WM-Start: Bekele läuft erstmals um Marathon-Medaillen

Äthiopiens Laufsport-Stars Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba wurden von ihrem Verband für den Marathon bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London nominiert. Es wird für die beiden mehrfachen Langstrecken-Olympiasieger das erste Meisterschaftsrennen über die klassischen 42,195 km. Mit ihren Weltklasse-Bestzeiten von 2:03:03 beziehungsweise 2:17:56 Stunden werden Bekele und Dibaba die schnellsten Läufer auf der WM-Startliste in London sein, denn die in der ewigen Weltrangliste noch vor ihnen platzierten Athleten werden im August an der Themse nicht laufen. Beide WM-Marathonläufe werden am 6. August gestartet. Damit ist es unwahrscheinlich, dass Kenenisa Bekele am 24. September in Berlin zur Titelverteidigung antreten wird. Dort hatte er 2016 mit 2:03:03 Stunden seine persönliche Bestleistung aufgestellt.

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Aus Deutschland starten nur Fate Tola und Katharina Heinig

Der Deutsche Leichtathletik-Verband wird in London nur mit zwei Läuferinnen im Marathon vertreten sein: Nachdem Fate Tola (LG Braunschweig) und Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt) die Qualifikation geschafft hatten, wurden sie vor kurzem vom Verband auch nominiert. Bei den Männern erreichte kein Läufer die deutsche WM-Norm.

Kenenisa Bekele und Tirunesh Dibaba sind auch die äthiopischen Rekordhalter im Marathon. Und beide dürften in London die Favoritenrolle übernehmen. Bekele gewann im vergangenen September den Berlin-Marathon mit 2:03:03 und verpasste dabei den Weltrekord um lediglich sechs Sekunden. Nach einem verletzungsbedingten Ausstieg beim Dubai-Marathon im Januar wurde der 34-jährige Bekele in London im April Zweiter in 2:05:57 - dabei war er jedoch noch nicht wieder in Topform. Im zweiten Marathonrennen ihrer Karriere steigerte sich die 31-jährige Dibaba in London auf 2:17:56 Stunden. Damit wurde sie Zweite hinter Mary Keitany (Kenia), die jedoch nicht beim WM-Marathon starten wird.

Neben Kenenisa Bekele nominierten die Äthiopier den Dubai-Sieger Tamirat Tola und den Hamburg-Marathon-Gewinner Tsegaye Mekonnen für den Weltmeisterschafts-Marathon. Bei den Frauen werden neben Dibaba die nicht mit ihr verwandte Birhane Dibaba sowie Shure Demise und Mare Dibaba starten. Mare Dibaba, die ebenfalls nicht verwandt ist mit den anderen beiden Dibabas, erhält als WM-Titelverteidigerin eine Wild Card, so dass Äthiopien mit vier Läuferinnen in London vertreten ist.

Die stärksten Kenianer fehlen

Zuvor hatten auch die Kenianer ihre Marathon-Teams nominiert. Dabei fehlten erwartungsgemäß die ganz großen Namen wie Eliud Kipchoge, Wilson Kipsang oder Mary Keitany, die alle einem Start bei einem Herbst-Marathon den Vorzug geben. Nach seinem überraschenden London-Sieg in 2:05:48 Stunden wird der 24-jährige Daniel Wanjiru an der Themse erneut auf Kenenisa Bekele treffen. Gideon Kipketer und Geoffrey Kirui vervollständigen das kenianische Team.

Bei den Frauen startet die zweitmalige Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat (2011 und 2013) erneut bei der WM. Vor zwei Jahren war die inzwischen 37-Jährige Fünfte, im Frühjahr meldete sie sich überraschend mit einem Sieg in Boston in 2:21:52 Stunden zurück. Die WM-Zweite von 2015, Helah Kiprop, und Flomena Cheyech wurden ebenfalls nominiert.