Eliud Kipchoge beim London-Marathon

| Text: Jörg Wenig | Foto: Imago

Eliud Kipchoge wird seinen nächsten Marathon am 28. April in London laufen. Der kenianische Ausnahmeläufer hatte in Berlin im vergangenen September den Weltrekord in neue Dimensionen getrieben. Kipchoges Bestzeit steht seitdem bei 2:01:39 Stunden. Nur noch 100 Sekunden fehlen damit zur Marathon-Fabelzeit von unter zwei Stunden.

An der Themse trifft Eliud Kipchoge auf Mo Farah

In London ist allerdings nicht mit einem Angriff auf den Weltrekord zu rechnen. Dort trifft Eliud Kipchoge als Titelverteidiger auf den britischen Superstar Mo Farah. Der vierfache Langstrecken-Olympiasieger war vor einem Jahr an der Themse bereits Dritter und steigerte sich dann bei seinem Sieg in Chicago auf die Europarekordzeit von 2:05:11 Stunden. Mit Shura Kitata wird auch der Zweitplatzierte des vergangenen Jahres nach London zurückkehren. Der 22-jährige äthiopische Youngster stellte an der Themse mit 2:04:49 auch seine Bestzeit auf.

„Ich hatte 2018 mit meinem Sieg in London und dem folgenden Weltrekord in Berlin ein denkwürdiges Jahr und hoffe, dass 2019 genauso erfolgreich für mich wird“, sagte der 34-jährige Eliud Kipchoge. „Ich freue mich auf das Duell mit Mo Farah, der in Chicago gezeigt hat, dass er einen bedeutenden Marathon gewinnen kann.“

Während die Londoner Veranstalter das Frauenfeld noch nicht bekannt gegeben haben, spricht alles dafür, dass es am 28. April zu einem großen Dreikampf an der Themse kommen kann: Titelverteidigerin Vivian Cheruiyot (Kenia), die sich nach ihrem Sieg in Frankfurt 2017 in London auf 2:18:31 Stunden steigerte, dürfte einmal mehr auf Mary Keitany (Kenia) und Tirunesh Dibaba (Äthiopien) treffen.

In Boston starten Yuki Kawauchi und Desiree Linden als Titelverteidiger

Auch die Veranstalter des Boston-Marathons hatten vor kurzem Verpflichtungen für die Eliterennen bekannt gegeben. Mit dem Japaner Yuki Kawauchi und der US-Amerikanerin Desiree Linden werden am 15. April beide Titelverteidiger an den Start gehen. Schnellster Läufer im Feld der Männer ist nach dem jetzigen Stand der Kenianer Lawrence Cherono, der in Amsterdam seine persönliche Bestzeit von 2:04:06 Stunden lief. Er wird sich unter anderen mit dem Weltmeister Geoffrey Kirui (Kenia) und dem zweifachen Boston-Sieger Lelisa Desisa (Äthiopien) auseinandersetzen müssen.

Die schnellste Frau auf der Startliste ist die Äthiopierin Aselefech Mergia mit 2:19:31. Allerdings kam sie zuletzt nicht mehr an ihre besten Zeiten heran. Dies gilt auch für die zweimalige Weltmeisterin Edna Kiplagat (Kenia/2:19:50), die allerdings im September in Berlin als Vierte immerhin 2:21:18 erreichte. Zu beachten sein wird in Boston sicherlich Meskerem Assefa. Die Äthiopierin gewann im Oktober den Mainova Frankfurt-Marathon mit einer Streckenrekordzeit von 2:20:36.

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