Nachtschicht: 10 Stirnlampen im Test

Die Tage werden im Winter immer kürzer, doch deinen Lauftag kannst du ganz einfach verlängern: mit einer Stirnlampe. Jan Fitschen läuft oft mit Nachtsichtgerät. Hier schreibt er, was du beim Kauf beachten musst. Außerdem haben wir zehn Stirnlampen getestet und stellen sie dir hier vor. So kannst du ganz einfach nachgucken, welche Lampe zu dir passt.

Stirnlampe

Die Tage werden kürzer. Wir können abends und frühmorgens nicht mehr unsere üblichen Runden durch den Wald oder den unbeleuchteten Park laufen? Stimmt schon längst nicht mehr. Spätestens seit die LED-Technologie die herkömmlichen Glühbirnen abgelöst hat, trainieren Läufer auch im Dunkeln, wann und wo es ihnen gefällt. Die kleinen LED sind sehr leuchtstark und brauchen wenig Strom. Dadurch sind die Akkus klein und die Nachtsichtgeräte sehr leicht. Eine gute Lampe spürt man kaum am Kopf - wenn sie richtig sitzt. Deshalb solltest du die Lampe im Geschäft unbedingt anprobieren und ein paar Schritte damit laufen. Wenn‘s wackelt oder rutscht am Kopf, stört das sehr.

Wenn du viel im Dunkeln und auf ganz unterschiedlichen Strecken unterwegs bist, solltest du dich für eine Lampe entscheiden, deren Helligkeit sich regulieren lässt. Denn es ist ein Unterschied, ob man allein im Wald läuft und ganz viel Licht braucht, oder ob man in einem stark frequentierten Park unterwegs ist, wo man entgegenkommende Läufer mit seiner Lampe blenden kann. Da ist dann weniger Lichtpower mehr. Wer im Dunkeln nur auf Straßen oder gut befestigten Wegen läuft, kommt mit einer Lampe aus, deren Leuchtkraft bei 90 Lumen liegt. Diese Lampen haben auch den Vorteil, dass die Batterien oder Akkus noch kleiner sind und länger halten.

Bei richtig guten Stirnlampen ist der Lichtkegel so eingestellt, dass er den Bereich ausleuchtet, auf den es beim Laufen ankommt. Ein etwas breiterer Kegel ist von Vorteil. Er lässt den Läufer auch seitlich in den Weg ragende Hindernisse wie Äste erkennen. Eine Spotlight-Einstellung ist zum Laufen ungeeignet. Aber auch Lampen mit geringer Lumenzahl können blenden. Also: Rücksicht nehmen. Entgegenkommende Läufer, aber auch Rad- und Autofahrer freuen sich, wenn du deine Lampe so einstellst, dass du den Weg vor dir ausleuchtest, aber deine Stirnlampe nicht als Scheinwerfer benutzt. Da auf stärker frequentierten Strecken nicht nur das Sehen, sondern vor allem das Gesehenwerden wichtig ist, bieten einige Stirnlampen neben der weißen LED vorne auch eine rot blinkende LED an der Rückseite des Stirnbandes. So wird man von Autofahreren auch von hinten schnell gesehen.

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Eine etwas stärkere Lampe sollte dann zum Einsatz kommen, wenn es eben doch ab und zu über Wald- und Feldwege geht, die nicht ganz so eben sind. Hier kommen einem zumeist auch deutlich weniger Menschen entgegen, und daher ist es völlig in Ordnung, wenn der Lichtkegel größer ist und heller strahlt. Eine Lampe mit 180 Lumen kann es hier gerne sein.

Für die ganz extremen Läufer, die auch bei absoluter Finsternis querfeldein laufen, gibt es Stirnlampen, die bis zu 2000 Lumen Lichtstärke bieten. Das sind dann aber schon Scheinwerfer, mit denen man sich in der Dunkelheit durchs Unterholz schlagen kann. Stirnlampen für solch extreme Anforderungen haben einen deutlich schwereren Akku-Pack, der nicht direkt am Stirnband der Lampe angebracht ist, sondern am Gürtel oder im Rucksack getragen wird. Dafür hat man dann aber auch die Lichtstärke eines Autoscheinwerfers im Fernlichtmodus zur Verfügung.

3 Dinge, die du über Stirnlampen wissen musst

Was bedeutet Lumen?
Lumen beschreibt die Menge an Licht, die eine Leuchtquelle abstrahlt.  Je höher die Lumenzahl, desto heller die Lampe.

Akku oder Batterie?
Akkus ermöglichen oftmals mehr Leistung, halten in der Regel aber nicht so lange durch. Dafür sind sie meist leichter. Entscheidend ist der individuelle Einsatzbereich.

