Laufschuh im Test
Der neue Supernova Rise von adidas: Perfekter Mix aus Komfort und Stabilität

| von Christian Ermert (Text) & Norbert Wilhelmi (Bilder)

Mit dem ab heute im spezialisierten Laufsportfachhandel erhältlichen Supernova Rise hat adidas einen ganz neuen Laufschuh kreiert, der die Bedürfnisse von Freizeitläufern perfekt trifft.

Räumen wir doch mal mit ein paar Behauptungen auf, die uns zum Thema Laufen ständig aufgetischt werden. Es sei so einfach, so leicht, fühle sich wie Fliegen an, tue soooo gut. Klar, oft und für viele Läuferinnen und Läufer fühlt sich das so an. Aber für genau so viele eben auch nicht. Eine Strava-Umfrage hat 2020 ergeben, dass 50 Prozent der Läuferinnen und Läufer ihre Läufe eher aushalten als genießen. Laufen ist eben manchmal echt hart. Und manches macht’s noch härter. 84 Prozent sagen, dass es vom Wetter abhängt, ob sie laufen gehen oder nicht. Die Hälfte wird öfter von familiären und beruflichen Verpflichtungen vom Laufen abgehalten. Und 60 Prozent der Läuferinnen sagen, dass sie durchs Laufen Aufmerksamkeit erhalten, die sie gar nicht wollen.

Was das alles mit dem neuen Laufschuh zu tun hat, den adidas jetzt in den spezialisierten Laufsportfachhandel bringt? Mit dem Supernova Rise will der deutsche Sportartikelhersteller seine Beziehung auch zu jenen Alltagsläuferinnen und -läufern weiter verbessern, die von Beschwernissen geplagt oder ganz vom Laufen abgehalten werden. „In den vergangenen Jahren haben bei uns Laufschuhe im Mittelpunkt gestanden, mit denen Athletinnen und Athleten ihre Leistung deutlich verbessern konnten und Rekorde erzielt haben. Mit dem Supernova Rise haben wir einen Schuh für alle kreiert, denen es beim Laufen weniger aufs Tempo, sondern viel mehr aufs gute Gefühl ankommt“, sagt JT Newcomb, der als Global Category Director für die Laufschuhentwicklung bei adidas verantwortlich ist. „Wir wollen noch mehr Menschen zum Laufen bewegen. Und Hindernisse aus dem Weg räumen, die noch zwischen dem Laufen und den Menschen stehen. Bei der Entwicklung haben wir an alle die gedacht, die viel arbeiten oder familiär sehr eingespannt sind. An die, die morgens vor der Arbeit noch einen Lauf dazwischen quetschen, und an die, die sich in der Mittagspause zum Laufen rausschleichen.“

Und alle die brauchen eben einen Laufschuh, der sich vom ersten Meter an supergut anfühlt und ihnen gibt, was sie brauchen. Genau das soll der Supernova Rise sein. „Wir haben es mit dem Schuh so gut wie bei keinem anderen Modell zuvor geschafft, Komfort und Stabilität zu harmonisieren“, schwärmt JT Newcomb. Der 277 (Herrenmodell) bzw. 234 Gramm (Damenmodell) leichte Schuh ist ab sofort für 150 Euro im ausgewählten Fachhandel, wie beispielsweise den Running Experts der Sport 2000, oder direkt bei adidas erhältlich.

Hält der Supernova Rise, was adidas verspricht?

Unsere ersten Testläufe mit dem Supernova Rise haben uns voll überzeugt. Wir sind im November gelaufen, oft morgens, wenn es noch dunkel war und geregnet hat. Oder in der Mittagspause, um wenigstens Tageslicht zu haben. Bei all diesen Läufen war der Supernova Rise ein Begleiter, der sich einfach gut angefühlt hat. Egal ob Testläufer mit neutraler Abrollbewegung oder Läuferinnen mit leichter Überpronation: Der Schuh war allen Bedingungen gewachsen und fühlt sich bei einer 6:30er-Pace genauso gut an wie unterm Fünfer-Schnitt. Besonders gut gefallen hat uns der perfekte Sitz an der Ferse. Vorn ist der Schuh recht schmal geschnitten, was Läuferinnen und Läufern, die breite Zehenboxen bevorzugen, nicht ganz so gut gefallen dürfte. Der Schuh ist top gedämpft, ohne sich weich anzufühlen. Er bietet genau das Maß an Bodenkontakt, das sich viele wünschen, und sorgt für eine harmonische Abrollbewegung und Stabilität.

