Düsseldorf-Marathon: Es geht um Titel und EM-Tickets

| Text: Artur Schmidt/Christian Ermert | Fotos: Veranstalter, Imago, Norbert Wilhelmi, privat

Am kommenden Sonntag (29. April) werden die Deutschen Marathon-Meisterschaften im Rahmen des Metro-Marathon Düsseldorf ausgetragen. Während bei den Männern und Frauen die besten deutschen Läufer wie Arne Gabius, Philipp Pflieger, Fate Tola, Anja Scherl, Anna Hahner, Sabrina Mockenhaupt oder Katharina Heinig aus den unterschiedlichsten Gründen nicht am Start sein werden, ist das Rennen für zahlreiche Läufer aus der sogenannten „zweiten Reihe“, die auf ein EM-Ticket für Berlin hoffen und für die Spitzenläufer in den Altersklassen von 35 bis über 80 Jahre ein Höhepunkt des Jahres. Für laufen.de hat Artur Schmidt die Starterlisten analysiert und stellt dir die aussichtsreichsten Läufer vor, bevor er am Sonntag das Rennen in Düsseldorf moderieren wird.

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Christa Vahlensieck: Die erste deutsche Meisterin ehrt die Sieger

Die Geschichte der Deutschen Marathon Meisterschaften ist lang. Bereits im Jahr 1925 wurden die Titelkämpfe erstmals in Berlin ausgetragen. Düsseldorf war schon drei Jahre später erstmals Ausrichter. Nach 1928 trafen sich die besten männlichen Marathonläufer – Frauen wurden erst ab 1975 zugelassen – in den Jahren 1951, 1957 und 1961 in Düsseldorf.

Nach einem Aufschwung in den beiden vergangenen Jahre, als die Titelkämpfe im Rahmen des Mainova Frankfurt Marathons Ende Oktober ausgetragen wurden, ist dieses Jahr ein deutlicher Rückgang der Teilnehmerzahlen zu verzeichnen: Vor knapp sechs Monaten waren in Frankfurt noch circa 700 Teilnehmer am Start, für Düsseldorf liegen circa 440 Meldungen vor. 

Insgesamt verzeichnen die Veranstalter für die 16. Auflage des Rennens rund 16.000 Anmeldungen (inklusive Rahmenwettbewerbe). Etwa 3700 von ihnen werden über die Marathondistanz starten. Zum ersten Mal wird der Metro Marathon Düsseldorf unter sportstadt.tv in einem Live-Stream gezeigt.  

Der Großteil der für die Deutschen Meisterschaften gemeldeten Athleten (350) gehört den Altersklassen W/M 35 bis 80 an. Bei den unter 35-Jährigen starten gut 90 Läuferinnen und Läufer in der Meisterschaftswertung. Alle Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften werden zusammen um 9:00 Uhr starten. Die DM-Teilnehmer sind an ihrer Startnummer zu erkennen. Bei der Klassifizierung der DM zählt nach den DLV-Regeln die Bruttozeit. Für die Bestenliste jedoch die Nettozeit der einzelnen Akteure.

Die Deutschen Meister werden in Düsseldorf von Christa Vahlensieck geehrt. Ihr war 1973 in Waldniel als erster deutscher Frau ein Marathon unter drei Stunden (2:59:26 h) gelungen -unter dem Namen Christa Kofferschläger. 1975 wurde sie die erste deutsche Marathonmeisterin beim Schwarzwald-Marathon. Dem Titel ließ sie 1976, 1977, 1978 und 1980 noch vier weitere folgen. 1977 gelang ihr beim Berlin-Marathon mit 2:34:48 h ein weiterer Weltrekord.