Was heißt IPX4?
Dahinter steckt eine DIN-Norm, die beschreibt, wie gut technische Geräte gegen Wasser geschützt sind. Die Ziffernkombination gibt den Schutzgrad an. Geräte mit IPX4 weisen einen Spritzwasserschutz auf. Lampen mit IPX6 kann man sogar kurz ins Wasser halten. Mit IPX8 könntest du dauerhaft abtauchen.

Stirnlampen im Test

Wie hoch ist die Lichtleistung? Wie lange hält der Akku? Wie schwer ist die Lampe und wie viel kostet sie? Wir haben zehn Stirnlampen für euch getestet. Hier lest ihr, was die einzelnen Lampen drauf haben und ob sie das Richtige für euch sind.

NEO

Ledlenser

NEO

Klar, für den Ultratrail durch die Nacht ist die Neo nicht geeignet. Aber das Terrain überlässt das Einsteiger-Modell von Ledlenser auch gern ihren großen Brüdern aus der SEO-Reihe. Doch für 24,95 Euro bekommt man alles, was man für einen urbanen Nachtlauf benötigt. Das 90 Lumen starke Breitbandlicht (drei Lichtstärken wählbar) leuchtet das komplette Sichtfeld aus und rund zehn Meter weit. Dank des roten Rücklichts wird man auch bei Nacht gut erkannt. Der Sitz ist durch das Batteriefach hinten (liegen bei) gut ausbalanciert. Erhältlich in fünf Farben. Fazit: die passende Lampe für Nachtlauf-Einsteiger!
Fakten: Lichtleistung: 90 Lumen | Reichweite: 10 Meter |
3 Batterien AAA (liegen bei) | Gewicht: 54 Gramm | IPX 4 |

24,95 €

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Trail Runner 2

Silva

Trail Runner 2

Du suchst eine leichte Lampe, die beim Laufen kaum spürbar ist, dir aber zuverlässig den Weg weist? Wir hätten eine Empfehlung, wenn du mit weniger als 100 Euro auskommen willst. Die Stirnlampe des schwedischen Herstellers Silva ist ein Klassiker – und die überarbeitete Version der Klassenprimus. Das breite Band sorgt dafür, dass die Lampe nicht wackelt. Die Bedienung ist kinderleicht und der Knopf auch mit Handschuhen noch wunderbar zu bedienen. Die Leuchtkraft mit 160 Lumen mehr als ausreichend für fast alle Läufe im Dunkeln. Gibt es mit Batterien (69,95 Euro) und mit einem per USB aufladbarem Akku (84,95 Euro).
Fakten: Lichtleistung: 160 Lumen | Reichweite: 50 Meter |
je nach Modell Batterien oder Akku | Gewicht: 118 Gramm | IPX 6 |

ab 69,95 Euro €

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Sprinter II

Black Diamond

Sprinter II

Zuverlässig und langlebig – dadurch zeichnet sich die „Sprinter“ aus. Für den Trainingslauf im Dunkeln genügt diese Lampe allemal. Die 75 Lumen (normale Leuchtstufe, max. Leuchtkraft: 130 Lumen) strahlen in einem breiten Lichtkegel. Die Rücklampe bietet Sichtbarkeit im Stadtverkehr. Das Über-Kopf-Band trägt zur optimalen Gewichtsverteilung bei. Auf der Rückseite des Akkus leuchtet auf Wunsch eine rote LED. Eine Top-Lampe zum fairen Preis.
Fakten: Lichtleistung: 130 Lumen | Reichweite: bis 30 Meter | Akku aufladbar via USB | Rücklicht: Ja | Gewicht: 105 Gramm | IPX4 |

75,00 €

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Vis 360 Run

Light and Motion

Vis 360 Run

Eine Top-Stirnlampe. Sieht etwas klobig aus, sitzt aber durch das breite Band perfekt am Kopf. Der Scheinwerfer ist hell und hat mit 100 Metern eine große Reichweite. Auch Trailläufe abseits befestigter Wege sind damit kein Problem.
Gute Idee: Das helle Rücklicht und die seitliche Beleuchtung sorgen für eine 360 Grad Rundum-Sichtbarkeit.
Fakten: Lichtleistung: 120 Lumen | Reichweite: bis 100 Meter | Akku aufladbar via USB | Rücklicht: Ja | Gewicht: 130 Gramm | IPX4 |

