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Halbmarathon in Sapporo
Katharina Steinruck mit Bestzeit beim Olympia-Test - Richard Ringer nicht angekommen

| von Jörg Wenig

Beim Halbmarathon-Olympia-Test in Sapporo hat Katharina Steinruck eine neue Bestzeit aufgestellt. Richard Ringer kam auf der Reise nach Japan nur bis Istanbul. Sein Corona-Test wurde nicht akzeptiert.

Im japanischen Sapporo, wo im Sommer die olympischen Marathonläufe stattfinden sollen, fand am Mittwoch ein Testrennen über die Halbmarathondistanz statt. Nur zweieinhalb Wochen nach ihrem Sieg beim Enschede-Marathon zeigte dabei Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt) eine weitere starke Leistung: Die 31-Jährige wurde mit einer persönlichen Bestzeit von 70:43 Minuten Vierte.

Bei windigen Wetterbedingungen gewann der Kenianer Hillary Kipkoech das Rennen mit einer persönlichen Bestzeit von 60:46 Minuten vor seinem Landsmann Simon Kariuki (61:11) und dem Japaner Shin Kimura (61:46). Bei den Frauen machten die Japanerinnen das Rennen um die ersten drei Plätze mit einem flotten Tempo unter sich aus. Mao Ichiyama gewann in 68:28 Minuten vor Mizuki Matsuda (68:32) und Ayuko Suzuki (68:53).

Als Schnellste hinter dem japanischen Spitzentrio lief Katharina Steinruck als Vierte ins Ziel. Mit 70:43 unterbot die Frankfurterin dabei ihre bisherige persönliche Bestzeit von 72:23, die sie zunächst 2019 aufgestellt und dann im vergangenen September in Frankfurt eingestellt hatte, deutlich. Es war binnen sechseinhalb Wochen bereits der dritte persönliche Rekord von Katharina Steinruck: In Dresden war sie im März über 10 km 31:59 gelaufen, in Enschede folgten dann 2:25:59 Stunden im Marathon. „Es war eine erstaunliche Reise nach Sapporo, und ich komme mit einer persönlichen Bestzeit zurück“, schrieb Katharina Steinruck auf ihrer Instagram-Seite.

Richard Ringer durfte nicht von Istanbul nach Japan weiterfliegen

In Japan waren nur einige wenige ausländische Starter zugelassen. Zu ihnen sollte eigentlich auch Richard Ringer (LC Rehlingen) zählen, der im April beim Siena-Marathon 2:08:49 erreicht hatte. Doch er kam aufgrund der Corona-Situation gar nicht erst in Japan an. Da ein Visum erst verspätet eintraf, musste Richard Ringer seinen Flug umbuchen. Von Zürich sollte es dann Last Minute über Istanbul nach Japan gehen. „Drei Stunden vor Abflug waren Visa und PCR-Test-Ergebnis da und ich auf dem Weg Richtung Japan mit Zwischenstopp in Istanbul. In der Türkei war dann aber Schluss für mich. Am Ende lag es am Dokument des PCR-Tests. Es war nicht aufgeführt, wie der Test abgenommen worden ist. Die Japaner erkennen nicht alle PCR-Tests an, deshalb wäre dies so wichtig gewesen“, erklärte der am Bodensee lebende Richard Ringer auf seiner Instagram-Seite.