fitnessstudios nach eigenen Bedürfnissen wählen

Die Angebote an Fitnessstudios sind zahlreich – wichtig ist hierbei vor allem eine Einführung von ausgebildeten Trainern, die das Work-out individuell auf die körperlichen Voraussetzungen abstimmen. Wiedereinsteiger profitieren von einer professionellen Beratung, die helfen kann, ein realistisches Ziel zu definieren und einen individuellen Trainingsplan aufzustellen. Außerdem verfügen viele Studios über einen großzügigen Wellnessbereich, in dem man sich hinterher ausgiebig erholen und für die Anstrengungen belohnen kann. Mehr über die Studios, mit denen die BKK Mobil Oil kooperiert, erfährst du hier.

9. Ausrüstung checken

Passt die Dämmung des Laufschuhs noch zum Laufstil? Ist die Bekleidung atmungsaktiv und warm genug? Diese und andere Fragen sollten sich Sportler stellen, bevor sie das Training wieder aufnehmen. Denn falsche und nicht körpergerechte Ausrüstung führt oft zu vermehrter Belastung und kann den Füßen, Gelenken und dem Rücken mehr schaden als nützen. Viele Sportfachgeschäfte bieten zum Beispiel eine Laufanalyse und professionelle Beratung, welcher Schuh am besten geeignet ist.

10. Genügend trinken

Durch die sportliche Anstrengung verliert der Körper Flüssigkeit. Dies sollte durch ausreichendes Trinken in kleinen Einheiten ausgeglichen werden, denn Tagesform und Ausdauer werden entscheidend davon beeinflusst, wie gut der Körper mit Flüssigkeit versorgt ist. Zudem wird der Schweißverlust durch ausreichendes Trinken ausgeglichen. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte dabei an sportlichen Tagen das empfohlene Mindestmaß von 1,5 bis 2 Litern übersteigen.