Emotionale Events erleben
Frankfurt-Marathon: Experten-Talk und starke Gabius-Ansage

| Redaktion laufen.de I Foto: Frankfurt Marathon
Arne Gabius hat am 25. Oktober Großes vor. Der 34-Jährige will den deutschen Rekord (2:08:47 h) beim Frankfurt-Marathon unterbieten - und zwar deutlich.

Arne Gabius hat am 25. Oktober Großes vor. Der 34-Jährige will den 27 Jahre alten deutschen Rekord von Jörg Peter (2:08:47 h) beim Frankfurt-Marathon unterbieten - und zwar deutlich. 63:30 Minuten peilt Gabius für die erste Hälfte an, also Kurs Richtung 2:07:00 Stunden. Das gab er am Mittwoch bei einem Experten-Talk bekannt. Das Video der illustren Runde mit Tinka Uphoff, Dr. Matthias Marquardt und Ralf Scholt findet ihr im Artikel.

Rund 200 Gäste im vollbesetzen Sendesaal des Hessischen Rundfunks und mehr als 3500 Internet-User, die sich via Livestream zuschalteten, haben einen kurzweiligen wie informativen Mittwochabend erlebt. Beim Experten-Talk des Frankfurt Marathon in  Kooperation mit  Polar Deutschland, dem HR Fernsehen und Asics Deutschland haben Deutschlands schnellster Langstreckenläufer Arne Gabius, Deutschlands wohl schnellste Freizeitläuferin Tinka Uphoff und der bekannte Arzt und Lauftrainer Dr. Matthias Marquardt spannende Einblicke in ihre Laufwelten gegeben. Die Fragen zum Thema „Schlussspurt" für den Marathon stellte HR-Sportchef Ralf Scholt.

Wenn Gabius, der am 25. Oktober in Frankfurt den deutschen Rekord (2:08:47 h) knacken will, von seinem Renn- und Trainingsalltag berichtete, ging ein Raunen durch den Saal. Bis zu 260 Kilometer je Woche sei er in der 16-wöchigen Vorbereitung auf den ältesten deutschen Stadtmarathon gelaufen – mit seiner Teilnahme am Weltmeisterschaftsrennen in Peking über 10.000 Meter (Platz 17) als willkommene Unterbrechung, sagte der 34-jährige Profiläufer.

Den Halbmarathon möchte Gabius mit einer Zeit von 63:30 Minuten angehen, was in der Festhalle eine Zeit von 2:07 Stunden möglich erscheinen lässt. Pasta, Reis und Kartoffeln sind längst verbannt aus der Speisekammer von Arne Gabius, der sich seit 20 Jahren vegetarisch ernährt. Dank akribischer Planung seiner Ernährung treibt er seinen Fettstoffwechsel zu Höchstleistungen. Bei seinem fulminanten Marathon-Debüt im Vorjahr in Frankfurt (2:09:32 h) sei er mit „zehn Schluck Wasser und drei Schluck Cola" durchgekommen, erzählte Gabius.

Das Video vom Experten-Talk

Empfohlenes Video zu diesem Artikel

Hier findest du ein externes Video von YouTube, das diesen Artikel ergänzt. Du kannst es dir mit einem Klick anzeigen lassen und es wieder ausblenden.

Indem ich mir das Video anzeigen lasse, erkläre ich mich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an die Plattform YouTube übertragen werden können. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

„Exzesse mit Süßigkeiten vermeiden" will auch Tinka Uphoff. Allerdings hat die 32-Jährige weitaus weniger Zeit für Training und Ernährungspläne. Uphoff kann man als „Breitenleistungssportlerin" bezeichnen, geht sie als Juristin in Frankfurt doch einem Fulltimejob nach. In Hamburg schraubte die gebürtige Wiesbadenerin, die bei Spiridon Frankfurt trainiert, ihre Bestzeit dennoch auf mehr als respektable 2:43:50 Stunden. „Ich kann mir nach einem langen Tag im Büro nichts Schöneres vorstellen, als in die Laufschuhe zu schlüpfen. Aber der Job geht definitiv vor", sagte Uphoff, die sich Chancen ausrechnet, bei den im Rahmen des Frankfurt Marathon stattfindenden Deutschen Meisterschaften auf dem Treppchen zu landen.

Ziele setzen sich auch die vielen Tausend Breitensportler, wenn sie am 25. Oktober an den Start gehen. Der Internist, Bestsellerautor (u.a. „Laufbibel") und Trainer Dr. Matthias Marquardt hatte die Gäste und Zuschauer in seinem Eröffnungsvortrag eingeschworen auf den großen Tag. Neben Hinweisen auf das richtige Trainingsverhalten („Pace ist eine ehrliche Währung, vergesst mir aber den Puls nicht") und mögliche Fehler („sich bloß nicht in den Keller trainieren")  in den letzten Wochen der Vorbereitungszeit räumte er auch generell mit einigen Läufermythen auf. Beispielsweise beim Thema Ernährung. Denn kaum ein Marathonläufer habe einen Fettstoffwechsel wie Arne Gabius. Deshalb: „Während des Rennens vertragen wir Nahrung zwar schlecht, brauchen sie aber", so Marquardt. Auch zum Thema Schuhwahl und Einsatz von Schmerzmitteln („kein Akt von Klugheit") informierte der Lauftrainer mit Verve und Humor.