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Das Männerrennen: Halbmarathonmeister Karsten Meier gibt Marathon-Debüt

DEUTSCHER REKORD: 2:08:28 h (Arne Gabius)
VORJAHRESSIEGER: Arne Gabius (TherapieReha Bottwartal e.V) 2:09:59 h
TEILNEHMERZAHL: 74

Wer deutscher Meister wird und dabei unter 2:14:00 Stunden bleibt, ist sicher bei der EM in Berlin dabei. Angesichts der DM-Starterliste ist es allerdings höchst unwahrscheinlich, dass dies in Düsseldorf einem deutschen Läufer gelingt. Aber nach dem Marathon-Verzicht von Arne Gabius – er plant in Berlin einen EM-Start über 10.000 Meter – sind noch einige Plätze im Marathon-Team frei, das beim innerhalb des Berliner EM-Marathons ausgetragenen Europacup an den Start gehen kann. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass ein Athlet die EM-Einzelnorm von 2:14:00 erfüllt hat und drei weitere die Team-Norm von 2:17:00 unterbieten.

Vor dem DM-Wochenende mit den Marathons in Düsseldorf und Hamburg ist das noch nicht der Fall. Als einziger fest mit einem EM-Start planen kann Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid 01), der 2017 in 2:13:39 Stunden die Einzelnorm (2:14:00 h) unterboten und 2018 in 1:04:12 Stunden den geforderten Leistungsnachweis im Halbmarathon erbracht hat. Er wird aber aufgrund von leichten Achillessehnenproblemen in Düsseldorf nicht starten – eine Vorsichtsmaßnahme, um seinen Start bei der EM nicht zu gefährden.

Die Team-EM-Norm von 2:17:00 Stunden haben bisher Frank Schauer (Tangermünder Elbdeich-Marathon; 2:16:30 h) und Jonas Koller (LG Telis Finanz Regensburg; 2:16:03 h) unterboten. Letzterem gelang das allerdings schon 2017 – ihm fehlt der vom DLV geforderte Leistungsnachweis im Halbmarathon im EM-Jahr 2018. Bis zum 20. Mai muss er 1:07:00 Stunden gelaufen sein.

Und so geht es für die Starter in Düsseldorf vor allem um jene 2:17:00 Stunden, die über die Teamwertung zum Ticket für den EM-Marathon in Berlin führen. Insgesamt können maximal sechs deutsche Läufer für den EM-Marathon in Berlin nominiert werden.

Und diese Chance will eine große Zahl von Athleten in Düsseldorf nutzen – und am liebsten gleichzeitig Deutscher Marathonmeister 2018 werden. Jens Nerkamp (PSV Grüß-Weiß Kassel) könnte nach seinem Halbmarathon-Vizemeistertitel auch über die doppelt so lange Distanz ganz vorne dabei sein. Er strebt eine Zeit um die 2:16 Stunden an. Marcus Schöfisch (lauftraining.com) kennt das Gefühl, als Deutscher Meister im Marathon einzulaufen. Dies gelang ihm 2016 in Frankfurt. Eine gute Zehn-Kilometer-Zeit beim Dresdner Citylauf und beim Halbmarathon in Berlin heben ihn ebenfalls in den Favoritenkreis.

Gespannt darf man auf das Debüt des neuen Deutschen Halbmarathonmeisters Karsten Meier (LG Braunschweig) sein. Immer zu beachten sind die Läufer vom ART Düsseldorf um Philipp Baar, Sebastian Reinwand und Simon Stützel, die bei ihrem Heimspiel nicht nur die goldene Team Medaille mit nach Hause nehmen wollen. Ob Marcel Bräutigam (GutsMuths Rennsteiglaufverein) an den Start gehen kann, ist noch ungewiss. Tom Gröschel (TC Fiko Rostock), der in Wattenscheid trainiert, könnte trotz nur einer täglichen Trainingseinheit an einem guten Tag ebenfalls vorne dabei sein. Ebenfalls eine gute Rolle spielen kann Thorben Dietz (LG Filstal), der beim letztjährigen Berlin-Marathon in 2:19:20 Stunden der beste Deutsche war.

Nicht in Düsseldorf am Start ist Olympia-Marathonläufer Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg). Er jagt die EM-Norm beim zeitgleich ausgetragenen Haspa Marathon Hamburg. Er peilt zwar die Einzelnorm von 2:14:00 an, könnte aber mit einer Zeit von unter 2:17:00 Stunden auch das Team für Berlin perfekt machen.

