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Hannover: Drei Kenianer gegen April und Gabius

| Text: Jörg Wenig | Foto: Norbert Wilhelmi
Drei schnelle Kenianer können Lusapho April sund Arne Gabius das Leben schwer machen beim HAJ Hannover-Marathon am 9. April.

Drei schnelle Kenianer können Streckenrekordler und Titelverteidiger Lusapho April sowie Deutschlands Marathon-Rekordler Arne Gabius (Therapie Reha Bottwartal) das Leben schwer machen beim HAJ Hannover-Marathon am 9. April. Das kenianische Trio hat deutlich schnellere Bestzeiten als April und Gabius. Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben die Veranstalter heute weitere Verpflichtungen für das Rennen bekannt.

Die Starts von Arne Gabius, der in Frankfurt 2015 den 27 Jahre alten deutschen Rekord auf 2:08:33 Stunden verbessert hatte, und April, dessen Kursbestzeit und persönlicher Rekord genau eine Sekunde schneller ist als die Bestzeit von Gabius, hatten die Organisatoren um Race Direktorin Steffi Eichel bereits zuvor bekannt gegeben.

Mit einer Bestzeit von 2:06:07 Stunden führt Philipp Kimutai die derzeitige Startliste an. Nicholas Kamakya und Cheshari Jacob weisen persönliche Rekorde von 2:06:34 beziehungsweise 2:07:46 auf. Kimutai sollte eigentlich schon vor einem Jahr in Hannover April herausfordern, doch aufgrund von Visa-Problemen konnte er kurzfristig nicht einreisen. Seine persönliche Bestzeit lief er bereits vor sechs Jahren als Vierter des Frankfurt-Marathons. Auch Kamakyas persönlicher Rekord stammt aus 2011, allerdings überzeugte er im vergangenen Herbst als Zweiter in Köln mit 2:10:22. Jacob hat den HAJ Hannover-Marathon vor zwei Jahren bereits gewonnen. Damals lief er 2:09:32, zwei Jahre zuvor rannte er seine Bestzeit von 2:07:46 in Frankfurt.

„Hannover ist für mich wie eine zweite Heimat. Dort habe ich meine besten Leistungen und größten Siege erreicht. Ich freue mich auf das Rennen“, sagte Lusapho April, der bereits zum sechsten Mal in Hannover an den Start gehen wird und bisher dreimal gewann (2011, 2013 und 2016), so oft wie kein anderer Männer-Sieger. Vor einem Jahr sicherte er sich mit einer Zeit von 2:11:27 einen Olympia-Startplatz. In Rio belegte der Südafrikaner dann Rang 24. 2013 war Lusapho April Dritter in New York.

„Wir denken nicht so sehr an den Streckenrekord sondern hoffen, dass wir ein sehr spannendes Männerrennen sehen werden. Wenn es dann auch noch schnell werden sollte, umso besser“, sagte der für das Elitefeld zuständige Christoph Kopp.

Anders sieht es bei den Frauen aus: Fate Tola (LG Braunschweig) hatte angekündigt, den Streckenrekord angreifen zu wollen. Diesen lief die Ukrainerin Olena Burkovska 2013 mit 2:27:07. Während für das Frauen-Elitefeld noch weitere Verpflichtungen folgen werden, gilt zurzeit die Äthiopierin Ayelu Lemma Geda als stärkste Rivalin von Fate Tola, die seit Sommer 2016 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Geda hat eine Bestzeit von 2:29:49 mit der sie in Mailand 2015 Zweite war. Ein Jahr zuvor hatte sie den Rom-Marathon gewonnen.