Die Fotos vom Wings for Life Run in München

| Redaktion laufen.de I Fotos: Norbert Wilhelmi, RedBull Content Pool

Knapp 150.000 Läufer und 1,5 Millionen zurückgelegte Kilometer. Der Wings for Life World Run war ein Riesen-Erfolg. Auf der ganzen Welt liefen am Sonntag Menschen, um Querschnittslähmung heilbar zu machen. Bei der deutschen Auflage in München gingen die Siege an Sebastian Hallmann und Bianca Meyer. In Mailand lief Ultra-Ass Florian Neuschwander mit mehr als 83 Kilometern auf Platz sechs im weltweiten Ranking.

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Sonntagmittag um 13 Uhr Mitteleuropäischer Zeit gingen bei der vierten Ausgabe des Wings for Life World Run zeitgleich 155.288 Läufer in 58 Ländern (inkl. App Runs) für ein gemeinsames Ziel an den Start: Querschnittslähmung heilbar zu machen. Das Konzept des einzigen globalen Charity-Laufs ist außergewöhnlich: Alle Teilnehmer laufen so lange, bis sie von der beweglichen Ziellinie, dem Catcher Car, eingeholt werden. Dabei wurden zahlreiche Rekorde aufgestellt: weltweit 1.431.183 zurückgelegte Kilometer, 27 Streckenrekorde und 6,8 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung, die über Startgelder und Spenden zusammenkamen.

Erstmals kürte sich ein Rollstuhlfahrer zum globalen Wings for Life World Run Champion. Aron Anderson (SWE) gewann in Dubai mit unglaublichen 92,14 Kilometern. Der Läufer mit der am weitesten gelaufenen Distanz ist Bartosz Olszewski (POL) mit 88,06 Kilometern. In München holten sich Sebastian Hallmann und Bianca Meyer mit 68,64 und 51,3 Kilometern den Sieg. Der deutsche Ultrarunner Florian Neuschwander, deutscher Vorjahressieger und Mitfavorit auf den globalen Titel, startete dieses Jahr in Mailand und landete mit 83,36 Kilometern auf Platz sechs im globalen Ranking.

Der Wings for Life World Run bewegt mit seinem einzigartigen Format Menschen auf der ganzen Welt. Auf allen Kontinenten, in verschiedensten Zeit- und Temperaturzonen trieben die Catcher Cars auch dieses Jahr Hobbyathleten und Profiläufer zu Höchstform an. Nach mehr als fünfeinhalb Stunden stand der globale Wings for Life World Run Champion fest: Aron Anderson legte in Dubai im Rollstuhl 92,14 Kilometer zurück und sorgte damit für die größte Sensation des Tages.

„In einem Rennrollstuhl wäre das eine normale Leistung, aber er hat das entsprechend der Regeln in einem ganz alltäglichen Rollstuhl geschafft, ein fantastischer Erfolg“ so Marc Herremans, Sports Director Wheelchair beim Wings for Life World Run. Mit 88,06 Kilometern sicherte sich Leipzig-Marathon-Sieger Bartosz Olszewski (POL) in Mailand Platz zwei; Dritter wurde mit 87,16 Kilometern Lemawork Ketema (AUT) in Wien. Die längste Strecke (68,21 Kilometer) bei den Frauen legte weltweit Dominika Stelmach (POL) in Santiago de Chile zurück.

Bianca Meyer und Sebastian Hallmann vorn

Wings for Life World Run_Gewinner München_(c)Flo Hagena_Wings for Life World Run_AP-1RWYS2C9N1W11

In München hatten sich 10.000 Teilnehmer für den Lauf im Olympiapark angemeldet. Mit dabei: Schauspieler Samuel Koch mit Ehefrau Sarah Elena und Sportgrößen wie Beachvolleyball-Olympiasieger Julius Brink, der dreifache Windsurfweltmeister Philip Köster und die vielfache Deutsche Meisterin über 5.000 und 10.000 Meter, Sabrina Mockenhaupt. Hierzulande freuten sich Bianca Meyer (51,3 km) und Sebastian Hallmann (68,64 km) über ihre nationalen Bestleistungen.

„Ich bin überwältigt von diesem Ergebnis, damit hätte ich nicht gerechnet. Der heutige Wings for Life World Run war der längste Dauerlauf meines Lebens. Die letzten Kilometer waren richtig hart“, so der glückliche Gewinner. „Nächstes Jahr werde ich wohl in Melbourne starten.“ Der 40-Jährige zählte vor rund 15 Jahren zu den besten Bahn-Langstreckenläufern Deutschlands. Im Jahr 2000 verpasste mit 13:26,43 Minuten nur ganz knapp die Olympia-Qualifikation über 5000 Meter für Sydney. Kommendes Jahr könnte der Münchner nun mit Verspätung bei einem großen Rennen in Australien starten.

Flo Neuschwander rennt in Mailand 83,5 Kilometer

Wings for Life World Run_Florian Neuschwander_(c)Armin Walcher_Red Bull Content Pool_AP-1RWY5VKB51W11

Der Frankfurter Florian Neuschwander, der sagenhafte 2.168 Läufer in seinem eigenen „Run with the Flow“-Team versammelte, startete selbst in Mailand. Dort rechnete er sich aufgrund der Bedingungen bessere Chancen aus. Am Ende einer top Leistung landete Neuschwander in Italien mit 83,49 Kilometern auf Platz drei, was einen hervorragenden sechsten Platz im globalen Ranking bedeutet. Der Wings for Life World Run findet nächstes Jahr am 6. Mai statt.

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