Im internationalen Rennen wird Äthiopiens Streckenrekordler Dereje Debele Tulu, der 2013 die nach wie vor gültige Bestzeit von 2:07:48 Stunden aufstellte, von Gilbert Yegon herausgefordert. Der Kenianer gewann den METRO Marathon Düsseldorf ein Jahr später mit 2:08:07. Dies ist nach wie vor die zweitschnellste Zeit, die je in Düsseldorf gelaufen wurde.

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Das Frauenrennen: Franzi Reng will als deutsche Meisterin das EM-Ticket für Berlin klarmachen

DEUTSCHER REKORD: 2:19:19 h (Irina Mikitenko)
VORJAHRESSIEGERIN: Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) 2:29:29 h
TEILNEHMERZAHL: 23

Bei den Frauen ist die Situation hinsichtlich der EM in Berlin besser als bei den Männern. Mit Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) und Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg) können zwei Athletinnen fest mit einem EM-Start planen. Fate Tola (LG Braunschweig) und Anna Hahner (RUN2SKY) haben die EM-Norm von 2:32:00 Stunden 2017 unterboten, benötigen aber noch bis zum 20. Mai 2018 einen weiteren Leistungsnachweis – 1:14:30 Stunden über die Halbmarathon-Distanz sind gefordert. Sie alle werden in Düsseldorf allerdings nicht am Start sein.

So könnte der Weg zum Titel und zum EM-Ticket frei sein für die junge Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg). Der Schützling von Kurt Ring möchte sich mit einer guten Leistung für die Heim Europameisterschaften in Berlin empfehlen. Sie hat zwar schon 2017 die vom DLV geforderte Team-Norm (2:35:00 h) in 2:34:57 Stunden unterboten, liegt aber in der Rangfolge der EM-Aspirantinnen derzeit hinter Fabienne Amrhein (MTG Mannheim; 2:34:14 h) und Laura Hottenrott (TV Wattenscheid; 2:32:58 h). In Düsseldorf kommt es zum direkten Duell zwischen Fabienne Amrhein und Franziska Reng, während Laura Hottenrott nach ihrem erfolgreichen Marathon Ende Februar in Sevilla zuschaut. Spannend dürfte der Ausgang hinter diesen beiden Ausnahmekönnerinnen sein. Die größte Chance auf Edelmetall sind wohl der Essenerin Nina Kopmann vom starken AYYO Team einzuräumen. Das Team Gold dürfte an die LG Regio Landshut gehen.

Im internationalen Rennen gibt es mit der Weißrussin Volha Mazuronak, die beim Olympia-Marathon in Rio 2016 überraschend auf Rang fünf gelaufen war, eine große Favoritin. Sie könnte am Sonntag den Streckenrekord von 2:25:47 angreifen, wenn die Wetterbedingungen gut sind.

Das Rennen der M35: Andreas Straßner auf Titelkurs

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:09:23 h (Jörg Peter)
VORJAHRESSIEGER: 2:09:59 h (Arne Gabius)
TEILNEHMERZAHL: 34

Der Vorjahres Zweite Andreas Straßner (ART Düsseldorf) hatte in Frankfurt nur Arne Gabius vor sich. Heuer ist der deutsche Marathonrekordhalter nicht am Start, was natürlich die Chance für Andreas Straßner erhöht, nach 2016 wieder den Titel in der M35 zu gewinnen. Mit dem Maciek Miereczko (Erftstadt) hat er einen sehr leistungsstarken Gegner. Dem Augsburger Alexander Kerber könnte nach seinem vierten Rang im Vorjahr der Sprung aufs Podium gelingen. Auch Fabian Dickhans darf nicht unterschätzt werden.

Das Rennen der W35: Nina Kopmann leicht favorisiert

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:19:19 h (Irina Mikitenko)
VORJAHRESSIEGERIN: Bettina Englisch (TSG 1845 Heilbronn)
TEILNEHMERZAHL: 11

Orientiert man sich an die angegebenen Zeiten, so müsste man Nina Kopmann (AYYO Team Essen) als klare Favoritin nennen. In dieser AK sind – wie auch in den Jahren zuvor – Prognosen nur schwer möglich. Falls sie antreten, zählen auch Stephanie Boeltzl (SWC Regensburg) und Julia Galuschka zu den Favoritinnen.

