Spendenlauf
Mehr als 77.000 Starter beim Wings for Life World Run per App

| Text: Redaktion | Fotos: Red Bull Content Pool (Jörg Mitter, Flo Hagena)

Laufen für die, die es nicht können. Davon ließen sich am Sonntag, 3. Mai über 77.000 Menschen weltweit auch in der aktuellen Situation nicht abhalten. In 104 Ländern liefen Menschen für den guten Zweck: Jeder allein per App und doch alle gemeinsam mit dem Ziel Querschnittslähmung eines Tages heilbar zu machen.

Laufen für die, die es nicht können. Davon ließen sich am Sonntag (3. Mai) über 77.000 Menschen weltweit auch vom Corona-Virus nicht abhalten. In 104 Ländern liefen Menschen auf der ganzen Welt für den guten Zweck: Jeder allein per App und doch alle gemeinsam mit dem Ziel, Querschnittslähmung eines Tages heilbar zu machen. 100 Prozent der Start- und Spendengelder gehen an die Wings for Life Stiftung - in diesem Jahr waren es 2,8 Millionen Euro Spenden.

Der erste, rein virtuelle Startschuss des Wings for Life World Run fiel für alle Teilnehmer weltweit zum exakt gleichen Zeitpunkt, in Deutschland um 13 Uhr Ortszeit. In 104 Ländern weltweit – überall dort, wo es die aktuellen Ausgangsbeschränkungen erlaubten - gingen Menschen an den Start, um für diejenigen zu laufen, die es selbst nicht können. In allen Zeit- und Klimazonen traten vom Hobbyläufer und Profisportler gegen die virtuelle Ziellinie, das Catcher Car, an.

Unter ihnen auch Skisprung-Ass Andreas Wellinger. Er nutze den Wings for Life World Run als Training und lief knapp 13 Kilometer für den guten Zweck. Damit war er nicht allein: Auch die Wintersport-Kollegen Anna Gasser (Snowboard Olympiasiegerin), der ehemalige Skirennläufer Marcel Hirscher (achtfacher Gesamtweltcupsieger) und Ex-Skispringer Andreas Goldberger (Vierschanzentournee-Sieger) waren via App am Start.

Einer der beweist, welche Fortschritte es in der Rückenmarksforschung gibt, ist David Mzee. Der Schweizer ist seit einem Turnunfall 2010 querschnittsgelähmt. 2019 stand er beim Wings for Life World Run am Start und berührte Menschen weltweit mit seinen ersten Schritten. In diesem Jahr konnte er seine persönliche Bestleistung sogar auf 467 Meter ausbauen.

Florian Neuschwander landet auf auf Rang drei im globalen Ranking

Dass er in Top-Form ist, bewies auch Ultrarunner Florian Neuschwander, der in seiner Wahlheimat Inzell an den Start ging. Noch vor wenigen Wochen hatte er den Weltrekord über 50 Kilometer auf einem Laufband aufgestellt, heute lief er beeindruckende 63,2 Kilometer bevor er von der mobilen Ziellinie eingeholt wurde. Damit sicherte sich der Deutsche den 3. Platz in der globalen Wertung des Wings for Life World Run 2020; unter allen deutschen Startern kam Florian Neuschwander sogar auf Rang eins. Den globalen Sieg holte sich Michael Taylor (GBR) mit 69,9 Kilometern. Rang zwei belegte Aron Anderson (SWE), der im Rollstuhl unglaubliche 68,1 Kilometer zurücklegte. Bei den Damen holte Nina Zarina (RUS) mit 54,2 Kilometern den globalen Sieg und stellte damit ihren persönlichen Rekord aus 2019 ein. Zweite wurde Dominika Stelmach (POL) mit  51,2 Kilometern vor ihrer Landsfrau Martyna Kantor mit 50,3 Kilometern.