110,00 €

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Neo X2

Lupine

Neo X2

Was für eine Leuchtkraft! Bei voller Leistung ist diese Stirnlampe wirklich beeindruckend. Die Neo X2 wirft nicht nur einen kleinen Leuchtkegel, sondern leuchtet die gesamte Umgebung aus! Auf Knopfdruck sind 5 Leistungsstufen zwischen 35 und 700 Lumen wählbar. Die oberste Stufe benötigt man eher beim Höhlenklettern, aber als Trailläufer ist man vielleicht doch froh, so eine Lampe dabei zu haben. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig. Nicht die leichteste, aber die leistungsstärkste Lampe im Test.
Fakten: Lichtleistung: bis 700 Lumen | Reichweite: bis 120 Meter | Akku aufladbar via USB | Rücklicht: Nein | Gewicht: 195 Gramm | IPX4 |

180,00 €

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Tikka RXP

Petzl

Tikka RXP

Mit ihren 215 Lumen hat die Tikka RXP von Petzl einiges zu bieten. Doch da eine so hohe Leuchtkraft nicht immer sinnvoll ist, hat sich Petzl etwas einfallen lassen: das Reactive Lightning. So passt sich die Stirnlampe automatisch der Umgebung an: Während sie sich in der Stadt zurückhält, gibt sie im Wald alles – ohne, dass der Träger etwas tun muss. Sie sitzt fest am Kopf und ist nicht zu schwer. Auch dank der ordentlichen Akkulaufzeit und kleinen Extras ist die Stirnlampe ihr Geld eindeutig wert.
Fakten: Lichtleistung: 215 Lumen | Reichweite: bis 110 Meter | Batterien: aufladbar via USB | Rücklicht: Nein | Gewicht: 115 Gramm I IPX4 |

99,95 €

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SEO 3

Ledlenser

SEO 3

Sitzt gut, sieht gut aus und hat ein fast unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Die SE0 3 ist ein wahres Schnäppchen, mit der vor allem Einsteiger nichts falsch machen können. Gute Leuchtkraft (zwei Stufen plus Blinklicht) und ein leicht neigbares Gehäuse. Die Bedienung ist spielend leicht. Für den abendlichen Waldlauf völlig ausreichend.
Fakten: Lichtleistung: 100 Lumen | Reichweite: 100 Meter |
Batterien: 3 x AAA 1.5V | Rücklicht: nein | Gewicht: 105 Gramm | IPX6 |

29,90 €

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T-Peak

Mammut

T-Peak

Viel Funktion für vergleichsweise wenig Geld. Die T-Peak bietet fünf verschiedene Leuchtstufen und ihr Winkel ist mehrfach verstellbar. Das sorgt für eine Reichweite bis zu 70 Metern und eine ordentliche Ausleuchtung auf fast allen Wegen. Sehr praktisch ist ein Schalter, der ein versehentliches Anschalten und damit ein unnötiges Entleeren der Batterien im Rucksack verhindert. Mit nur 72 Gramm zudem ein echtes Leichtgewicht.
Fakten: Lichtleistung: 90 Lumen | Reichweite: 60 Meter | 3 AAA Batterien (enthalten) | Rücklicht: Ja | Gewicht: 72 Gramm | IPX4 |

55,00 €

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SEO 7R

Ledlenser

SEO 7R

Die leichte Lampe ist nicht nur auf der schnellen Trainingsrunde ein perfekter Begleiter, sondern auch auf ganz langen Touren. Die SEO 7R dimmt automatisch das Licht, sobald die reflektierte Helligkeit steigt, beispielsweise wenn ein Blick auf eine Karte geworfen wird (Modus: Automatic Dim). Sehr gute Idee: Ist der Akku unterwegs leer, können drei handelsübliche Batterien (AAA) eingesetzt werden. Strahlt mit bis zu 220 Lumen wirklich weit und so hell, dass sie für nahezu jeden Zweck geeignet ist.
Fakten: Lichtleistung: 220 Lumen | Reichweite: bis 130 Meter | Batterien: aufladbar via USB oder 3 Batterien AAA (nicht enthalten) | Rücklicht: Nein | Gewicht: 93 Gramm | IPX6 |

89,90 €

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Mono HL

Sigma

Mono HL

Ein zuverlässige und günstige Alternative für Neulinge in Sachen Stirnlampen. Sitzt gut und und durch das geringe Gewicht leicht am Kopf. Mit 32 Lumen bietet sie zwar eine geringe Lichtleistung, die bei der Trainingsrunde auf Asphalt im leicht beleuchteten Stadtpark aber ausreicht. Die Verarbeitung der Lampe könnte trotz des geringen Preises etwas hochwertiger sein.
Fakten: Lichtleistung: 32 Lumen | Reichweite: 25 Meter |
Akku aufladbar mit USB | Gewicht: 56 Gramm | IPX 4 |

27,95 €

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