Wenn nur noch die Nase läuft

Lauf-Tipps bei Erkältung
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Wer als Ausdauersportler nur eine verstopfte Nase hat, kann weiter die Laufschuhe schnüren - wenn er das Training gemächlich angeht. "Das kann sogar leichte Erkältungssymptome lindern", sagt Thomas Haab, Mitarbeiter der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. Einen guten Hinweis biete der "Neck-Check": Das bedeutet, wenn eine Symptomatik vom Hals aufwärts auftritt, also etwa die Nase läuft, muss moderate sportliche Aktivität nicht schädlich sein.

Für den Alltag gibt Haab folgende Empfehlung: "Joggen Sie zum Beispiel 20 bis 30 Minuten im Wohlfühltempo und gönnen Sie sich danach eine Auszeit in der Badewanne, zum Beispiel mit Eukalyptus- oder Wacholderzusatz." Die Laufbekleidung sollte atmungsaktiv sein und vor Auskühlung schützen. Insbesondere Kopf und Hände müssen warm gehalten werden.

"Dabei so viel Sonne wie möglich tanken, um die Produktion von Vitamin D zu fördern und die Immunabwehr zu stärken." Hinsichtlich der Ernährung rät Haab, wegen der gesundheitspositiven und immunstärkenden Vitamine und Mineralienverstärkt auf Obst und Gemüse der Saison wie Äpfel, Birnen und Kohlsorten zu setzen.

Bei Fieber sind Laufen und Sauna absolut tabu

Treten Symptome wie Fieber, geschwollene Lymphknoten und Gliederschmerzen auf, ist Sport aber absolut tabu. Der Körper braucht dann Ruhe, um sich erholen zu können. "Sonst besteht das Risiko, den Infekt zu verschleppen, im schlimmsten Fall droht eine Herzmuskelentzündung", erläutert Haab. Im Zweifelsfall sollte man immer einen Arzt aufsuchen.

Der Versuch, den lästigen Schnupfen in der Sauna auszuschwitzen, funktioniert auch nicht, wie Lutz Hertel, Vorsitzender des Deutschen Wellness Verbandes erklärt. "Man beschleunigt höchstens, dass die Krankheit rauskommt", erklärt er. "Schneller wieder weg geht sie durch die Sauna aber nicht." Allerdings können regelmäßige Saunagänge, etwa ein- bis zweimal pro Woche, Erkältungen vorbeugen.

Bei erhöhter Temperatur ab 37,5 Grad sollte man die Sauna meiden. "Der Wechsel von heiß zu kalt bringt die autonome Regelung der Körpertemperatur durcheinander", betont Hertel. Bei Herzproblemen klären Betroffene am besten mit ihrem Arzt, ob die Sauna für sie infrage kommt.