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Düsseldorf-Marathon: Deutsches Trio will finale Olympia-Chance nutzen

| Jörg Wenig I Foto: imago
Bis zum 1. Mai haben deutsche Läufer Zeit, sich für einen Marathon-Start bei den Olympischen Spielen zu empfehlen. Am 24. April wagen beim Metro Group Ma

Bis zum 1. Mai haben deutsche Läufer Zeit, sich für einen Marathon-Start bei den Olympischen Spielen zu empfehlen. Am 24. April wagen beim Metro Group Marathon Düsseldorf gleich drei einen Angriff auf die Rio-Norm von 2:14:00 Stunden: Manuel Stöckert, Hendrik Pfeiffer (Foto) und Falk Cierpinski.

Drei deutsche Topläufer wollen am 24. April auf den letzten Drücker noch die Qualifikation für den olympischen Marathon schaffen: Manuel Stöckert (SC Ostheim/Rhön), Hendrik Pfeiffer (Foto; TV Wattenscheid) und Falk Cierpinski (SG Spergau) werden beim Metro Group Marathon Düsseldorf versuchen, zumindest unter 2:13:57 Stunden zu laufen. Auch in der absoluten Spitze ist das Rennen nach einem finanziellen Engpass im vergangenen Jahr nun wieder besser besetzt. Verpflichtet wurden unter anderen der Kenianer Philipp Sanga, der eine hochklassige Bestzeit von 2:06:07 Stunden aufweist, und der Titelverteidiger Marius Ionescu (Rumänien). Dies gaben die Veranstalter des Rennens, für das Anmeldungen nach wie vor möglich sind, heute bekannt.

Nach dem augenblicklichen Stand würden Arne Gabius (LT Haspa Marathon Hamburg/2:08:33), Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg/2:12:50) und Julian Flügel (Asics Team Memmert/2:13:57) für den Olympia-Marathon in Rio nominiert werden. Gelingt es einem der drei in Düsseldorf startenden deutschen Topathleten unter 2:13:57 zu laufen, könnte Julian Flügel seinen Platz noch verlieren - sofern er selbst am kommenden Sonntag in Hamburg nicht schneller läuft.

Pfeiffer und Stöckert mit guter Halbmarathon-Zeit

Während Falk Cierpinski schon einmal unter 2:14:00 gelaufen ist - seine Bestzeit von 2:13:30 datiert allerdings bereits aus 2008 -, gab Manuel Stöckert vor einem Jahr bei seinem Debüt in Düsseldorf an der Halbmarathonmarke auf. In Frankfurt lief er dann als Tempomacher für die Frauen. Sein Marathondebüt will in Düsseldorf Hendrik Pfeiffer laufen. Beide zeigten vor kurzem beim Berliner Halbmarathon ansprechende Leistungen: Stöckert war Achter in 63:57, Pfeiffer folgte als Zehnter in 64:06, seine Bestzeit steht sogar bei 63:40 Minuten. Eine Marathon-Zeit im Bereich von 2:14:00 Stunden ist damit nicht ausgeschlossen.

Deutlich schneller wird in diesem Jahr sicherlich an der Spitze gelaufen. Auch Titelverteidiger Marius Iionescu, der sich im vergangenen Jahr bei seinem Sieg auf 2:13:19 Stunden steigerte, dürfte da keine Chance auf einen erneuten Triumph haben. Philipp Sanga reist mit einer Bestzeit von 2:06:07 Stunden nach Düsseldorf. Diese lief er allerdings bereits 2011 mit einem vierten Rang in Frankfurt. Sanga erzielte bisher bereits acht Zeiten unter 2:09, hat aber noch nie einen Marathon gewonnen. Zu seinen Rivalen werden am 24. April seine Landsleute Cosmas Kigen und Mathew Bowen zählen. Kigen hat eine Bestzeit von 2:09:43, Bowen erreichte bisher 2:10:57. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr wieder in der Lage sind, ein stärkeres Elitefeld an den Start zu bringen und damit den Metro Group Marathon Düsseldorf international wieder besser zu positionieren“, sagte Race-Direktor Jan Winschermann.

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