WM: Mo Farah will das dritte Gold

Heute beginnen die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London. Und für Läufer steht schon am ersten Tag ein Höhepunkt auf dem Programm: Um 22:20 Uhr deutscher Zeit will der Brite Mo Farah vor eigenem Publikum wieder Weltmeister werden. Und: Wir sind gespannt auf 1.500-Meter-Läuferin Konstanze Klosterhalfen, die zum Vorlauf antritt.

Die Leichtathletik-Weltmeisterschaften könnten gleich am ersten Abend einen großen Höhepunkt erleben: Vor heimischem Publikum will Mo Farah zum dritten Mal in Folge den Titel über 10.000 m gewinnen. Es wird zugleich sein letztes Rennen über diese Distanz sein, denn in der Zukunft will sich Farah auf den Marathon konzentrieren.

Ein Rekord wäre ein dritter Sieg in Folge jedoch nicht, denn sowohl Haile Gebrselassie (1993 bis 1999) als auch sein äthiopischer Landsmann Kenenisa Bekele (2003 bis 2009) sammelten über diese Distanz sogar vier WM-Goldmedaillen in Folge.

Ist Mo Farah in London zu schlagen? Ausgeschlossen ist das nicht, wobei wohl nur die Kenianer das Potenzial dafür haben, den Briten vom Thron zu stoßen. Der aktuelle Cross-Weltmeister Geoffrey Kamworor, der vor zwei Jahren bereits Zweiter hinter Farah war und diesen vor gut einem Jahr bei der Halbmarathon-WM in Cardiff bezwang, könnte einmal mehr der stärkste Konkurrent für Mo Farah sein. Doch auch der Olympia-Zweite Paul Tanui und der dritte Kenianer im Rennen, Bedan Karoki, können Farah gefährlich werden.

2017_08_04_klosterhalfen_imago

Konstanze Klosterhalfen will ins Finale rennen

Auch aus deutscher Sicht wird der erste WM-Abend spannend: Um 20:35 Uhr werden die Vorläufe der Frauen über 1.500 Meter gestartet. Dabei: Konstanze Klosterhalfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen, die zu den größten Lauftalenten zählt, die Deutschland je hatte.

2017 gelang es ihr, auf gleich drei Strecken „magische Marken“ zu knacken: Die 800 Meter lief sie in unter zwei Minuten, die 1.500 Meter in unter vier und die 5.000 Meter unter 15 Minuten. An der Deutschen Sporthochschule in Köln studiert die gebürtige Bonnerin Sportjournalismus.

In London hat sie extrem starke Konkurrenz: Der ewige Streitfall Caster Semenya (Südafrika), Weltrekordlerin Genzebe Dibaba (Äthiopien), Olympiasiegerin Faith Kipyegon (Kenia). Doch „Koko“ bleibt enstpannt.

„Ach, natürlich schaue ich ein wenig auf die anderen – ich laufe ja nicht alleine“, sagte die 20-Jährige vor ihrem Vorlauf am Freitag. „Aber vor allem will ich mich auf mich konzentrieren. Und dann schaue ich mal, was geht. Ich bin näher an die Afrikanerinnen herangekommen, aber es ist noch ein Stück Abstand." Sie will "von Runde zu Runde“ schauen. Und deshalb geht es heute Abend erstmal um den Einzug ins Halbfinale, das für Samstag terminiert ist. Sollte sie ins Finale einziehen, steht das am Montagabend um 22:50 Uhr deutscher Zeit auf dem Programm.

Zu sehen ist das alles bei live Eurosport oder ab 22:15 Uhr im ZDF.