Im Test: Hoka One One Mach 3 – Schneller Schuh mit viel Komfort

| Text: Redaktion laufen.de | Fotos: Hersteller

Der Mach 3 von Hoka One One verspricht trotz wenig Gewicht ein hohes Maß an Dämpfung und Komfort. Er ist viel dynamischer als er auf den ersten Blick aussieht. Er ermöglich ein hohes Lauftempo ohne auf Komfort zu verzichten - diese gelungene Kombination macht den Mach 3 vor allem für längere Strecken interessant. Wir haben ihn getestet.

Was zeichnet diesen Schuh aus? Mit unter 250 Gramm als Herren-Schuh (US 9) bzw. nur knapp über 200 Gramm in der Damen-Variante (US 7,5) ist der Mach 3 sehr leicht. Bedenkt man, wie viel Komfort die voluminöse Sohle bietet, erscheint das Gewicht nochmals in einem anderen Licht.

Kaum ein Hersteller versteht es, Dämpfungskomfort und Leichtigkeit so optimal zu verbinden wie Hoka One One. Wer das erste Mal ein Modell des Herstellers in den Händen hält, ist erstaunt wie leicht sich die Schuhe mit ihren dicken EVA-Sohlen anfühlen. Am Fuß überzeugt der Mach 3 mit toller Passform, einem guten Halt, wofür das Jacquard-Meshgewebe verantwortlich ist, das den Fuß behutsam umschließt, aber perfekt auf der Sohle hält.

Der Sitz im Bereich des Vorfußes und auch der Ferse gefällt uns wirklich sehr gut. Wer allerdsings auf eine breite Zehenbox steht, ist bei einem Modell wie dem Elevon 2 besser aufgehoben. Der Mach 3 ist dafür eben der etwas schnellere Schuh. Ein gutes Detail ist die Einstiegshilfe im Fersenbereich.

Und wie sieht es mit dem Laufgefühl in neuen Mach 3 aus? Das Jacquard-Mesh haben wir schon gelobt. Es stabilisiert den Fuß gut, die Atmungsaktivität ist gewährleistet. Wie es sich für einen Laufschuh von Hoka One One gehört, überzeugt auch der Mach 3 mit einer Meta Rocker-Konstruktion. Du fragst dich, was das ist und wie sich das auswirkt? Je ausgeprägter einer solcher Rocker ist, desto "runder" wirkt die Sohlenkonstruktion (in der seitlichen Ansicht).

Der "Rocker" ist technologisch betrachtet eine Abrollhilfe, die es dem Läufer ermöglicht schneller Richtung Abdruckpunkt zu gelangen. Wer zum ersten Mal in einem Schuh mit Meta Rocker läuft, spürt das sofort. Es fühlt sich anders an als in herkömmlichen Laufschuhen ohne eine solchen "Rocker". Diese Technologie verändert aber noch mehr.

Grundsätzlich braucht eine Sohle mit einem spürbaren "Rocker" ein größeres Volumen der Mittelsohle - somit ist die Kombination aus hoher Dämpfung und einem flüssigen Abrollen fast die Regel. Hoka setzt bei fast allen Modellen auf einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Rocker - immer in der Kombination mit einer niedrigen Sprengung von meist 4 oder 5 Millimeter. Beim Mach 3 hat der Meta Rocker eine mittlere Ausprägung. Wer den Fuß sehr flach aufsetzt, profitiert aus unserer Sicht am meisten von dieser Konstruktion. Der "Rocker" hat aber noch eine wichtige Funktion: Er entlastet die Achillessehne.

Herzstück des Mach 3 ist die ProFly-Technologie: Fersen- und Vorderfußbereich des Schuhs sind unterschiedlich stark gedämpft. So ist der Fersenbereich relativ weich, um die Landephase optimal zu dämpfen. Unter dem Vorderfuß ist das Material hingegen härter, wodurch die Abstoßphase schnell und effektiv ist. Das bewirkt eine geringere Bodenkontaktzeit, die Flugphase verlängert sich.

 

Unser Testfazit

Der Mach 3 will gerne etwas schneller gelaufen werden. Die ProFly Technologie in Kombination mit dem Meta Rocker eignet sich perfekt für lange Trainingsläufe und Wettkämpfe bis hin zum Marathon. Diese Kombination aus Dynamik und Dämpfungskomfort macht dieses Modell aus. Für uns eine klare Empfehlung für Läufer, die sich auf einen Halbmarathon oder Marathon vorbereiten möchten.

Gewicht: 245 Gramm (Männer/US9) | 204 Gramm (Frauen/US7,5)

Sprengung: 5 mm

Preis: 150,00 €

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