Das Rennen der M40: Valentin Harwardt favorisiert

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:16:05 h (Günter Mielke)
VORJAHRESSIEGER: Jörg Heiner (SG Wenden)
TEILNEHMERZAHL: 30

Der Ingenieur Valentin Harwardt (VfL Wolfsburg) gilt als Titelverteidiger und souveräner Deutscher Meister bei den Halbmarathonmeisterschaften als Favorit. Sven Serke, der in Hannover als Dritter eine gute Vorstellung gab, ist neben Nihat Gökas und weiteren „Masters“ der Sprung aufs „Stockerl“ zuzutrauen.

Das Rennen der W40: Eine Kölnerin will den Triumph in Düsseldorf

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:24:53 h (Irina Mikitenko)
VORJAHRESSIEGERIN: Kerstin Stephan (LC Olympia Wiesbaden)
TEILNEHMERZAHL: 11

Viel vorgenommen hat sich die Kölnerin Susanne Schulze (ASV Köln) in Düsseldorf. Katrin Ochs (LG Filder) war im Vorjahr Drittplatzierte und strebt auch in diesem Jahr wieder einen Medaillenrang an. Mit guten Chancen startet auch Carmen Keppler (SV Oberkollbach).

Das Rennen der M45: Klaas Hinnek mit guten Chancen

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:21:00 h (Günter Mielke)
VORJAHRESSIEGER: Holger Wollny (SV Fortuna Bösdorf)
TEILNEHMERZAHL: 47

Klaas Hinnek Puls (LAV Stadtwerke Tübingen), Volker Lang (Neckarsulmer Sport-Union) und Andre Collet (Aachener TG) sind mit den besten Zeiten gemeldet. Klaas Hinnek war im Vorjahr mit einer 2:33er-Zeit Zweiter in der M 40. In der nächst höheren Altersklasse wird er ganz vorne erwartet. Volker Lang, mit einer Zeit von 2:33 Stunden gemeldet, ist ebenso stark zu beachten wie Andre Collet und eine Reihe weiterer Athleten.

Das Rennen der W45: Für Sandra Morchner ist die Bestmarke in Reichweite

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:47:28 h (Maria Bak)
VORJAHRESSIEGERIN: Sandra Morchner (PSV Grün-Weiß Kassel)
TEILNEHMERZAHL: 18

Die deutsche Bestmarke könnte von Sandra Morchner (PSV Grün-Weiß Kassel) nach ihrer tollen Vorstellung bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hannover unterboten werden. Aber auch hier gilt: Sie muss erst ins Ziel kommen. Sie gilt als klare Favoritin und wird kaum zu schlagen sein. Viel Spannung wird es bei der weiteren Medaillenvergabe gehen. Constanze Boldt (SWC Regensburg), Katrin Vogler (LG Filder), aber auch Sandra Barborseck (TV 03 Breitenbach) gelten als heiße Anwärterinnen auf die Plätze.

Das Rennen der M50: Der sechsfache Meister ist wieder da

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:28:09 h (Walter Koch)
VORJAHRESSIEGER: Eike Loch (LAC Quelle Fürth)
TEILNEHMERZAHL: 48

Er ist wieder zurück. Der sechsfache Deutsche Marathon Meister Dr. Matthias Koch (LAV Stadtwerke Tübingen). Heftige Achillesprobleme verhinderten ein regelmäßiges Training. Neun Monate konnte er nicht trainieren Wo er mittlerweile wieder steht, weiß er selbst nicht. Er möchte einfach nur „mitrollen“ und die Strecke für das kommende Jahr kennenlernen, dann ist er für die M55 startberechtigt. „Mit einem Ergebnis so, so knapp unter drei Stunden wäre ich schon zufrieden.“ Schauen wir einmal, was es dann wirklich wird. Martin Koller erlief sich in Frankfurt Bronze. Vielleicht nutzt er die Gunst der Stunde am Rhein. Viel Spannung verspricht in jedem Fall die AK50, die mit 48 Sportlern die größte Altersklassengruppe stellt. Um den Titel dürften Martin Koller( Rhein-Berg-Runners), Horst Wiegand (SC Neukirchen), Thomas Sambale (Rhein-Berg-Runners) und Frank Zimmer (Skills 04 Frankfurt) laufen.

