Emotionale Events erleben
Levy Omari führt Elitefeld beim Wien-Marathon an

| Jörg Wenig I Foto: imago
Das Elitefeld des Vienna City Marathon verspricht Dramatik und hochklassige Leistungen. Erste Topathleten für das Rennen am 10. April wurden verpflichtet.

Das Elitefeld des Vienna City Marathon verspricht Dramatik und hochklassige Leistungen. Erste Topathleten für das Rennen am 10. April wurden nun verpflichtet. Athletenkoordinator Mark Milde hat einen Mix aus erfahrenen Läufern und Newcomern zusammengestellt. „Ich erwarte ein spannendes Rennen. Mehrere Läufer kommen für den Sieg und eine Zeit um 2:06 infrage“, sagt Milde, der seit Jahren als Race-Director des Berlin-Marathons fungiert. Angeführt wird das Feld von 2:05-Stunden-Läufer Levy Omari (Foto).

Levy Omari wird beim Vienna City Marathon am 10. April starten. Dies gaben die Veranstalter des größten österreichischen Sportereignisses heute bekannt. Der Kenianer - besser bekannt unter seimem früheren Nachnamen Matebo - hat eine Weltklasse-Bestzeit von 2:05:16 Stunden. Der 26-Jährige lief diese Bestzeit 2011 in Frankfurt, wo er den zweiten Platz erreichte. In Wien gehört er zu den ganz großen Favoriten, und es ist sein Ziel, endlich wieder einen Marathon zu gewinnen.

Zuletzt gelang ihm dies 2011 in Barcelona mit einer Zeit von 2:07:31. Nachdem er sich 2011 in Frankfurt lediglich dem kenianischen Superstar Wilson Kipsang geschlagen geben musste, zeigte  er 2012 ein weiteres Toprennen: In Boston wurde er ebenfalls Zweiter, nachdem er in Führung liegend erst in der Schlussphase des Rennens noch vom späteren Sieger Wesley Korir (Kenia) überholt worden war. Es folgten dann unter anderem Platz zwei in Warschau 2014 (2:08:09) und Rang sieben in Berlin 2014 (2:08:33). Nach einer Verletzungspause meldete er sich im Herbst 2015 mit 2:09:54 Stunden in Ljubljana zurück. In Wien will der 26-Jährige wieder zur Hochform auflaufen.

Kenia-Duo hofft auf Leistungssprung

Robert Chemosin (Kenia) ist ein ernstzunehmender Konkurrent. Seine Bestleistung von 2:08:05 Stunden hat er vor einem Jahr bei seinem Marathondebüt in Warschau erzielt. Dort erreichte er den zweiten Platz. Im Herbst lief er in Toronto in 2:09:38 Stunden auf Rang vier. In seinem dritten Marathonrennen könnte ihm nun ein deutlicher Sprung nach vorne gelingen. Mit schnellen Halbmarathonrennen hat er einige Male auf sich aufmerksam gemacht. 2013 erzielte er seine Bestzeit von 59:19 Minuten beim Halbmarathon Rom-Ostia. Im Vorjahr feierte er an selber Stelle in 59:37 Minuten einen Sieg.

Ein weiterer stark einzuschätzender Kenianer ist Suleiman Simotwo, der 2015 bei seinem Debüt in Wien als Fünfter 2:14:42 erreichte. Eine deutliche Steigerung gelang ihm ein halbes Jahr später in Frankfurt, wo er seine persönliche Bestzeit auf 2:08:49 Stunden verbesserte. Auf den Mittelstrecken hat der Kenianer mehrere Jahre lang starke Auftritte gezeigt. Bei der Hallen-WM 2008 belegte er über 1500 Meter Platz sieben. Seine Bestzeiten von 3:31,67 Minuten über 1500 Meter und 3:50,82 Minuten über die Meile liegen ein paar Jahre zurück, zeigen aber sein großes Potenzial, das er nun im Marathon umsetzen will.
 
Mit David Kogei geht ein vielversprechender Debütant ins Rennen. Seine Halbmarathon-Bestzeit von 59:46 Minuten aus Berlin 2015 zeichnet ihn als Weltklasseläufer aus. Den Wien-Marathon kennt der 31-Jährige bereits gut. Im Vorjahr machte er hier als Pacemaker für den späteren Sieger Sisay Lemma einen ausgezeichneten Job. Beim BMW Berlin-Marathon lief er dann erneut in der Rolle des Tempomachers und sorgte für Eliud Kipchoge (Kenia), der am Ende eine Jahresweltbestzeit von 2:04:00 Stunden erreichte, auf den ersten 29 Kilometern für die richtige Geschwindigkeit. Dieses Herantasten an die große Distanz lässt auf eine gute Premiere für Kogei hoffen. Vielleicht wird der Vienna City Marathon einmal mehr das Sprungbrett zu einer großen Karriere.