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43.317 Läufer starten beim Paris-Marathon

| Jörg Wenig I Foto: ASO
Der 40. Paris-Marathon endete standesgemäß mit einem Teilnehmerrekord. 43.317 Läuferinnen und Läufer liefen am Sonntag durch die französische Hauptsta

Der 40. Paris-Marathon endete standesgemäß mit einem Teilnehmerrekord. 43.317 Läuferinnen und Läufer liefen am Sonntag durch die französische Hauptstadt. Erwartungsgemäß gingen beide Siege nach Kenia.

Zum 40. Jubiläum verzeichnete der Paris-Marathon den erwarteten Teilnehmerrekord. Von den insgesamt 57.000 gemeldeten Läufern gingen am Sonntag 43.317 Athleten an den Start. Nur der New York-Marathon dürfte in diesem Jahr die Franzosen noch übertreffen. Die Hoffnungen auf zumindest einen neuen Streckenrekord erfüllten sich zum Jubiläum jedoch nicht. Während der Kenianer Cybrian Kotut in 2:07:11 Stunden gewann, setzte sich seine Landsfrau Visiline Jepkesho mit 2:25:53 durch.

Im Rennen der Männer passierte eine größere Spitzengruppe die Halbmarathonmarke nach 62:47 Minuten. Dies war schon ein wenig zu langsam für den Streckenrekord, den Kenenisa Bekele (Äthiopien) vor zwei Jahren mit 2:05:03 aufgestellt hatte. In der Folge geriet die Marke außer Reichweite, während Titelverteidiger Mark Korir (Kenia) das Rennen aufgab. Einen vorentscheidenden Vorstoß gab es erst gut vier Kilometer vor dem Ziel. Der Äthiopier Gebretsadik Abraha setzte sich ab, doch Cybrian Kotut reagierte und konnte die Lücke wieder schließen.

Zweiter Marathon, erster Sieg

Während Abraha auf den letzten drei Kilometern noch einbrach und von Platz eins auf Rang fünf (2:08:18) zurückfiel, lief der 24-jährige Kotut im zweiten Marathon zum ersten Sieg. Der Kenianer gewann in 2:07:11 Stunden vor seinen Landsleuten Laban Korir (2:07:29), Stephen Chemlany (2:07:37) und Micah Kogo (2:08:03). „Ich war zuversichtlich, aber ich hatte nicht erwartet, dass ich gewinnen würde. Dieser Sieg verändert mein Leben“, erklärte Kotut, der für seinen Sieg 50.000 Euro erhält. Im vergangenen Jahr war er bei seinem Marathon-Debüt als Zweiter in Mailand 2:08:55 gelaufen.

Im Rennen der Frauen war es immer wieder Visiline Jepkesho, die für das Tempo sorgte. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 72:32 Minuten setzte sich die 28-Jährige, die vor einem Jahr in Paris als Dritte mit 2:24:44 Stunden ihre persönliche Bestzeit aufgestellt hatte, nach rund 30 km ab. Sie gewann schließlich in 2:25:53 vor den Äthiopierinnen Gulume Chala (2:26:14) und Dinknesh Tefera (2:28:12).