Emotionale Events erleben
Florian Orth holt DM-Gold bei 10-km-Premiere

| Jörg Wenig, Redaktion laufen.de I Foto: Veranstalter
Mehr als zehn nationale Titel, von der Jugend- bis in die Aktivenklasse, von der Mittel- über die Langstrecke, im Einzel und im Team hat Florian Orth bere

Mehr als zehn nationale Titel von der Jugend- bis in die Aktivenklasse, von der Mittel- über die Langstrecke, im Einzel und mit der Mannschaft hat Florian Orth schon gewonnen. Am Sonntag kam das erste Einzel-Gold auf der Straße hinzu: Der Regensburger holte sich in Hamburg den Titel im 10-Kilometer-Straßenlauf. Gold bei den Frauen ging an Melat Yisak Kejeta. Die DM wurde im Rahmen des Barmer GEK Alsterlaufs ausgetragen. Dort gab's sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen neue Streckenrekorde.

Florian Orth ist bei seinem ersten 10-km-Wettkampf als Sieger ins Ziel gelaufen: Auf Anhieb wurde der 27-Jährige in Hamburg Deutscher Straßenlaufmeister über diese Distanz. Der Mittel- und Langstrecken-Spezialist auf der Bahn, der bei den Olympischen Spielen in Rio über 5.000 m die Final-Qualifikation verpasst hatte, war über die 10-km-Distanz nach 28:59 Minuten im Ziel. Rang zwei ging an Amanal Petros (SV Brackwede/29:06), Dritter wurde Mitku Seboka (LAC Quelle Fürth/29:20). Das Rennen war integriert in den Hamburger Alsterlauf, den Kalipus Lomwai (Kenia) in 28:15 Minuten knapp vor Zelalem Mengistu (Äthiopien/28:16) und Erick Koskei (Kenia/28:19) gewann. Die ersten beiden liefen schneller als der bisherige Streckenrekord. In der Gesamtwertung des Alsterlaufes belegte Florian Orth Rang acht.

Bei den Frauen ging der Meisterschaftssieg an die Äthiopierin Melat Kejeta, die sich dem PSV Grün-Weiß Kassel angeschlossen hat und daher bei den nationalen Titelkämpfen auch als Ausländerin starten darf. Diese Regelung wird allerdings 2017 geändert. Ab dann können nur noch Leichtathleten mit deutschen Pass auch Deutsche Meister werden. Kejeta siegte in 33:19 Minuten klar vor Melina Tränkle (LG Region Karlsruhe/34:14) und Jana Sussmann (LT Haspa Marathon Hamburg/34:23). Für die hochkarätigste Leistung der Veranstaltung sorgte die Siegerin des Alsterlaufes: Die Kenianerin Antonina Kwambai gewann mit Streckenrekord in flotten 31:52 Minuten vor ihren Landsfrauen Naom Jebet (31:57) und Maryanne Wanjiru (32:23). Die Deutsche Meisterin Kejeta belegte Rang neun in der Gesamtwertung.

„Ich war heute sehr stolz, dass wir zwei Wettbewerbe mit einem Startschuss starten konnten“, freute sich Rennchef Karsten Schölermann, „ich fand es großartig“. Der Vorsitzende des DLV-Bundesausschuss Laufen, Harald Rösch schließt sich an: „Ich bin sehr zufrieden und drücke die Daumen für die Zukunft.“ Anders beurteilte der Deutsche Meister das Rennen„2-in-1". „Für mich ist das eigentlich keine Deutsche Meisterschaft, wenn vorne so ein Elitefeld Tempo macht, das verzerrt den Wettbewerb.“