Im Test: Hoka one one Arahi 4 - stabil-leichter Komfortschuh

| Text: Redaktion laufen.de | Fotos: Hersteller

Es ist immer wieder ein Aha-Effekt, wenn man einen Laufschuh von Hoka one one zum ersten Mal in die Hand nimmt. Und beim Arahi 4 ist es besonders ausgeprägt. Der stabilste Schuh im Hoka-Sortiment wirkt auf den ersten Blick riesig. Breite Auflagefläsche, viel Dämpfungsmaterial, eine erkennbare mediale Stütze. Und dann das: dieser so maximal gedämpfte und stabile Laufschuh wirkt federleicht. Das macht den neuen Arahi 4 zu einem besonderen Vertreter seiner Art. Wir haben ihn getestet.

Laufschuhe von Hoka one one sind anders. Die auffallend volumigen Mittelsohlen lassen die Schuhe schwerer wirken als sie sind. Schuhe von Hoka muss man laufen, bevor man sich ein Urteil erlauben kann. Die Meta Rocker Technologie hat zum weltweiten Erfolg der Marke beigetragen. Damit sind die gebogenen Sohlen gemeint, die das Abrollen erleichtern. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass diese Rocker-Technologie die Belastung auf die Achillessehne um rund 10 Prozent (je nach Laufstil) reduzieren kann.

Beim neuen Hoka one one Arahi 4 ist der Rocker nicht ganz so ausgeprägt wie bei anderen Modellen des Herstellers. Das hat durchaus Sinn. Denn der Arahi 4 ist ein Schuh, der dem Läufer viel Stabilität geben möchte. Deshalb spricht der Hersteller beim Arahi 4 von einer Early Meta Rocker Konstruktion. Insgesamt ist die Auflagefläche der Außensohle sehr groß. Schon damit hat der Schuhe gute Führungseigenschaften.

Verstärkt wird diese Führung der Abrollbewegung durch die J-Frame Stabilitätstechnologie. Sie übernimmt aber niemals zu viel das Kommando. Durch das leichte EVA-Gemisch bleibt der Komfort im Arahi 4 auch bei langen Läufen sehr hoch – mit dem Vorteil, dass der Laufschuh die nötige Unterstützung bietet, wenn die Muskeln müde werden.

Neu ist auch das Obermaterial der vierten Generation. Es bietet strukturellen Halt, aber auch viel Atmungsaktivität. Und trägt ebenso zum leichten Gesamteindruck des Laufschuhs bei. Insgesamt ist der Arahi 4 ein Laufschuh für viele Laufkilometer, wenn man als erfahrener Läufer diese Art der Stabilität schätzt. Aber er ist eben gleichzeitig ein wunderbarer Schuh für Laufeinsteiger – vor allem, wenn sie etwas schwerer sind und muskulär noch einige Defizite aufweisen.

Der Arahi 4 fühlt sich auf der Straße am wohlsten, kommt aber auch mit Park- und Waldwegen zurecht. Der Grip ist gut und auch bei leichtem Regen hat er keine Probleme mit der Traktion. Er ist kein Dynamik-Wunder. Aber das will er auch nicht sein. Weil er sich aber wirklich leicht am Fuß anfühlt, fühlt sich eine 5er Pace mit ihm noch richtig gut an.

Unser Testfazit

Wer großen Komfort sucht, viel Stabilität braucht, ein eher schwerer Läufer ist, aber auf Dynamik nicht ganz verzichten will, wird die vierte Generation Arahi mögen. Die Hoka-typisch dicke Mittel-sohle schluckt wirklich alles weg, was vom Boden kommt. Man merkt kaum, ob man auf Asphalt, festem Waldboden oder Pflastersteinen läuft. Dabei ist der Arahi 4 mit weniger als 300 Gramm in Mustergröße erstaunlich leicht. Der Schuh bietet auch bei sehr langen Läufen Komfort bis zum Ende. Das Abrollen passiert quasi automatisch, ohne dass der Fuß noch viel Arbeit verrichten müsste. Dafür sorgt auch die J-Frame-Technologie aus EVA in der Mittelsohle.

Der Arahi sorgt für Komfort und Halt. Obwohl er für eher moderates Tempo gemacht ist, lässt er sich gut auch ein bisschen schneller laufen.

Gewicht: 273 g (Herren/US 9) | 228 g (Damen/US 7,5)

Sprengung: 5 mm

Preis: 140,00 €

 

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