Im Test: Die HoverAir-Kameras
Im Selbstflug zum perfekten Laufvideo
Luftaufnahmen von sich selbst beim Laufen, Radfahren oder Skifahren? Die selbstfliegenden Kameras von HoverAir machen es möglich.
Wer beim Laufen spektakuläre Landschaften, besondere Trainingseinheiten oder einfach persönliche Laufmomente festhalten möchte, steht oft vor einem Problem: Wer filmt eigentlich? Die selbstfliegenden Kameras von HoverAir versprechen eine einfache Lösung. Statt einer klassischen Drohne, die gesteuert werden muss, folgen die kompakten Flugkameras ihrem Nutzer automatisch und zeichnen Videos aus unterschiedlichen Perspektiven auf.
Das Ergebnis: Aufnahmen, mit denen du deine Erlebnisse mit anderen teilen kannst. Oder neue Erkenntnisse zu deinem Stil und deiner Technik sammelst. Oder mit denen du ganz einfach, Erinnerungen an deine schönsten Lauferlebnisse in der Natur festhalten kannst.
Das Konzept ist denkbar einfach: Kamera ausklappen, per Knopfdruck starten und loslaufen. Die HoverAir hebt selbstständig ab, erkennt die Person und folgt ihr je nach gewähltem Modus automatisch. Dabei stehen verschiedene Aufnahmeeinstellungen zur Verfügung. Im „Follow“-Modus verfolgt die Kamera den Läufer von hinten, „Dolly Track“ filmt frontal während der Bewegung, „Orbit“ erzeugt dynamische Kreisaufnahmen und „Bird's Eye“ liefert spektakuläre Bilder aus der Vogelperspektive.
Die HoverAir ProMax: Florian Neuschwander nutzt sie schon lange
Zu den Nutzern der ersten Stunde gehört auch Lauf-Ikone Florian Neuschwander. Der 44-Jährige war schon Lauf-Influencer war, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Die Trail-, Langstrecken und Ultramarathon-Ikone ist im Training meistens allein unterwegs. Für seinen Instagram-Kanal und andere mediale Aktivitäten braucht er aber immer wieder gute Videos von sich und seinen Läufen. Er kennt das Problem fehlender Kameraleute nur zu gut.
„Ich habe die erste selbstfliegende Kamera von HoverAir direkt gekauft, weil sie genau das ist, was ich brauche“, sagt der heute in Inzell lebende 44-Jährige. „Ich bin oft allein in den Bergen unterwegs und wollte mich schon immer unkompliziert beim Laufen filmen können. Die Kamera ist leicht, lässt sich zusammenklappen und passt problemlos in den Trinkrucksack. So ist sie innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit.“
Von der Handfläche aus starten: Einfache Handhabung
Tatsächlich gehört die einfache Handhabung zu den größten Stärken des Systems. Während klassische Drohnen oft Einarbeitung, Fernsteuerung und entsprechende Flugerfahrung erfordern, richten sich die HoverAir-Modelle ausdrücklich auch an Einsteiger. Möglich wird das durch künstliche Intelligenz, die Personen erkennt und verfolgt. Sensoren helfen dabei, Hindernisse wie Bäume oder Mauern zu erkennen und Kollisionen weitgehend zu vermeiden.
Die Aufnahmen werden auf dem internen Speicher der Kamera gesichert und anschließend per Smartphone-App übertragen. Wer mehr Kontrolle wünscht, kann die Kamera über Zubehör wie Beacon oder Joystick auch manuell steuern.
Für den Einstieg: Die HoverAir X1 gib es ab 269 Euro
Je nach Modell unterscheiden sich Ausstattung und Bildqualität deutlich. Die HOVERAir X1 bildet den günstigen Einstieg und richtet sich an Gelegenheitsnutzer. Sie gibt es ab 269 Euro. Die X1 PRO bietet für 519 Euro eine verbesserte Verfolgungsfunktion und eignet sich besonders für schnelle Outdoor-Sportarten. Das Spitzenmodell X1 PROMAX filmt ab 669 Euro sogar in 8K-Auflösung und spricht vor allem ambitionierte Content-Creatoren an.
Im Praxiseinsatz überzeugen die Kameras vor allem beim individuellen Training, auf Wanderungen oder bei Outdoor-Abenteuern in kleinen Gruppen. Ihre Stärken spielen sie überall dort aus, wo sich der Nutzer frei bewegen kann und ausreichend Platz vorhanden ist. Nicht geeignet sind sie dagegen für Wettkämpfe, große Laufveranstaltungen oder Bereiche mit Drohnenflugverboten. Hier gelten dieselben rechtlichen Einschränkungen wie für andere Fluggeräte.
Das Fazit: Ideal für alle, die oft alleine in der Natur unterwegs sind
Die selbstfliegenden Kameras von HoverAir schließen eine Lücke zwischen Actioncam und klassischer Drohne. Sie ermöglichen beeindruckende Lauf- und Outdoor-Aufnahmen ohne Pilot, Fernsteuerung oder besondere Vorkenntnisse. Wer regelmäßig allein trainiert, reist, gern andere Outdoor-Sportarten ausprobiert und seine Erlebnisse professionell dokumentieren möchte, findet hier ein überraschend unkompliziertes Werkzeug. Für Wettkämpfe oder stark frequentierte Bereiche bleiben die Einsatzmöglichkeiten jedoch naturgemäß begrenzt.