Erzeugt hat adidas dieses Laufgefühl, indem man den Supernova Rise innerhalb von zwei Jahren komplett neu erfunden hat. Es wurde keine schon bestehende Plattform genutzt. Der Mittelsohlenaufbau ist von der Chemie der eingesetzten Dämpfungsschäume bis zum Aufbau innovativ. „In der Entwicklung haben wir gesehen, dass wir ganz neue Materialien benötigen, um den perfekten Mix aus Komfort und Stabilität hinzubekommen“, sagt JT Newcomb, „wir haben also unsere Chemiker nach einem Schaum gefragt, der auf den Komforteigenschaften des eigentlich auf Leichtigkeit und Dämpfung ausgerichteten Lightstrike Pro-Materials der ganz schnellen Schuhe basiert, aber gleichzeitig etwas fester und eher für den Alltags- als den Renneinsatz geeignet ist.“ Das Ergebnis ist die Entwicklung von Dreamstrike+, einem neuen Zwischensohlenschaumstoff, der bereits in den rekordverdächtigen adizero-Modellen verwendet wird. Dreamstrike+ verfügt über eine veränderte Formel, die höchsten Komfort und Dämpfung bei jedem Schritt bietet.

Wie der Schuh am Fuß funktioniert und für wen er geeignet ist, hat adidas in einer Serie von etwa 40 Schulungen den Händlern und Händlerinnen vermittelt, bevor sie den Schuh verkaufen. Dabei konnten die Händlerinnen und Händler den Supernova Rise testen, bevor er am 1. Dezember exklusiv im spezialisierten Laufsportfachhandel zu haben sein wird. Und bei der Auftaktveranstaltung bei Bunert in Duisburg hat mit Zehnkampf-Europameister Niklas Kaul sogar einer der größten Sportstars Deutschlands verraten, worauf es für ihn bei Laufschuhen ankommt.

Neuer Schaum für mehr Stabilität

Dreamstrike+ ist aber nicht der einzige Kunststoffschaum, der für die Mittelsohle des Supernova Rise neu entwickelt wurde. Bei der Neuheit sind auch die „Rods“ genannten Mittelsohlenelemente erstmals aus einem Dämpfungsschaum. Als „Rods“ werden bei Adidas strahlenförmige Elemente bezeichnet, die der Form der Mittelfußknochen nachempfunden sind. Aber während sie bei den ganz schnellen adidas-Schuhen aus Carbon oder Materialien mit ähnlichen Eigenschaften bestehen, um den Läufer nach vorn zu treiben, kommt beim Supernova Rise ein neuer EVA-Kunstsoff zum Einsatz. Der macht aus den zwischen Mittel- und Außensohle verbauten Rods Elemente, die Stabilität geben und die natürliche Abrollbewegung des Schuhs unterstützen. „Sie sind auch eher der flexiblen Sehnenstruktur des Fußes nachempfunden und weniger den Knochen“, beschreibt JT Newcomb die neue Konstruktion, die einen großen Anteil am guten Laufgefühl mit dem Supernova Rise hat.

Bei der Außensohle kommt das haltbarste Gummi zum Einsatz, das adidas im Sortiment hat. Bei unseren Testläufen bot der Supernova Rise damit auf Asphalt und gepflegten Parkwegen sehr gute Traktion. Auch wenn es nass war. Und dann sind da noch die Farben: Schwarzgrau und ein leuchtendes Grün. Inspiriert von Morgenläufen, die im Dunkeln starten und bei denen dann der Himmel grau wird, bevor irgendwann auch im Winter noch ein paar Grüntöne der Natur leuchten. Passt ideal zu einem Schuh, der auch für solche Läufe gemacht ist. Zumal er auch über reflektierende Elemente verfügt, die deine Sichtbarkeit im Dunkeln erhöhen. Ab Februar wird der Supernova Rise dann noch einmal in weitaus mehr Sportgeschäften zu kaufen zu sein. Und dann auch in größerer, frühlingshafterer Farbauswahl.