Powerfood Nussmus
Alles Gute aus der Nuss

| Text: Marcus Schall | Foto: iStock

Als Brotaufstrich, Zutat in Frühstücks-Bowls oder im Porridge, als eiweißreiche Ergänzung in Smoothies und Shakes, in Saucen oder in selbstgemachter Bananen-Eiscreme: Nussmus ist lecker und vielseitig einsetzbar. Vor allem ist Nussmus aber auch eines: Gesund und daher insbesondere für Sportler sehr vorteilhaft.

Mit der steigenden Popularität von Food Trends wie Clean Eating kommen vermehrt auch altbekannte Lebensmittel und Produkte auf den Tisch. Ein Beispiel ist Nussbutter oder Nussmus. Allerdings nicht in Form von gesalzener und mit Zusatzstoffen durchsetzter Industrie-Erdnussbutter. Der moderne „Foodie“ will saubere Produkte und möglichst viel Abwechslung. Der Handel bietet daher ein breites Sortiment für fast jeden Geschmack: Von klassischer Erdnussbutter, über weißes und braunes Mandelmus, Cashewmus bis hin zu Spezialitäten wie Macadamia- oder Pistazienmus.

Worauf ist zu achten?

Bei der industriellen Herstellung von Nussbutter werden Nüsse zunächst geröstet und anschließend vermahlen. Gesundheitsorientierte Verbraucher sollten darauf achten, dass die Nussbutter ihrer Wahl zu 100 Prozent aus Nüssen besteht und keinerlei weitere Zusatzstoffe wie Öle, Emulgatoren, Salz oder Zucker enthält.

Wer Nussmus selber herstellen möchte kann dies mittels einer Küchenmaschine oder eines Hochleistungsmixers erledigen. Allerdings muss man eines ganz klar wissen: Die Herstellung von Nussmus ist für ein Haushaltsgerät, gleich welcher Qualität, eine echte Herausforderung und „Königsdisziplin“. Nicht nur, dass die Geräte zwischendurch erhitzen – es kann definitiv auch zu irreparablen Schäden führen. Wer dieses Risiko lieber vermeiden möchte findet dank des Münchener Start-Ups Supernutural in immer mehr deutschen Bio- und Supermärkten frisch zu zapfende, besonders schonend vermahlene Bio-Nussbutter.

Was steckt drin?

Ausdauersportler können pure Nussbutter als schnellen Energielieferanten vor der ersten Trainingseinheit nutzen. Bei Eiweißshakes am Abend kann die Verdauungszeit des Proteins durch die Zugabe von Nussbutter verzögert werden, so dass die zuvor belastete Muskulatur während der gesamten Nachtruhe kontinuierlich mit Eiweiß und regenerationsfördernden Aminosäuren versorgt wird.

Nüsse liefern in erster Linie Fett, dazu relativ viel Eiweiß. Das enthaltene Fett besteht hauptsächlich aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, also „guten“ Fetten. Ferner enthalten sie Mineralstoffe, Spurenelemente, antioxidative Vitamine und verfügen über einen nennenswerten Ballaststoffanteil. Besonders interessant ist, dass die Bestandteile der Nüsse – hier vor allem die Fettsäuren – durch die Vermahlung besser vom Körper resorbiert werden können. Bei allen ernährungsphysiologischen Vorteilen sollte aber stets der Energiegehalt berücksichtigt werden. Ein Esslöffel Nussmus hat schließlich gut 100 Kalorien.