Das Rennen der W50: An Christine Ramsauer führt kein Weg vorbei

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:48:47 h (Edeltraud Pohl)
VORJAHRESSIEGERIN: Claudia Maier (VfB LC Friedrichshafen)
TEILNEHMERZAHL: 19

Christine Ramsauer (LAC Quelle Fürth) gewann überlegen den Halbmarathon-Titel in Hannover. Alle Vorjahres-Medaillengewinnerinnen stehen nicht in der Meldeliste. Für einige die Möglichkeit, sich zu belohnen.

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Das Rennen der M55: Die Favoriten kommen aus Hessen – Daniel Ghebreselasie will den Titel verteidigen

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:32:43 h (Walter Koch)
VORJAHRESSIEGER: Daniel Ghebreselasie (PSV Grün-Weiß Kassel)
TEILNEHMERZAHL: 42

Auf den ersten Blick scheinen in der AK M55 die hessischen Athleten leicht favorisiert. Thomas Schneider konnte im Vorjahr im hessischen Frankfurt auf Rang Zwei einlaufen. Im Feld befinden sich weitere leistungsstarke Läufer, denen eine Überraschung zuzutrauen ist. Zu achten ist vor allem auf Daniel Ghebreselasie (PSV Grün-Weiß Kassel), Markus Zerres (TV Waldstrasse Wiesbaden), Dieter Kux (ASC Darmstadt), Thomas Schneider (SSG Königswinter).

Das Rennen der W55: Ilse Storch mit den besten Chancen

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:00:56 h (Hildegard Pfeiffer)
VORJAHRESSIEGERIN: Ilse Storch (LC Tölzer Land)
TEILNEHMERZAHL: 13

In der W55 zählt mit Ilse Storch eine weitere Bayerin zum Kreis der Favoritinnen. In Frankfurt siegte sie vor Ute Baldauf (VfL Dresden-Bühlau) und Sybille Möllensiep (SuS Schalke 96). Dies könnte sich auch am Rheinufer wiederholen.

Das Rennen der M60: Die Tagesform entscheidet

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:39:54 h (Walter Koch)
VORJAHRESSIEGER: Wolfgang Rühlemann (MTV Seesen)
TEILNEHMERZAHL: 21

Albert Eugen Vetter(LG Unterkirnach), Winfried Willems (Aachener TG), Friedrich Konrad (TUS Lörrach-Stetten) und Wolfgang Höfer (TSG Kleinostheim) streben alle eine Endzeit unter drei Stunden an. Hier im Voraus einen Tipp zu abzugeben, ist äußerst schwierig. Die Tagesform wird in dieser AK über Titel und Medaillen entscheiden.

Das Rennen der W60: Heidrun Besler nur schwer zu schlagen

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:07:26 h (Heidrun Besler)
VORJAHRESSIEGERIN: Nicole Schwindt (LAV Stadtwerke Tübingen)
TEILNEHMERZAHL: 11
 
Wenn die Allgäuerin Heidrun Besler in guter Verfassung antreten kann, ist es für ihre Konkurrentinnen nur sehr schwer möglich sie zu schlagen. Hinter ihr bieten sich einige Sportlerinnen mit Medaillenchancen an. Dazu zählen vor allem Maria Feyerabend (LSF Münster), Antje Wietscher (TV Refrath) und Marisa Gomez-Ruhland.

Das Rennen der M65: An Egbert Zabel führt kaum ein Weg vorbei

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 2:47:41 h (Walter Koch)
VORJAHRESSIEGER: Dr. Klaus Goldammer (OSC Berlin)
TEILNEHMERZAHL: 17

In dieser AK gilt der erfahrene Egbert Zabel als klarer Favorit. Im Vorjahr war er Vierter in der AK 6o. Der Aufstieg in die nächst höhere Klasse erhöht seine Titelchancen. Dahinter ist viel möglich. Zu den Silber-Kandidaten zählt vor allem Jan Bujok (SC Polonia Hannover).

