IM BLOG: ANDREA LÖW ERZÄHLT VOM MYTHOS "GROßGLOCKNER"

| Text: Andrea Löw | Fotos: Andrea Löw, Whistaler

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Harte Bedingungen für die Teilnehmer der Großglockner Bike Challenge an eben diesem Vortag, die auf der Großglockner Hochalpenstraße sich dem Wind und dem Regen entgegen strampeln mussten. Zum dritten Mal fand das Radrennen statt, die ganz Harten nahmen an beiden Wettbewerben teil. Außerdem stehen ein Dirndl- und Lederhosenlauf und auch mehrere Kinderläufe auf dem Programm.
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Am Sonntag, pünktlich zum Start also Traumwetter. Über 1200 Läuferinnen und Läufer machen sich in vier Startblöcken (und zeitversetzt, um Stau an den Anstiegen zu verhindern) auf den Weg nach oben. Immer höher. Es ist hart. Steil. Die Waden glühen. Doch gibt es auch flache und sogar Bergab-Passagen, tolle Trails, die super laufbar sind und einfach irre viel Spaß machen. Vor allem die letzten Kilometer sind ein Traum, vorbei an Bergseen, immer den Großglockner und seine Pasterze im Blick. In Scharen bleiben die Läufer zwischendurch stehen, zücken ihre Smartphones und fotografieren diese Landschaft. Diese unglaublich schöne und beeindruckende Landschaft.
Vier Verpflegungsstationen auf der Strecke bedeuten eine sehr gute Versorgung. Erstläufer mögen sich am Vortrag gefragt haben, warum es knapp einen Kilometer vor dem Ziel noch eine Labestation gibt. Die Erkenntnis folgt spätestens am Lauftag an diesem berüchtigten Schlussanstieg. Steil, steiler, Aufstieg zur Kaiser Franz Josef Höhe. Das tut noch mal mächtig weh, zieht die letzten Reserven, zumal das Ziel die ganze Zeit zu sehen ist, so nah scheint, der Moderator zu hören ist. Aber dann ist da dieser wunderbare Zieleinlauf, diese Zufriedenheit, es geschafft zu haben. Ein wirklich nützliches Finishergeschenk beim Großglockner Berglauf sind die Finisherdecken, in die sich die Läufer sofort einhüllen. Auch wenn die Sonne scheint, es ist kalt hier oben.
Und dann kommt der wohl bewegendste Moment dieses Berglaufes. Nein, nicht die Zieleinläufe der Sieger aus Kenia (Geoffrey Gikuni Ndungo in 1:13:19 und Lucy Wambui Murigi in 1:26:37 Stunden). Viel bewegender ist der Zieleinlauf der Staffel von Outdoor against Cancer. Sieben Krebspatienten haben diesen anspruchsvollen Berglauf gemeinsam in einer Staffel bewältigt. Das ist groß.
Zudem kamen während des Berglaufes 2500 Euro für Outdoor against Cancer zusammen: Für jeden Läufer, der mit dem Stirnband von Sponsor Viking Footwear aus dem Starterbeutel das Ziel kam und dort auf einen Buzzer gedrückt hat, spenden Viking Footwear, Garmin und Uniqa 5 Euro. Über 450 Mal wurde gedrückt und damit sind 2500 EUR zusammen gekommen, die Outdoor against Cancer für seine Projekte nutzen kann. Petra Thaller, die OaC 2015 während ihrer eigenen Therapie gründete, erklärt am Rande des Berglaufes: „Wir wollen die Lust an der Bewegung in der Gesellschaft wieder hervorrufen. Outdoor-Sport bedeutet Prävention, erkrankt man aber doch, ist man als Sportler fitter, wenn man in die Therapie geht.“ Und so organisieren sie Lauftreffs, Wanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten. Krebspatienten werden aus der Isolation geholt, sehen, dass sie etwas leisten können, mehr, als die Gesellschaft meist annimmt. Und so wurde die OaC-Staffel im Ziel begeistert gefeiert. Ein großartiger Moment während einer tollen Veranstaltung. [Mehr Informationen unter  ttps://www.outdooragainstcancer.de/ ]
Ein in vielerlei Hinsicht gelungenes Event – das war der Großglockner Berglauf 2017.
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