Berlin: Fast 500 Bilder vom Marathon

| Text: Christian Ermert, Jörg Wenig | Fotos: Norbert Wilhelmi

Der BMW Berlin-Marathon registrierte 2017 eine Rekord-Meldezahl von 43.852 Läufern aus 137 Nationen. Hier findest du fast 500 Bilder vom größten deutschen Lauf-Event. Und alles über das Rennen mit dem Sieg von Eliud Kipchoge und dem Comeback von Anna Hahner.

Es war dramatisch: Eliud Kipchoge hat den BMW Berlin-Marathon mit einer Jahresweltbestzeit und einem „Regen-Weltrekord“ von 2:03:32 Stunden gewonnen. Nie zuvor lief ein Marathonläufer bei derart schwierigen Bedingungen schneller.

Während bei zeitweisem Regen und einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit die anderen beiden Topstars, Kenenisa Bekele (Äthiopien) und Wilson Kipsang (Kenia), nicht ins Ziel kamen, überraschte ein Debütant: Der Äthiopier Guye Adola lieferte Olympiasieger Kipchoge einen starken Kampf und führte bis kurz vor Kilometer 40. Er wurde schließlich Zweiter in 2:03:46 - nie zuvor lief ein Debütant auf einer rekordkonformen Strecke schneller.  Ein starkes Comeback gelang Anna Hahner (run2sky), die als Fünfte mit 2:28:34 Stunden die Norm für die Europameisterschaften unterbot, die 2018 auch in Berlin stattfinden.

Keinen guten Tag erwischte bei den schweren Bedingungen Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg), der lange Zeit ein Tempo im Bereich von 2:11 Stunden rannte. „Es lief zunächst alles gut. Doch zwischen Kilometer 30 und 33 war es plötzlich so als ob jemand den Stecker gezogen hatte“, sagte der 30-Jährige, der plötzlich taumelte, noch einmal versuchte weiterzulaufen und dann aber aufgeben musste. Auf Platz 38 war schließlich Thorben Dietz (LG Vulkaneifel) in 2:19:20 bester Deutscher.

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Eliud Kipchoge mit "Regenweltrekord"

kipchoge

Am Tag der deutschen Bundestagswahlen sorgte der Marathon auf den Straßen der Hauptstadt für Dramatik. Wie geplant begann das Männerrennen mit einem extrem hohen Tempo. Die 10-km-Zwischenzeit von 29:04 Minuten deutete auf eine Weltrekord-Zielzeit von 2:02:40 Stunden hin. Doch bei der hohen Luftfeuchtigkeit wurde die Spitzengruppe, in der neben den Topstars Kipchoge, Bekele und Kipsang überraschend auch Vincent Kipruto (Kenia) und Adola liefen, in der Folge etwas langsamer. An der Halbmarathonmarke lag die Gruppe mit einer Zeit von 61:29 Minuten noch genau auf Kurs für die Bestzeit von Kimetto. Doch schon kurz darauf fiel der 5.000 und 10.000-m-Weltrekordler Bekele, der als Titelverteidiger ins Rennen gegangen war, zurück. Er stieg ebenso später aus wie Wilson Kipsang, der nach 30 km plötzlich aufhörte zu laufen.

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