Das Rennen der W65: Irene Hofmann kann aus Silber endlich Gold machen

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:21:46 h (Hannelore Horst)
VORJAHRESSIEGERIN: Hannelore Horst
TEILNEHMERZAHL: 4
Jahrelang musste sich Irene Hofmann (LSG Karlsruhe) immer mit Silber begnügen. Da die Seriensiegerin Hannelore Horst nicht am Start ist, könnte sie sich endlich mit der Goldmedaille belohnen.

Das Rennen der M70: Wird der Halbmarathon-Sieger auch Marathon-Meister?

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:03:38 h (Walter Koch)
VORJAHRESSIEGER: Jürgen Graeber (LAC Langenhagen)
TEILNEHMERZAHL: 9

Überzeugend war die Vorstellung des Titelverteidigers Jürgen Graeber bei den Halbmarathon-Meisterschaften in Hannover. Walter K. Johnen (LAV Stadtwerke Tübingen), mehrfacher deutsche Meister bei den Schützen und im Laufsport (Tübingen) ist immer voll motiviert und wird alles geben, um wieder aufs Podium zu kommen. Zu beachten: Der in die AK70 aufgestiegene Triathlet Dr. Günther Scheibehenne (STC Hommertshausen).

Das Rennen der W70: Ulrike Pithan gegen Anita Caspari

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:35:15 h (Helga Miketta)
VORJAHRESSIEGERIN: Ulrike Pithan (TuS Deuz)
TEILNEHMERZAHL: 2

Im Vorjahr gewann Ulrike Pithan (TuS Deuz) ihre Altersklasse. Mit Anita Caspari vom TV Planegg-Krailing hat sie lediglich eine Gegnerin. Eine Titelverteidigung für die Siegerländerin scheint möglich.

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Das Rennen der M75: Duell Stöcker gegen Kalweit

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:17:39 h (Clemens Wittig)
VORJAHRESSIEGER: Werner Stöcker (LG Wittgenstein)
TEILNEHMERZAHL: 6

Mit Werner Stöcker (LG Wittgenstein) ist ein weiterer Titelverteidiger am Start. Der Erntebrücker gehört mit dem Geburtsjahr 1939 zu den Ältesten in der M 75. Siegfried Kalweit (auf dem Bild mit seiner Tochter Heike) ist drei Jahre jünger, was natürlich ein Vorteil ist. Bei den Deutschen Halbmarathon Meisterschaften konnte er Werner besiegen. In jedem Fall wird dieses Duell abermals sehr spannend. In der W35 startet mit Heike Kalweit (TSV Viktoria Mühlheim) übrigens die Tochter von Siegfried Kalweit. Sie hat keine Ambitionen auf eine Medaille. Sie will erstmalig vor ihrem Vater „Siggi“ im Ziel sein. Sonst hatte er immer im Ziel auf sie gewartet und ihr fürsorglich ein Kaltgetränk gereicht.

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Das Rennen der W75: Helga Miketta ist die einzige Teilnehmerin

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 4:00:18 h (Helga Miketta)
VORJAHRESSIEGERIN: Helga Miketta (Birkesdorfer TV)
TEILNEHMERZAHL: 1
Mit Helga Miketta gibt sich die „Grand Dame“ des deutschen Marathonlaufes die Ehre. Sie steht schon heute als Siegerin fest. Eine Endzeit unter 4:15 Stunden wäre eine hervorragende Leistung für Helga, die wie immer von ihrem Ehemann betreut wird.

Das Rennen der M80: Clemens Wittig muss verzichten

DEUTSCHE BESTLEISTUNG: 3:39:54 h (Clemens Wittig)
VORJAHRESSIEGER: Clemens Wittig
TEILNEHMERZAHL: 2

Hier kommt es leider nicht zum Duell zwischen Clemens Wittig und Fokke Kramer (Bosauer SV). In Hannover lag Fokke vor Clemens, der sich bei den Senioren EM eine Rippenprellung zugezogen hatte. Vernünftigerweise verzichtet er auf einen Start in Düsseldorf. Somit ist der Weg für Fokke Kramer frei für einen DM Titel. Als weiterer Teilnehmer ist Ulrich Heise (DJK Elmar Kohlscheid) in der AK80 gemeldet.

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